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Mama-Sorgen

Zwischen Biorhytmus und Betreuungsqualität oder „Was muss/sollte eine OGS leisten?“

Letzte Woche rief die geschätzte Mama Notes zur grossen Blogparade auf. Es sollte um Betreuungszeiten und Unterrichtszeiten in der Grundschule gehen.

Nun, ich habe noch kein Kind im Grundschulalter (und wenn die Perle sich daran hält was wir besprochen haben, dann macht sie jetzt auch mal was langsamer mit dem gross werden), aber ich hatte direkt einige Gedanken im Kopf, einerseits als arbeitende Alleinerziehende (die somit erstmal alle Formen der Ganztagsbetreuung begrüsst) und als gelernte Grundschullehrerin, die bildungstheoretisch vom biorhytmus-basierten Lernen überzeugt ist. Weiterlesen

Perlen-Update und „wie man erfolgreich sein Kind traumatisiert“.

Ich dachte es wird mal wieder Zeit für ein kleines Update von der Perle, das geht alles irgendwie so rasend schnell gerade.

Zur Zeit ist sie echt sehr gern bei der Tagesmutter und ist dort, sehr zu meiner Freude, die meiste Zeit draussen. Die Ta-Mu sagte letzte Woche, sie würde sich mit allen anwesenden Kindern recht gut verstehen und sei „ein echtes Mädchen, wenn sie mit Mädchen spielt und ein echter Rabauke, wenn sie mit den Jungs spielt“. Ich halte ja eher wenig von diesen Gender-basierten Klassifizierungen, aber ich konnte mir ungefähr vorstellen, was sie damit meinte. Sie erzählt nun auch viel bei der Ta-Mu und auch wenn ich sie abhole versucht sie mir langsam aber sicher immer mehr von ihrem Tag zu erzählen. Ich bin auch immer wieder erstaunt (und vor Stolz quasi platzend) wenn ich sie morgens zur Ta-Mu bringe und sie, dort angekommen, sofort anfängt auf holländisch zu brabbeln…seit ein paar Tagen ist das nun so und ich freue mich tierisch, dass das so gut klappt (ja, und ich bin ein wenig erleichtert, natürlich, hatte ich doch ein paar Bedenken, was die Zweisprachigkeit betrifft). Weiterlesen

Weisse Wut und heisser Zorn – Über Wut-Management

Ich habe euch ja mal erzählt, dass ich manchmal eine Heulsuse bin und es mir schwer fällt, im Angesicht von Wut nicht loszuheulen…naja, und wie kontraproduktiv es dann meistens ist.

Jetzt hatte ich aber eine Erfahrung der etwas anderen Art. Mich hat jemand sehr, sehr sauer und wütend gemacht und gleichzeitig unglaublich enttäuscht. Die Einzelheiten werde ich mal auslassen (Die Perlenwelt soll ein schöner Ort sein und keiner für dreckige Wäsche) aber ich saß wirklich ziemlich schnaubend zu Hause und wusste gar nicht wohin mit meinem Zorn. Zumal diese Person mit Konflikten mal so gar nicht umgehen kann und sich bei der kleinsten Kritik schon als Opfer fühlt (bevor und generell statt zu überlegen, ob es vielleicht angebracht ist) und sich daher eine Klärung als ziemlich schwerfällig entpuppt…so wurde ich erstmal ignoriert und meine Wut konnte nicht dorthin gehen, wo sie angebracht war. Weiterlesen

#selbstgeboren – Mein NKS und das Ego einer Hebamme

Zum Hintergrund: Letzte Woche ging es hoch her auf twitter. Losgetreten wurde das ganze von einer, sagen wir „etwas tollpatschigen“ Wortwahl eines Hebammenblogs, was den hashtag #selbstgeboren nach sich zog (die Autorin, die mit dieser Wortwahl um Geburtsberichte natürlich gebährender Mütter bittet, um sie ein einem Buch zu nutzen, hat mittlerweile eine Erklärung veröffentlicht). Naja,  wie wir Mütter nunmal sind, wurde es hier und da auch echt zickig, recht persönlich und bei manchen unüberlegten tweets fühlte sich die ein oder andere auch auf die Zehen getreten. Und wie wir Blogger-Mütter nunmal so sind, so schwappte dieser Frust dann auch in die Blogs, wo er durchleuchtet und erklärt wurde, teilweise auch sehr persönlich und berührend. Weiterlesen

