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Psychische Krankheit

Crazy Mom – Psychische Krankheit und Schwangerschaft

(Hintergründe und Vorgeschichte zu diesem Artikel könnt ihr auf diesem Blog unter der Rubrik „Psychische Krankheit“ nachlesen).

Eine Schwangerschaft ist ja immer ein sehr aufwühlendes Erlebnis. Während es natürlich vor allem körperlich eine große Herausforderung ist, so ist es auch für die Psyche eine große Sache. Hormone, Unsicherheiten, Ängste…all das kann einen schon mal überfordern. Da ist es wichtig und gut, wenn man psychisch stabil ist um mit diesen Veränderungen gut umgehen zu können. Leider kann das aber nicht jeder von sich behaupten, viele Menschen sind diesbezüglich vorbelastet und leben mit einer (frischen oder „alten“, aktiven oder passiven) psychopathologischen Diagnose. Wie ich meine Schwangerschaft im Angesicht meiner Krankheit erlebte, das möchte ich euch heute erzählen. Weiterlesen

Ich will euer Leben nicht – Ein offener Brief über Eifersucht

So, nun mal Tacheles.

Mir ist nun schon zum zweiten Mal in einem Streitgespräch (hier im RL) vorgeworfen worden, dass ich ja „bloß eifersüchtig“ sei. Auf meine Nachfrage, auf was genau ich wohl eifersüchtig sein sollte, gab es keine Antwort, aber beides Mal kam es von der „Heirat-Haus-Kind“-Fraktion und zwar von der Sorte, die diesen Lebensentwurf als DAS Nonplusultra ansehen. Ihr wisst schon, solche, die einen mit mitleidigen Blicken bedecken und aufmunternd sagen „ach, gib nicht auf, du findest auch noch einen.“ Solche, die in ihrem Haus sitzen und den Kauf von eben diesem als DAS Zeichen ansehen, dass man im Leben nun alles erreicht hätte. Und genau für diese Gruppe Menschen, die glauben ich müsste ja mit meinem eigenen Lebensentwurf todunglücklich sein, für die ist dieser Text. Weiterlesen

Meine Krankheit ist keine Emotion – Depressionen für Anfänger #notjustsad

„Ich habe eigentlich immer nur einen Wunsch. Zuhören. Hört euch gegenseitig zu. Achtet wieder mehr auf das gesamte Gespräch und die Aussagen zwischen den Zeilen, nehmt euch Zeit füreinander, respektiert euch und unterstützt euch. Keiner kommt weiter, wenn er jemand anderen im Unverständnis zurücklässt oder mit Vorwürfen überhäuft. Diktiert keine Wege vor, sondern nehmt an die Hand und begleitet. Redet miteinander und übereinander. Nur so kann viel mehr Offenheit entstehen und Ängste klein gehalten werden.“ Weiterlesen

Depressionen – Was mir hilft…und was nicht #notjustsad

Was das Sterben betrifft ist 2016 ein ziemliches Arschloch-Jahr. Oder es kommt einem nur so vor, ich weiß es nicht. Jedenfalls scheinen die Menschen gerade links und rechts zu sterben. Davon bleibt auch die Blogger-Szene leider nicht verschont. Vor ein paar Wochen verlor schon Chris von Linsensicht seinen Kampf gegen den Krebs, ein paar Wochen später verloren wir unseren geschätzten Blogger-Kollegen Johannes Korten (Sein Blog leider offline aber hier ist einer seiner Vorträge, der recht gut widerspiegelt was für ein Mensch er wohl war) an die schreckliche Krankheit Depression. Da wir nunmal Blogger, und somit ziemliche Wortmenschen sind, drückten ein paar von uns ihre Trauer und Verzweiflung in Artikeln aus. Eine von ihnen war Bea von Tollabox. In ihrem Artikel frug sie nach Menschen, die eine Depression überstanden haben und wollte wissen, was ihnen dabei geholfen hat. Erst begann ich meine Antwort in einer privaten Nachricht an sie zu verfassen, doch dann dachte ich, dass das, was ich zu sagen habe, vielleicht für mehr Menschen interessant wäre. Daher hier meine öffentliche Antwort auf deine Frage, liebe Bea. Weiterlesen

