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Kommentar

#selbstgeboren – Mein NKS und das Ego einer Hebamme

Zum Hintergrund: Letzte Woche ging es hoch her auf twitter. Losgetreten wurde das ganze von einer, sagen wir „etwas tollpatschigen“ Wortwahl eines Hebammenblogs, was den hashtag #selbstgeboren nach sich zog (die Autorin, die mit dieser Wortwahl um Geburtsberichte natürlich gebährender Mütter bittet, um sie ein einem Buch zu nutzen, hat mittlerweile eine Erklärung veröffentlicht). Naja,  wie wir Mütter nunmal sind, wurde es hier und da auch echt zickig, recht persönlich und bei manchen unüberlegten tweets fühlte sich die ein oder andere auch auf die Zehen getreten. Und wie wir Blogger-Mütter nunmal so sind, so schwappte dieser Frust dann auch in die Blogs, wo er durchleuchtet und erklärt wurde, teilweise auch sehr persönlich und berührend. Weiterlesen

Vom Zeit haben und Zeit nehmen

Heute mal ein Thema, welches mir schon lange im Köpfchen herumspukt und welches des öfteren einen großen Frust-Faktor in meinem Leben darstellt. Es geht um die liebe Zeit, die man hat, oder eben meistens eher nicht hat.

Ein ganz schlauer Satz lautet: „Wem etwas wirklich wichtig ist findet Wege, wem nicht, der findet Gründe.“ Eine der populärsten und alltäglichsten Gründe, warum etwas nicht geht scheint die liebe Zeit zu sein, die nicht vorhanden war. Ich selbst höre diese Ausrede oft, und benutze sie auch regelmäßig. Aber sollte es nicht eher heißen „das war bisher noch nicht wichtig genug“? Denn mal ehrlich: Die Zeit in der wir einfach mal so Zeit „übrig“ haben ist wirklich vorbei. Jeder von uns hat jeden Tag 24 Stunden und es ist unsere Wahl, wie wir diese Stunden nutzen. Weiterlesen

„Papa weg…“ – Eltern und räumliche Trennung

Ich habe so im Gefühl, dass dies ein sehr persönlicher Eintrag wird…und eine schlaue Schlussfolgerung gibt es wohl auch nicht.

Vergangenen Sonntag hatten wir unser allererstes schlimmes Abschiedsdrama nach einem Papa-Wochenende. Die Perle hatte mittagsschlaflos im Auto geschlummert und kam somit recht verpennt und nicht gerade gut gelaunt zu Hause an. Wie so oft befahl sie erstmal dem Papa sich doch schleunigst Schuhe und Jacke auszuziehen, wohl damit er nicht einfach wieder gehen konnte. Auch danach wich sie ihm nicht von der Seite und brach immer wieder, scheinbar grundlos, in Tränen aus. Sie meckerte und beschwerte sich nicht, sie weinte einfach und liess so Oma, Papa und mich absolut im Dunkeln über die Gründe der Tränenflut. Sie verneinte Nachfragen, die auf Schmerzen, Durst, oder Hunger prüften und klammerte sich an ihren Papa. Es war herzzerreissend. Nach einer Weile war sie soweit, dass sie mit Oma spielen konnte, aber immer mit prüfendem Blick auf Papa, ob er denn noch da sei. Als es dann wirklich an der Zeit war ins Bett zu gehen und somit der Abschied von Papa und Oma anstand war sie noch recht gefasst, aber als die Beiden dann ausser Sichtweite waren, war es ganz vorbei. Da wurde geweint, geschluchzt, gemotzt und gelitten. Mit zerbrach es das Herz, denn, wie jede Mutter, wollte ich einfach nur helfen…doch es war nunmal nichts, was ich für sie hätte lösen können. Dem Papa ging das auch sehr an die Nieren und ich glaub er fühlte sich da ähnlich hilflos. Weiterlesen

Kleine Prinzessinnen – Oh Graus oder Okay?

My confession: I am a huge fan of BlueMilk…she is to the point, sassy, critical, fun, and the articles always add something to my life.