So feiert man eine Perle

Da war er, der zweite Geburtstag meiner Perle, und er war schön! Sie hatte anscheinend sehr viel Spass und war begeistert, dass soviele liebe Menschen zu Besuch kamen und natürlich auch, dass sie soviel „packe“ durfte. Und die Mama hatte ganz viel Spass es alles vorzubereiten und dann zu sehen, wie sehr ihre kleine Perle das alles genoss.

Der Tag begann damit, dass sie aufwachte und überraschenderweise ihre heissgeliebte Perlenpatentante im gleichen Zimmer lag (die war nämlich ganz spät abends noch mit dem Zug angereist). Nach einer stürmischen und freudigen Begrüssung ging es dann nach unten, zur aufgeregten Perlenoma, die extra ein wenig später zur Arbeit fuhr. Das Wohnzimmer war mit Minnie Maus („Mi“) Deko und Ballons geschmückt und die Perle konnte sich gar nicht satt-sehen an all den „Miiiiiiiiii“s. Nach der obligatorischen Milch (heute aus einem Minnie-Maus Strohhalm und deshalb sogar noch mehr gefeiert) durfte die Perle dann Oma’s Geschenke auspacken: Ein Puppenbett, Gartenwerkzeug und schicke Klamotten. Weiterlesen

2 Jahre Perle

Mensch, zwei Jahre bist du schon bei mir. Und das waren zwei turbulente, interessante, lehrreiche, erfüllende, wunderbare Jahre…und die allerbesten bisher.

Du bist ein wunderbares kleines Persönchen geworden, meine kleine Perle. Du bereicherst jeden einzelnen Tag. Das fängt morgens schon an, in dem du mich unter lauten „Auteeehn“ und „MIIILS!“ Forderungen aus dem Bett schmeissen willst, dich aber immer noch zu ein paar Minuten Muckeln und 1-5 Gutenmorgen-Küssen überreden lässt. Deine Art, mich auf jedes gefundene Konfetti und Stückchen Papier aufmerksam machst und es unter lauten „MUL“ Ausrufen zum Mülleimer bringst. Wie du mir Dinge, die du schon verstehst immer wieder erklärst, zum Beispiel, dass die Kuschelfreunde tagsüber im Bett auf dich warten, der Wauwau, der Glückliche, dich aber zur Tagesmutter begleiten darf. Alle diese, und noch viele andere, Kleinigkeiten sind es, die mir in meinem bisherigen Leben wohl gefehlt haben, denn ich geniesse sie so sehr. Weiterlesen

20 Dinge, die ich meiner Tochter beibringen möchte

Heute hat mir die Perlenpatentante einen Link geschickt, der zu einem Blogeintrag von thoughtcatalogue führt. Hier listete die Autorin 101 Dinge auf, die sie ihrer Tochter bei- und nahebringen möchte. Ein paar find ich ganz nett, aber generell sehr auf girly gemacht. Deshalb dachte ich, ich mach mal meine eigene Liste. Hier sind die 20 Dinge, die ich der Perle mit auf den Weg geben möchte:

