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Mama-sein

20 Dinge, die ich meiner Tochter beibringen möchte

Heute hat mir die Perlenpatentante einen Link geschickt, der zu einem Blogeintrag von thoughtcatalogue führt. Hier listete die Autorin 101 Dinge auf, die sie ihrer Tochter bei- und nahebringen möchte. Ein paar find ich ganz nett, aber generell sehr auf girly gemacht. Deshalb dachte ich, ich mach mal meine eigene Liste. Hier sind die 20 Dinge, die ich der Perle mit auf den Weg geben möchte:

  1. Lernen ist cool. Es gibt so viel zu lernen, die ganze Welt ist voller Rätsel und Wunder und interessanter Dinge und Phänomene. Finde dein Interesse, dein großes Wundern, dein großes Fragezeichen…und löse es. Das Gefühl wenn man etwas neues lernt ist sehr erfüllend und toll.
  2. Es gibt noch ganz viele anderer Welten da draußen, und die findest du in Büchern. Lies soviel du kannst. In Büchern findest du Inspiration, Wissen, Träume, Ermutigung. Bücher sind cool, ich hoffe, dass du sie so sehr zu schätzen lernst wie sie es verdienen. (Und für später ein kleines Zitat: „We need make books cool again. So if you go home with someone and they don’t have books – don’t fuck them).
  3. Klar kannst du dich schminken. Es gibt ganz wunderbare Produkte da draußen und es ist gut und schön, wenn man auf sich selbst acht gibt. Aber bitte mach es geschmackvoll, weniger ist oft mehr (und denk an den Hals, damit du keine Maske aufhast!!). Und verlass dich nicht auf dein hübsches Gesicht, nichts ist langweiliger als eine hübsche Hülle um einen öden Menschen.
  4. Sei der Klügere. Steh über den Dingen. Es gibt sowas wie eine Gerechtigkeit im Universum und wer öfter mal nachgibt kommt letztendlich weiter als die, die ständig mit dem Kopf durch die Wand wollen.
  5. Du kannst alles sein was du willst. Es ist deine Entscheidung. Wenn du Abitur machen und studieren willst, klar! Wenn du eine Lehre machen und Tischler werden willst, tu es. Wenn du eine Mama von 5 Kindern werden und bei ihnen zu Hause bleiben magst, nur zu. Es ist deine Entscheidung, dein Weg, dein Traum. Aber egal was du tust: Gib 100%. Das macht glücklich.
  6. Verschiebe nicht zuviel. Du weißt nicht wie lang etwas aktuell ist, wie schnell sich die Dinge ändern können. Damit meine ich nicht Carpe Diem, denn das ist zu unrealistisch. Aber warte nicht zu lange um es dir etwas zu gönnen, um etwas auszuprobieren, um dich zu entschuldigen, um jemandem zu sagen dass du ihn oder sie gern hast.
  7. Es ist okay Gefühle zu zeigen. Sag anderen wenn du fröhlich bist, enttäuscht, aufgeregt, traurig, ängstlich. Authentizität schafft Respekt. Aber Jammer nicht immerzu. Das bringt nix.
  8. Reise. Reisen ist interessant und macht interessant. Es gibt so viele tolle Orte, die man sehen kann und sollte. Und wenn du mal nach Südafrika reisen solltest: Nimm deine Mama mit.
  9. Sonnencreme ist ganz, ganz wichtig.
  10. Hör auf dein Bauchgefühl. Der Bauch hat manchmal ein besseres Feingefühl für die Dinge und wie sie sind als der Kopf, das Herz, oder deine Freunde.
  11. Du brauchst keine Wasserstoff-blonden Haare. Vertrau mir!
  12. Spare für Dinge und kauf sie dir dann. Schulden sind blöd und rauben einem den Schlaf. Außerdem machen Dinge mehr Spaß, wenn man dafür gearbeitet hat und darauf gewartet hat.
  13. Finde eine Sportart, die dir gefällt, oder ein Instrument. Und dann bleib dabei. Glaub mir, wenn du 25 bist, dann wünschst du dir, dass du dran geblieben wärst, egal was es ist. Hobbies sind toller Kopfurlaub und machen noch mehr Spaß, wenn man gut ist.
  14. Du bist die Macherin deines Glücks. Verlass dich nicht darauf, dass irgendwer irgendwas für dich tut. Wenn es so ist, dann ist das nett und schön und dann sollte man es zulassen können, aber lass das maximal dein Plan B sein.
  15. Selbst ist die Frau. Und sie hat eine Bohrmaschine, einen Bausparvertrag, und Kondome in der Handtasche.
  16. Lerne gut, sicher, und vor allem selber, einzuparken!
  17. Argumentiere sicher. „Das ist eben so“ oder „darum“ ist kein Argument (übrigens auch nicht von Eltern).
  18. Sei ein bisschen verrückt, fordere Grenzen heraus, entdecke Neuland. Aber werde dabei nicht Respektlos. Respektiere die Grenzen anderer!
  19. Du bist einzigartig. Und das ist gut so. Natürlich möchte man dazu gehören und reinpassen, das ist ganz normal. Aber zelebriere deine Individualität. Das wird einfacher und erfüllender mit der Zeit, das verspreche ich dir.
  20. Nur weil es dir gut geht heißt das nicht, dass es anderen genau so gut geht. Sei sensibel, sei dankbar, teile dein Glück.

