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Mama-Gefühle

Die Perle, das Teilzeit-Sensibelchen

Die Perle ist manchmal eine ziemliche Zicke. Sie kommandiert, erkämpft sich Aufmerksamkeit, testet Grenzen. Ganz normal für dieses Alter und es könnte wesentlich schlimmer sein (ich hoffe, das sagt ihr aber keiner).

Wenn sie etwas tut, von dem sie weiss, dass sie es nicht soll, eben jene Grenzen testet, dann hat sie einen ganz bestimmten Blick, so spitzbübisch von untern herauf. Wenn sie z.B. mit etwas Hartem immer und immer wieder über den Küchenboden kratzt oder wenn sie am Auto aufeinmal nen Haken schlägt und losrennt. Bei ersterem bin ich dann maximal genervt, dann hält sie sich die Augen zu und lukt geniert hinter ihren kleinen Händen hervor. Bei letzterem werde ich dann aber wütend, fange sie ein und erkläre ihr wie gefährlich das ist. Dann erklärt sie es zurück, wohl um zu zeigen, dass sie es ja mittlerweile verstanden hätte. Richtig Streit kriegen wir aber, wenn sie mich haut. Dann muss sie von meinem Schoss runter und/oder aus dem Zimmer gehen. Ihre Reaktion liegt dann irgendwo zwischen losbrüllen oder ignorieren und spielen. Dann kommt sie aber meistens nach ein paar Minuten und ist erstmal anhänglich, dann wird gemuckelt und Küsschen gegeben und nochmal erklärt warum mich Hauen traurig macht. Eigentlich ganz normale Reaktionen würde ich sagen. Weiterlesen

Die Camping-Generalprobe

Da wir ja einen Urlaub mit VW Bus und Zelt planen fand ich es eine wunderbare Idee, das ganze im-Zelt-schlafen mal zu üben. Unsere ehemaligen Nachbarn und noch stets guten Freunde (aus der Heimat) haben zur Zeit einen Wohnwagen an der Mosel stehen und zusammen mit ihren Kindern (zusammen aufgewachsen und immer noch gute Freunde) überlegten wir sie für zwei Tage und eine Nacht zu besuchen. Ganz toll: Perlenoma und Perlenopa würden auch dort sein, als Tagesbesucher.

Leider kamen wir mal wieder viel zu spät los und die ganze Autofahrt zog sich länger als angenommen. Doch die zwei Mädels der Nachbarfreunde waren dabei und zusammen sangen wir Lieder aus unserer Kindheit, aßen Zoo-Kekse, diskutierten darüber ob Windräder nun die Aussicht kaputt machen oder eher einfach nützlich sind, und hörten ein altes Kindermusical, das wir in der Jungschar damals einstudiert und aufgeführt hatten (und, ja, wir kannten immer noch fast jedes Wort von jedem Lied). So vertrieben wir uns die Zeit eigentlich ganz gut und als wir ankamen (nach ein paar witzigen Wegbeschreibungen per Telefon a la „also wir sind hier neben einer Brücke und da ist ein Weinberg“) platzten wir wie nicht bestellt aber abgeholt in die Weinprobe der älteren Generation. Es war wunderbar, direkt an der Mosel, mit leckerem Wein und tollem Brot und Käse. Die Perle nutze meine Vesperzeit zum „aufwärmen“ und freute sich darüber, ihre Oma und den Opa dort zu treffen. Weiterlesen

Sieben Sachen Sonntag 01.06.2014

Das war unser wunderschöner Sonntag

So, das war die Kurz-Version. Aber ein „Campen mit kleinen Perlen“-Bericht folgt auch noch, ich bin bloß nach einer langen Heimfahrt (viel Stau und einer „Abkürzung“ durch Belgien…ich HASSE es in Belgien Auto zu fahren!!) und des generellem Nach-Hause-Kommen-Chaos viel zu fertig um das ganze tolle Wochenende in adäquate Worte zu fassen.

Jetzt guck ich mir aber trotzdem noch ein paar andere Sonntage beim Grinsestern an.

11 Tips für lange Autofahrten mit kleinen (und grösseren) Kindern

Pünktlich zur Ferienzeit liest man wieder ganz viele Tips für jeden erdenklichen Teil des Urlaubs, besonders für einen mit (Klein-)kindern. Eine Blogparade hat mir besonders gut gefallen, und zwar die von Lulus-Stern . Hier geht es um ultimative Tips für lange Autofahrten mit Kindern. Diese Tips habe ich natürlich erstmal aufgesogen, da wir im Sommer auch mit dem VW Bus unterwegs sein werden. Und da dachte ich mir „hey, ein paar Tips hast du auch“, immerhin ist die Perle schon ziemlich viel Auto gefahren in ihrem Leben. Und damals, als die Perlenmama noch „klein“ war, da ging es auch jeden Sommer als Grossfamilie (mit den Nachbarn und/oder Stiefgeschwistern) per Auto und Wohnwagen in den Urlaub. Weiterlesen