Der Weihnachts-Blues – Ein Selbsthilfe-Guide

In der Weihnachtszeit ist ja nicht immer alles voller Glitzer und Glamour. Da kommt man schonmal ins Grübeln. Besonders wenn es so grau und dunkel ist und alle, vom Glühwein beflügelt, „Oh du fröhliche“ gröhlen. Da kann man auch schonmal ohne diagnostizierte Depressionen etwas down sein. Doch wie umgeht man eine richtig schlechte Verstimmung wenn man die negativen Gedanken herauf kriechen spürt? Gibt es da ein Geheimrezept? Also ich habe mir da eins angewöhnt.

Wenn ich morgens aufstehe und mir ist kalt, die Perle ist auf Krawall gebürstet, draußen ist alles grau und nass-kalt, dann versuche ich mich darauf zu besinnen, warum ich jetzt, gerade in diesem Moment, glücklich sein sollte. Das klappt meistens ganz gut. Nicht immer natürlich. Manchmal fühle ich mich dann sogar schlechter, weil ich mich eben TROTZ all dieser Dinge mies fühle. Dann kommt da noch hinzu, dass ich mich undankbar fühle und das ist dann wirklich kontraproduktiv. Aber meistens gehe ich aus dieser Übung zur Selbsthilfe bestärkt und positiv eingestellt wieder heraus. Weiterlesen

Graues Wetter – Graue Gedanken

Grau, grauer, am grausten. Nach dem wunderschönen Sonnentag gestern blicke ich heute morgen nur auf eine fies-graue Suppe da draußen. Auf dem Weg zum Kindergarten wurde es mir dann auch noch empfindlich kalt als da so der Nieselregen auf mich fiel. Wirklich nicht schön. Und ich würde schwindeln wenn ich sagen würde, dass mir diese Wetterlage nicht auch auf’s Gemüt schlagen würde (ich bin ja eh so wetterfühlig). Zum einen werde ich an solchen Tagen nur sehr schwer richtig wach. Zum anderen werde ich dann auch richtig schön melancholisch und wünsche mir insgeheim, dass da mal jemand kommt und mich einfach nur in den Arm nimmt. An solchen Tagen fällt es mir auch irgendwie schwer, die Perle in den Kindergarten zu bringen…was soll ich sagen, bei dem Grau in Grau da draußen brauche ich irgendwie mein Sonnenscheinchen bei mir. Weiterlesen

Im Blätterregen – Mein Leben mit einer Schizoaffektiven Störung


Es ist nicht einfach mit einer psychischen Krankheit zu leben. Neben den Belastungen, die die Krankheit selbst mit sich bringt ist da vor allem das Unverständnis der Mitmenschen, was es mitunter sehr schwer machen kann. Leider ist es noch immer ein weit verbreiteter Gedanke, dass psychische Krankheiten keine echten Krankheiten sind, sondern ein vermeidbarer Zustand. Und wenn man sich nur genug Mühe gegeben, oder mehr Resistenz gehabt hätte, wäre es gar nicht passiert. Vor ein paar Wochen stolperte ich über einen tollen Comic Essay, der ganz gut den Zwiespalt beschreibt zwischen „gesund sein wollen“ und „sich helfen lassen“. Dieser Essay hat mir auch gezeigt, dass ich mich keinesfalls dafür schämen muss, dass es mir durch Psychopharmaka wieder so gut geht. Denn es ist ganz simpel eine Krankheit, deren Symptome sich auf meine psychische Gesundheit beschränken. Nicht mehr und nicht weniger. Aber mal ganz von vorne: Weiterlesen