Das sind natürlich jetzt nur ein paar Dinge, aber es sind die, die mir sehr wichtig sind. Ob und wie ich all die umsetzen kann weiß ich noch nicht…ein paar sind vielleicht auch einfach nur generelles Wunschdenken, etwas was jede Mama ihrer Tochter wünscht. Aber dies sind meine „Prioritäten“ fernab von „wie man gut roten Lippenstift trägt“ und „Glitzer ist okay“. Klar, das sind hohe Erwartungen an ihre „Erziehung“ und meine Weisheit, die ich ihr mitgeben möchte. Aber hey, man soll ja große Erwartungen an sich selbst stellen, nicht wahr? Weiterlesen

Warum eigentlich „Perle“?

Früher war für mich der Kosename „Perle“ immer etwas, womit Goldkettchen- und Adidas Knöpfhosen-tragende Strassenhelden ihren weiblichen Anhang betitelten. Also generell ein eher unvorteilhafter Titel, also warum sollte ich meine Tochter so nennen?

Der Grund ist am besten mit einer kleinen Geschichte erklärt:

Als ich im August 2011 erfuhr, dass ich einen kleinen Menschen im bauch trug, war es an mir meinen Freundinnen und Bekannten davon zu erzählen. Bei manchen verlief das eher chaotisch, bei anderen amüsant. Und bei noch anderen recht emotional. Weiterlesen

Taschensturz

So, nach der tollen Idee von Susanne von Geborgen Wachsen, die über ihren Tascheninhalt schieb habe ich nun auch mal meinen täglichen Begleiter ausgeschüttet und geguckt, was denn da so genau drin ist.

Ich fand ganz schön viel Zeugs, von welchem ich aber gerade mal 3 Sachen aussortiert habe…denn JA, ich brauche das wirklich alles! Also es stimmt wirklich, ich könnte mit meiner Handtasche spontan das Land verlassen, wenn es nötig wäre (und wenn ich nicht beim Einräumen festgestellt hätte, dass mein Portemonnaie auf dem Küchentisch lag). Weiterlesen

„Papa weg…“ – Eltern und räumliche Trennung

Ich habe so im Gefühl, dass dies ein sehr persönlicher Eintrag wird…und eine schlaue Schlussfolgerung gibt es wohl auch nicht.