Der ganz normale Wahnsinn – Update aus der Perlenwelt

Irgendwie ist bei uns zur Zeit gleichzeitig recht wenig und total viel los. Mit dem nahenden Ende des akademischen Jahres nimmt die (gute) Hektik auf der Arbeit zu, so dass ich Abends wirklich platt bin. Auf der anderen Seite habe ich zu Hause so viele kleine und grosse Projekte am laufen, dass ich bis in die späten Abendstunden hinein gut beschäftigt bin. Und trotzdem komme ich morgens viel besser aus dem Bett, was einerseits am Tatendrang liegt, aber eben auch daran, dass es schon hell und meistens auch freundlich draussen ist. Die Perle steuert dann noch die gute Laune dazu bei und irgendwie klappt dann alles ganz gut (ich hoffe das verschreie ich jetzt nicht). Natürlich gibt es hier und da etwas Chaos, aber es wäre nicht unser Leben, wenn dies nicht so wäre. Weiterlesen

Sieben Sachen Sonntag 18.05.2014

SONNENSCHEIN. Ja, da isser, und wir haben ihn genossen, und zwar in vollen Zügen.

Hier unsere Sieben Sachen Sonntag:

Da die Perle heute Morgen Haferflakes und Weintrauben essen wollte und ich somit auf meinen Aufbackbrötchen sitzen blieb, entschied ich mich eben für ein Cinnamon Roll (gebacken vom Mann meiner Kollegin, himmlisch) und nem starken Kaffee…nach der kurzen Nacht mehr als nötig.

Dann widmete ich mich meiner Lektüre für den Morgen. Nachdem die Perle mich quasi aus ihrem Zimmer geschmissen hatte, da sie malen wollte war mir eh langweilig, und ich übernehme morgen einen Kurs für die Lieblingskollegin, da musste ich mich noch etwas vorbereiten. Weiterlesen

Vereinbarkeit – Ein Fakt, keine Frage

In den letzten Tag schwirrten einige Blogposts über Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch die Blogospähre, und da ich ohnehin eine kleine Reflektion zu dem Thema plante, dachte ich das könnte ich auch im Rahmen dieser kleinen Parade tun. Andere Beiträge findet man, unter anderem, bei MamamaniaMunichs Working Mom (hier gibt es auch einen Link-up und eine Sammlung anderer Vereinbarerinnen) und Mamaskind.

Tatsache

Bei uns ist die Vereinbarkeit ein Fakt. Als alleinerziehende Mutter bin ich darauf angewiesen zu arbeiten. So ging die Perle schon mit zarten vier Monaten zur Tagesmutter, während ich erst drei, dann aber schnell auch wieder vier Tage die Woche arbeiten ging. In den Niederlanden gibt es einfach kein Jahr (oder sogar länger) Elternzeit. Dafür gibt es eine gewisse Flexibilität, viele Freiräume und gute finanzielle Unterstützung für arbeitende Mütter (und Väter). Ihnen wird das ARBEITEN leichter gemacht, statt dem „zu Hause bleiben“. Eine Form der Gleichberechtigung, oder ein Unding, das viel zu kleine Menschen in die Krippen drängt? Das bleibt generell jetzt mal dahin gestellt, in meiner Situation war (und ist) es sehr hilfreich. Weiterlesen

Entschleunigung

Eifrig und fleissig fliegt die Biene summend von Blüte zu Blüte und saugt mit ihrem Rüssel den süssen Nektar aus den Blütenkernen. Sie ist ziemlich schnell, effizient, gewendig, legt bei jeder weiteren Blüte eine Punktlandung hin. Auf manchen Blüten dieser recht klebrigen Frühlingsblume tummeln sich zudem auch noch hunderte von Ameisen, und zwar von den fiesen roten, die beissen und brennen, wenn sie einen „anpinkeln“. Wie oft wurde ich damals, als ich noch jeden Sonnenstrahl ausnutzte um draussen zu sein, Opfer einer dieser Ameisen-Pinkel-Aktionen? Zu oft, ich kann mich noch genau an dieses Gefühl erinnern, wie mein Fuss anschwoll und wie sehr die roten, gelb umrandeten Pusteln juckten. Ich frage mich, was geschehen würde, wenn die Biene auf einer dieser besetzten Blüten landen würde. Würden die Ameisen sie angreifen? Würde sie die Ameisen verjagen und die Blüte für sich erobern? Diese Frage bleibt offen, denn sie landet einfach nicht auf jenen Blüten, sondern fliegt nach der letzten ameisenfreien Blüte einfach von dannen. Weiterlesen

Lost in Translation – Stolpersteine in der Zweisprachigkeit

Letzte Woche holte ich die Perle zu Fuß von der Tagesmutter ab. Das mach ich sehr gern, wenn es das Wetter zulässt. Es sind so in etwa 5-20 Minuten, kommt drauf an wieviele interessante Dinge die Perle auf dem Weg findet, für die es sich anzuhalten lohnt. Außerdem müssen wir ja immer dem I-Ah Hallo sagen, der als Statur auf dem halben Weg wartet.

Als wir an einem Restaurant vorbei kamen deutete die Perle nach oben auf die Markise…

„Da, Mama. Hut!“

„Ja, aber das ist kein Hut, das ist ein Dach.“ Weiterlesen