Ihr aktuellster Artikel „Getting your daugther through the princess stage“ hat einen Nerv bei mir getroffen. Hier interviewt sie die Autorin Rebecca Hains über kleine Mädchen und den umstrittenen Prinzessinnen-Wahn. Und ich muss sagen, mir GRAUT es vor der Pink-Tüll-Glitzer-Zeit. Und ich glaube, dass man heutzutage gar nicht mehr drum rum kommt, irgendwann kommen die kleinen aus der Kita und dann MUSS es ein Kleid sein, pink sein, prinzessinnenhaft sein. Als wir letztens im H&M waren hingen dort auch schon die Prinzessinnen-Kleider mit übertrieben grellem Pink, Glitzersteinen und meterweise Tüll…ich bin so froh, dass sich die Perle noch nicht darum kümmert und den Tigger Schlafanzug daneben noch viel aufregender findet. Aber wieso eigentlich? Wieso find ich das so ätzend? Weiterlesen

Die Polizei antwortet – Nachtrag zu den Dränglern und Schleichern

Vor einiger Zeit habe ich über meine Erfahrungen im Strassenverkehr, speziell mit aggressivem Fahrverhalten anderer, berichtet. Gleichzeitig hatte ich mich mit einem Schreiben an die Polizei NRW gewendet um in Erfahrung zu bringen, wie man sich im Angesicht eines Dränglers verhalten, aber auch wehren könne. Nun, nach fast vier Monaten, habe ich eine Antowrt erhalten und wie damals versprochen, möchte ich euch diese nicht vorenthalten:

Sehr geehrte Frau Perlenmama (Name geändert),

aufgrund eines Büroversehens wurde mir erst jetzt die Bearbeitung Ihrer Anfrage Weiterlesen

Gedanken-Nuggets vom Regenbogen, Schumi, Mastern, und Berlin.

Zur Zeit gibt es so viele kleine Dinge, die das Leben ganz schön ausfüllen. Nicht nur Aktivitäten und Pflichten, aber auch aktuelle Themen, die meine Gedanken für sich beanspruchen.

Ein Thema ist, nicht ganz überraschend, die Debatte über die Einführung von Toleranz gegenüber sexueller Vielfalt in die Lehrpläne der Schulen in Baden Würtemberg. Viele Diskussionen habe ich geführt, Artikel gelesen, beide, Gegen und Gegen-Gegen-Petition gelesen und nachgedacht. Mich aufgeregt, versucht die andere Seite zu verstehen, realisiert, dass es da nichts zu verstehen gibt, dann wieder versucht Argumente in den homophoben Kommentaren zu erkennen. Ganz grundlegend finde ich mittlerweile nur traurig, dass wir uns mit solcher Leichtigkeit auf dem Rücken solcher streiten, deren Schicksal hier „entschieden“ wird. Stempel „normal“ oder „unnormal“. Und dann werde ich traurig, dass wir uns überhaupt einbilden über diese Stempel zu verfügen. Auf welcher Basis? Naja, Fakt ist eben, dass es so ist, also kann ich mich darüber aufregen wie ich will, es geht ja eigentlich darum, wie man damit umgeht. Wenn jedoch das letzte Argument in einer solchen Debatte ist „Ach, keine Ahnung, ich find’s einfach unnormal…ist eben so.“ Ja, dann weiss ich auch nicht mehr. Dann ist jedes Argument davor umsonst gewesen. Wenn es am Ende darauf ankommt was wir darüber denken wie andere leben sollten. Und bei diesem Gedanken wird mir kotzübel, ich krieg ’nen Knoten im Bauch und ich muss die Zähne zusammen beißen vor Wut. Es ist nämlich einfach so ungerecht. Und ja, life ain’t fair, klar, aber wir müssen da doch nicht noch nachhelfen. Leider habe ich da keinen schlauen Schlusssatz…vielleicht gerade bin ich deshalb so gefrustet darüber. Weiterlesen

