Tag -

Erinnerungen

Entschleunigung

Eifrig und fleissig fliegt die Biene summend von Blüte zu Blüte und saugt mit ihrem Rüssel den süssen Nektar aus den Blütenkernen. Sie ist ziemlich schnell, effizient, gewendig, legt bei jeder weiteren Blüte eine Punktlandung hin. Auf manchen Blüten dieser recht klebrigen Frühlingsblume tummeln sich zudem auch noch hunderte von Ameisen, und zwar von den fiesen roten, die beissen und brennen, wenn sie einen „anpinkeln“. Wie oft wurde ich damals, als ich noch jeden Sonnenstrahl ausnutzte um draussen zu sein, Opfer einer dieser Ameisen-Pinkel-Aktionen? Zu oft, ich kann mich noch genau an dieses Gefühl erinnern, wie mein Fuss anschwoll und wie sehr die roten, gelb umrandeten Pusteln juckten. Ich frage mich, was geschehen würde, wenn die Biene auf einer dieser besetzten Blüten landen würde. Würden die Ameisen sie angreifen? Würde sie die Ameisen verjagen und die Blüte für sich erobern? Diese Frage bleibt offen, denn sie landet einfach nicht auf jenen Blüten, sondern fliegt nach der letzten ameisenfreien Blüte einfach von dannen. Weiterlesen

Nackter Nerd

Heute bin ich über eine lustige kleine Story in der New York Times gestolpert: „How do you know when to get naked in Germany“ von Nathan Englander. Ich habe mich köstlich amüsiert, denn er beschreibt die absolute Verwirrung eines Amerikaners über die do’s und don’ts von öffentlicher Nacktheit in Deutschland. Es ist wirklich zum Brüllen und sehr zu empfehlen, ein leichter Lese-Genuss für zwischendurch. Als ich mich nach einem Kicheranfall im Büro wieder beruhigt hatte fiel mir mein eigenes kleines Anekdötchen ein, welches man praktischweise mit „Do you know when not to get naked in the USA?“ betiteln könnte. Aber fangen wir mal von vorne an… Weiterlesen

So feiert man eine Perle

Da war er, der zweite Geburtstag meiner Perle, und er war schön! Sie hatte anscheinend sehr viel Spass und war begeistert, dass soviele liebe Menschen zu Besuch kamen und natürlich auch, dass sie soviel „packe“ durfte. Und die Mama hatte ganz viel Spass es alles vorzubereiten und dann zu sehen, wie sehr ihre kleine Perle das alles genoss.

Der Tag begann damit, dass sie aufwachte und überraschenderweise ihre heissgeliebte Perlenpatentante im gleichen Zimmer lag (die war nämlich ganz spät abends noch mit dem Zug angereist). Nach einer stürmischen und freudigen Begrüssung ging es dann nach unten, zur aufgeregten Perlenoma, die extra ein wenig später zur Arbeit fuhr. Das Wohnzimmer war mit Minnie Maus („Mi“) Deko und Ballons geschmückt und die Perle konnte sich gar nicht satt-sehen an all den „Miiiiiiiiii“s. Nach der obligatorischen Milch (heute aus einem Minnie-Maus Strohhalm und deshalb sogar noch mehr gefeiert) durfte die Perle dann Oma’s Geschenke auspacken: Ein Puppenbett, Gartenwerkzeug und schicke Klamotten. Weiterlesen

Warum eigentlich „Perle“?

Früher war für mich der Kosename „Perle“ immer etwas, womit Goldkettchen- und Adidas Knöpfhosen-tragende Strassenhelden ihren weiblichen Anhang betitelten. Also generell ein eher unvorteilhafter Titel, also warum sollte ich meine Tochter so nennen?

Der Grund ist am besten mit einer kleinen Geschichte erklärt:

Als ich im August 2011 erfuhr, dass ich einen kleinen Menschen im bauch trug, war es an mir meinen Freundinnen und Bekannten davon zu erzählen. Bei manchen verlief das eher chaotisch, bei anderen amüsant. Und bei noch anderen recht emotional. Weiterlesen

Das Wochenbett in der Perlenwelt

Jana vom Hebammenblog hat eine ganz besondere Blogparade ins Leben gerufen, und zwar zum Thema “Wochenbett-Tips aus erster Hand – von Mutter zu Mutter”. Und da ich noch oft an diese Rollercoaster-Zeit denke, sie aber hier noch hier noch nie thematisiert habe, dachte ich es wäre eine schöne Gelegenheit diese Chance nun zu ergreifen. Wie zwei Fliegen mit einer Klappe und so…Einige Dinge sind damals nicht so glatt gelaufen, besonders mit dem Perlenpapa und seinem damaligen Anhang. Aber da ich hier eine Wochenbett-Bericht schreiben möchte, werde ich mich zurückhalten, was die negativen Dinge betrifft. Es ist jedoch kein gewöhnlicher Wochenbett-Bericht, aber vielleicht eine Chance für andere Bald-Mütter, die eventuell von meinen Fehlern lernen können. Weiterlesen

Mein Herzkuscheltier

Vor ein paar Tagen (oder schon Wochen) habe ich einen ganz tollen Blogeintrag gelesen, in dem die Supermom ihr Kuscheltier Knut vorstellte. Da musste ich direkt an meinen loyalsten kleinen Freund denken: Puh, der abgeliebte kleine Eisbär, mein stetiger Begleiter seit ihn mir meine Tante mit gerade mal 4 Monaten schenkte.