  1. Lernen ist cool. Es gibt so viel zu lernen, die ganze Welt ist voller Rätsel und Wunder und interessanter Dinge und Phänomene. Finde dein Interesse, dein großes Wundern, dein großes Fragezeichen…und löse es. Das Gefühl wenn man etwas neues lernt ist sehr erfüllend und toll.
  2. Es gibt noch ganz viele anderer Welten da draußen, und die findest du in Büchern. Lies soviel du kannst. In Büchern findest du Inspiration, Wissen, Träume, Ermutigung. Bücher sind cool, ich hoffe, dass du sie so sehr zu schätzen lernst wie sie es verdienen. (Und für später ein kleines Zitat: „We need make books cool again. So if you go home with someone and they don’t have books – don’t fuck them).
  3. Klar kannst du dich schminken. Es gibt ganz wunderbare Produkte da draußen und es ist gut und schön, wenn man auf sich selbst acht gibt. Aber bitte mach es geschmackvoll, weniger ist oft mehr (und denk an den Hals, damit du keine Maske aufhast!!). Und verlass dich nicht auf dein hübsches Gesicht, nichts ist langweiliger als eine hübsche Hülle um einen öden Menschen.
  4. Sei der Klügere. Steh über den Dingen. Es gibt sowas wie eine Gerechtigkeit im Universum und wer öfter mal nachgibt kommt letztendlich weiter als die, die ständig mit dem Kopf durch die Wand wollen.
  5. Du kannst alles sein was du willst. Es ist deine Entscheidung. Wenn du Abitur machen und studieren willst, klar! Wenn du eine Lehre machen und Tischler werden willst, tu es. Wenn du eine Mama von 5 Kindern werden und bei ihnen zu Hause bleiben magst, nur zu. Es ist deine Entscheidung, dein Weg, dein Traum. Aber egal was du tust: Gib 100%. Das macht glücklich.
  6. Verschiebe nicht zuviel. Du weißt nicht wie lang etwas aktuell ist, wie schnell sich die Dinge ändern können. Damit meine ich nicht Carpe Diem, denn das ist zu unrealistisch. Aber warte nicht zu lange um es dir etwas zu gönnen, um etwas auszuprobieren, um dich zu entschuldigen, um jemandem zu sagen dass du ihn oder sie gern hast.
  7. Es ist okay Gefühle zu zeigen. Sag anderen wenn du fröhlich bist, enttäuscht, aufgeregt, traurig, ängstlich. Authentizität schafft Respekt. Aber Jammer nicht immerzu. Das bringt nix.
  8. Reise. Reisen ist interessant und macht interessant. Es gibt so viele tolle Orte, die man sehen kann und sollte. Und wenn du mal nach Südafrika reisen solltest: Nimm deine Mama mit.
  9. Sonnencreme ist ganz, ganz wichtig.
  10. Hör auf dein Bauchgefühl. Der Bauch hat manchmal ein besseres Feingefühl für die Dinge und wie sie sind als der Kopf, das Herz, oder deine Freunde.
  11. Du brauchst keine Wasserstoff-blonden Haare. Vertrau mir!
  12. Spare für Dinge und kauf sie dir dann. Schulden sind blöd und rauben einem den Schlaf. Außerdem machen Dinge mehr Spaß, wenn man dafür gearbeitet hat und darauf gewartet hat.
  13. Finde eine Sportart, die dir gefällt, oder ein Instrument. Und dann bleib dabei. Glaub mir, wenn du 25 bist, dann wünschst du dir, dass du dran geblieben wärst, egal was es ist. Hobbies sind toller Kopfurlaub und machen noch mehr Spaß, wenn man gut ist.
  14. Du bist die Macherin deines Glücks. Verlass dich nicht darauf, dass irgendwer irgendwas für dich tut. Wenn es so ist, dann ist das nett und schön und dann sollte man es zulassen können, aber lass das maximal dein Plan B sein.
  15. Selbst ist die Frau. Und sie hat eine Bohrmaschine, einen Bausparvertrag, und Kondome in der Handtasche.
  16. Lerne gut, sicher, und vor allem selber, einzuparken!
  17. Argumentiere sicher. „Das ist eben so“ oder „darum“ ist kein Argument (übrigens auch nicht von Eltern).
  18. Sei ein bisschen verrückt, fordere Grenzen heraus, entdecke Neuland. Aber werde dabei nicht Respektlos. Respektiere die Grenzen anderer!
  19. Du bist einzigartig. Und das ist gut so. Natürlich möchte man dazu gehören und reinpassen, das ist ganz normal. Aber zelebriere deine Individualität. Das wird einfacher und erfüllender mit der Zeit, das verspreche ich dir.
  20. Nur weil es dir gut geht heißt das nicht, dass es anderen genau so gut geht. Sei sensibel, sei dankbar, teile dein Glück.