Eine Prise Perspektive

Heute hat mich auf Nido online dieses Video überfallen. Natürlich hat es mich wieder mal zu Tränen gerührt, aber darum geht es jetzt grad nicht. Es hat mich nämlich auch über all die Mama-Blogs nachdenken lassen, die ich gestern abend (mit Fieber und Halsschmerzen eingemuckelt im Bett) noch gelesen habe. Viele Mama’s denken sehr viel nach. Was sie besser machen sollten, müssten, könnten. Wo sie lernen müssten, sollten, könnten. Die Geduld, die liebe Geduld, die einfach nie da ist, wenn man sie braucht. „Lasse ich genug los“ vs. „Bin ich genug da?“. „Bin ich eine schlechte Mutter, wenn ich einfach mal keine Lust habe Playmobil-Zirkus zu spielen?“ „Ich muss besser zuhören/mehr vorlesen/weniger schimpfen/mehr erklären“. Weiterlesen

Wie ’ne Tomate

Ich werde schrecklich schnell rot. Das ist wirklich ein Problem, denn manche Gedanken sind halt eben einfach nur Gedanken und sie sollten auch da bleiben wo sie hingehören, nämlich in meinem Kopf…und nicht aussen dran. Das ist wirklich nervig.

Das Problem hier ist, dass ich auch einfach nur bei „Kopfkino“ anlaufe wie eine Tomate. Es gibt halt auf der einen Seite die Standard Situationen. Man wird ertappt beim flunkern, man blamiert sich, man wird durchschaut. Dann gibt es auf der anderen Seite Situationen wo ich mir vorstelle wie es wäre wenn der anderen nun dies oder jenes denken würde (dass ich nicht die Wahrheit sagen würde, oder wenn ich etwas voll peinliches getan hätte). Dann werde ich auch rot, was von meinen Gegenübern oft (verständlicherweise) vollkommen falsch interpretiert wird. Sie denken dann „aha, ertappt“ obwohl ich mir nur irgendetwas vorgestellt habe. Weiterlesen

Die volle Messlatte und der hohe Teller.

Manchmal habe ich so Tage, an denen ich das Gefühl habe, dass ich nicht aus dem Quark komme…ich habe dann quasi konstant das Gefühl, dass ich doch dieses oder jenes noch tun müsste, komme aber nicht dazu oder kann mich nicht aufraffen. Und dann sitze ich abends absolut fertig auf der Couch und versuche die offenen Punkte auf der To-Do Liste zu ignorieren, weil ich einfach nicht mehr hoch komme. Dabei habe ich eigentlich, aus der Ferne betrachtet, keinen Grund dazu…gestern zum Beispiel: Weiterlesen

Das grüne Gras auf der anderen Seite oder: Es ist nie richtig. #vereinbarkeit

Heute auf dem Blog der geschätzten Frau Mutter: Der Frust einer Hausfrau und Mutter (Frau K.) über ihre Situation (nachzulesen hier).

Frau K. ist frustriert, sie fühlt sich gefangen in ihrem Da-sein als „nur“ Hausfrau und Mutter. Jedenfalls hat sie das Gefühl, dass die Gesellschaft dieses kleine, Minderwertigkeitskomplex -auslösende Wort hinzufügt, wenn sie ihren Job-titel angeben. Und da sie ja von ihrem Gefühl spricht kann es ja auch nicht falsch sein. Sie fühlt sich als Geberin – an ihre Kinder, ihren Mann, ihren Haushalt, an die Gesellschaft (beim erziehen der nächsten Generation) und überhaupt. Sie selbst sieht sich nicht auf der Liste der Nehmer stehen. Und ihr Potential ausschöpfen schon gar nicht. Ja, Kinder-Erziehen im grossen und ganzen ist ein nobler, ausfüllender, und „es-wert“-er Job, „am Ende des Tages“. Aber tagtäglich zwischen Wäschebergen und Einkäufen, Legos und „nein, es wird jetzt kein Fernsehn geguckt“-Diskussionen, da ist man schnell über-, weil an sich unterfordert. Die eigenen Träume und Bedürfnisse verstauben auf dem Abstellgleis und man wird neidisch auf jene, deren Namen auf Bücherrücken im Laden stehen, deren Lädchen morgens mit Vorfreude aufgeschlossen werden, die Anerkennung vom Chef kriegen und die, beruflich bedingt und daher vom Partner unterstützt, auch mal zwei Tage unterwegs sind. Es ist nun mal so, dass die Anerkennung, die frau als Hausfrau und Mutter bekommt und sich selbst gibt eher spärlich ist. Und überhaupt, „man hat es sich ja so ausgesucht“. Weiterlesen