Puh (oder in meiner Mädchenphase gern „Püchen“ genannt) ist ein weitgereister kleiner Kerl. Bis ich 25 war kam er überall mit hin. Und nein, ich habe mich nicht für den, mit der Zeit recht ramponierten, kleinen Kerl in meinem Bett geschämt, nie. Wer da rein wollte kam an Puh und seinen kritischen pechschwarzen Augen nicht vorbei. Und wer ihm seinen Platz streitig machen wollte bekam sofort zu wissen an welcher Stelle er bei mir stand…nämlich hinter Puh. Weiterlesen

Gegen das Vergessen.

Zum 10. Geburtstag von Facebook schenkt uns das soziale Netzwerk eine Zusammenfassung von unserer Zeit auf der Plattform. In 1:02 Minuten werden Bilder und Status-Updates gezeigt, die entweder aus der Anfangszeit stammen oder besonders viele Likes bekommen haben. Meine Timeline ist voll von den Videos meiner Freunde und ihren „Highlights“ der letzten x Jahre, eben wie lang sie schon in diesem Netzwerk sind. Als ich mein Video das erste Mal sah war ich zugegebenermassen ein klein wenig enttäuscht. Da gab es wesentlich tollere und wichtigere Bilder als die, die der Zufallsgenerator ausgesucht hatte… Weiterlesen

Want s’more?

So, heute gibt es einen kleinen Tip für einen unheimlich leckeren und noch dazu sehr fixen Herbst-/Wintersnack. Generell ein Lagerfeuer-Essen, aber ich habe die Zubereitung über der herdplatte perfektioniert. Es funktioniert wirklich…ich habe aber auch schon gehört, das Kerzen auch funktionieren.

Man braucht:

  • Butterkekse
  • Marshmellows
  • Nutella und/oder eine Tafel Vollmilch Schokolade
  • Stäbchen (ich habe wirklich Essstäbchen benutzt)

So, nun die Butterkekse bereit legen – jeweils zwei und dabei einen mit entweder einem Stück Schokolade belegen oder mit etwas Nutella bestreichen. Dann einen Marshmellow auf einem Stäbchen aufspiessen und über die Herdplatte/ins Feuer halten. Beim Rösten langsam drehen, damit der Marshmellow gleichmässig erwärmt wird. Wenn er an allen Seiten leicht braun ist (nach so ca. 3-4 Minuten) die zwei Butterkekse nehmen und den Marshmellow darin zerquetschen und dabei das Stäbchen rausziehen. Die Schokolade sollte dabei natürlich auch zwischen den Keksen sein. Sofort verzehren! Aber vorsicht, an heissem Marshmellow kann man sich deftig die Zunge verbrennen. Smores heissen diese Genies des Nachtischs…stammt wohl davon, dass man nach einem immer „s’mooore“ möchte. Doch Obacht – das Zuckerhoch nach 2-3 S’mores ist nicht zu verachten! Weiterlesen

Kleiner Stock.

So…bevor ich noch weiter über das Stöckchen stolper, welches mir die liebe thesmellofgreen zugeworfen hat folge ich doch lieber mal ihren Anweisungen…Sie hat zehn Fragen gestellt, die ich mal so gut wie möglich beantworten werde.

1) Welcher ist dein Lieblingsfleck auf der Welt und warum?

Uff…da gibt es sehr viele…das Haus meiner Gasteltern in Augusta, ein Starbucks am Broadway in Manhatten, auf dem Gipfel der Plose mit einem Radler die schneebepuderten Gipfel rings umher angucken, den Weihnachtsmarkt in Maastricht…aber am aller, allerliebsten stehe ich in Westkapelle am Strand. Es muss noch nicht mal tolles Wetter sein, hauptsache es gibt salzigen Wind und sandige Zehen. Hier habe ich als Kind viele wunderbare Sommer verbracht und viele meiner tollsten Kindheitserinnerungen gesammelt. Für uns Freizeit-Kinder ist Westkapelle eine Art Mekka geworden, wir fahren irgendwie alle immer mal wieder dort hin…und die Perle war auch schon da, einmal im Bauch und einmal mit dem Papa, besagte Freizeit besuchen (die fahren nämlich immer noch jedes Jahr dorthin). Weiterlesen

Rumkugeln

..habe ich nicht gegessen in jener Zeit, dafür aber ganz viele andere seltsame Dinge gemacht und gegessen. „Jede Schwangerschaft ist anders“, sagt man; Also, hier eine Liste von seltsamen Dingen aus der Zeit in der ich „rumkugelte“, weil die Perle noch in meinem Bauch wohnte:

1. Madame Perle hatte im dritten Trimester an den meisten Tagen gegen 7 Uhr morgens Schluckauf. Regelmässig genug um ein Trend zu werden, unregelmässig genug als dass ich mir den Wecker hätte sparen können. Weiterlesen