Das sind natürlich jetzt nur ein paar Dinge, aber es sind die, die mir sehr wichtig sind. Ob und wie ich all die umsetzen kann weiß ich noch nicht…ein paar sind vielleicht auch einfach nur generelles Wunschdenken, etwas was jede Mama ihrer Tochter wünscht. Aber dies sind meine „Prioritäten“ fernab von „wie man gut roten Lippenstift trägt“ und „Glitzer ist okay“. Klar, das sind hohe Erwartungen an ihre „Erziehung“ und meine Weisheit, die ich ihr mitgeben möchte. Aber hey, man soll ja große Erwartungen an sich selbst stellen, nicht wahr? Weiterlesen

Taschensturz

So, nach der tollen Idee von Susanne von Geborgen Wachsen, die über ihren Tascheninhalt schieb habe ich nun auch mal meinen täglichen Begleiter ausgeschüttet und geguckt, was denn da so genau drin ist.

Ich fand ganz schön viel Zeugs, von welchem ich aber gerade mal 3 Sachen aussortiert habe…denn JA, ich brauche das wirklich alles! Also es stimmt wirklich, ich könnte mit meiner Handtasche spontan das Land verlassen, wenn es nötig wäre (und wenn ich nicht beim Einräumen festgestellt hätte, dass mein Portemonnaie auf dem Küchentisch lag). Weiterlesen

„Papa weg…“ – Eltern und räumliche Trennung

Ich habe so im Gefühl, dass dies ein sehr persönlicher Eintrag wird…und eine schlaue Schlussfolgerung gibt es wohl auch nicht.

Vergangenen Sonntag hatten wir unser allererstes schlimmes Abschiedsdrama nach einem Papa-Wochenende. Die Perle hatte mittagsschlaflos im Auto geschlummert und kam somit recht verpennt und nicht gerade gut gelaunt zu Hause an. Wie so oft befahl sie erstmal dem Papa sich doch schleunigst Schuhe und Jacke auszuziehen, wohl damit er nicht einfach wieder gehen konnte. Auch danach wich sie ihm nicht von der Seite und brach immer wieder, scheinbar grundlos, in Tränen aus. Sie meckerte und beschwerte sich nicht, sie weinte einfach und liess so Oma, Papa und mich absolut im Dunkeln über die Gründe der Tränenflut. Sie verneinte Nachfragen, die auf Schmerzen, Durst, oder Hunger prüften und klammerte sich an ihren Papa. Es war herzzerreissend. Nach einer Weile war sie soweit, dass sie mit Oma spielen konnte, aber immer mit prüfendem Blick auf Papa, ob er denn noch da sei. Als es dann wirklich an der Zeit war ins Bett zu gehen und somit der Abschied von Papa und Oma anstand war sie noch recht gefasst, aber als die Beiden dann ausser Sichtweite waren, war es ganz vorbei. Da wurde geweint, geschluchzt, gemotzt und gelitten. Mit zerbrach es das Herz, denn, wie jede Mutter, wollte ich einfach nur helfen…doch es war nunmal nichts, was ich für sie hätte lösen können. Dem Papa ging das auch sehr an die Nieren und ich glaub er fühlte sich da ähnlich hilflos. Weiterlesen

Wie Perlen geboren werden

Für ein Schwangerschafts- und Babyforum habe ich vor einer Weile mal einen Geburtsbericht verfasst. Disclaimer: Ich bin nicht wirklich zimperlich im Beschreiben und natürlich ist dies ein Account meiner Empfindungen eines sehr emotionalen Erlebnisses…daher kann es sein, dass nicht alles 1:1 stimmt und dass ich ein paar Dinge durcheinander werfe. Aber so sieht die Perlengeburt in meinen Erinnerungen aus…ein wenig chaotisch, viel ungeplant und ganz sicher nicht serienmässig (aber kann eine Geburt das überhaupt sein?). Weiterlesen