Vergangenen Sonntag hatten wir unser allererstes schlimmes Abschiedsdrama nach einem Papa-Wochenende. Die Perle hatte mittagsschlaflos im Auto geschlummert und kam somit recht verpennt und nicht gerade gut gelaunt zu Hause an. Wie so oft befahl sie erstmal dem Papa sich doch schleunigst Schuhe und Jacke auszuziehen, wohl damit er nicht einfach wieder gehen konnte. Auch danach wich sie ihm nicht von der Seite und brach immer wieder, scheinbar grundlos, in Tränen aus. Sie meckerte und beschwerte sich nicht, sie weinte einfach und liess so Oma, Papa und mich absolut im Dunkeln über die Gründe der Tränenflut. Sie verneinte Nachfragen, die auf Schmerzen, Durst, oder Hunger prüften und klammerte sich an ihren Papa. Es war herzzerreissend. Nach einer Weile war sie soweit, dass sie mit Oma spielen konnte, aber immer mit prüfendem Blick auf Papa, ob er denn noch da sei. Als es dann wirklich an der Zeit war ins Bett zu gehen und somit der Abschied von Papa und Oma anstand war sie noch recht gefasst, aber als die Beiden dann ausser Sichtweite waren, war es ganz vorbei. Da wurde geweint, geschluchzt, gemotzt und gelitten. Mit zerbrach es das Herz, denn, wie jede Mutter, wollte ich einfach nur helfen…doch es war nunmal nichts, was ich für sie hätte lösen können. Dem Papa ging das auch sehr an die Nieren und ich glaub er fühlte sich da ähnlich hilflos. Weiterlesen

Wie Perlen geboren werden

Für ein Schwangerschafts- und Babyforum habe ich vor einer Weile mal einen Geburtsbericht verfasst. Disclaimer: Ich bin nicht wirklich zimperlich im Beschreiben und natürlich ist dies ein Account meiner Empfindungen eines sehr emotionalen Erlebnisses…daher kann es sein, dass nicht alles 1:1 stimmt und dass ich ein paar Dinge durcheinander werfe. Aber so sieht die Perlengeburt in meinen Erinnerungen aus…ein wenig chaotisch, viel ungeplant und ganz sicher nicht serienmässig (aber kann eine Geburt das überhaupt sein?). Weiterlesen

Vokabular II

Es ist wieder Zeit für ein wenig Perlen-Vokabular!

Die kleine Maus spricht nun wie ein Wasserfall. Zwar noch nicht immer und für alle verständlich, aber es wird. 2-3 Wort Sätze sind kein Problem mehr, aber manchmal sind ein-Wort-Befehle eben angebracht. Und sie hat auch schön viele niederländische Wörter in petto.

Huuuui – alles was schnell ist. Während der Olympiade waren es die Rodler und Bob-Fahrer: „Mama, da! Huuuiii gucke!“

Krack – Krach, alles was laut ist oder laut sein könnte oder mal laut war (Staubsauger, Handrührer-Gerät, der Wind draussen „Wind krack“). Weiterlesen

Das Wochenbett in der Perlenwelt

Jana vom Hebammenblog hat eine ganz besondere Blogparade ins Leben gerufen, und zwar zum Thema “Wochenbett-Tips aus erster Hand – von Mutter zu Mutter”. Und da ich noch oft an diese Rollercoaster-Zeit denke, sie aber hier noch hier noch nie thematisiert habe, dachte ich es wäre eine schöne Gelegenheit diese Chance nun zu ergreifen. Wie zwei Fliegen mit einer Klappe und so…Einige Dinge sind damals nicht so glatt gelaufen, besonders mit dem Perlenpapa und seinem damaligen Anhang. Aber da ich hier eine Wochenbett-Bericht schreiben möchte, werde ich mich zurückhalten, was die negativen Dinge betrifft. Es ist jedoch kein gewöhnlicher Wochenbett-Bericht, aber vielleicht eine Chance für andere Bald-Mütter, die eventuell von meinen Fehlern lernen können. Weiterlesen

Mein Herzkuscheltier

Vor ein paar Tagen (oder schon Wochen) habe ich einen ganz tollen Blogeintrag gelesen, in dem die Supermom ihr Kuscheltier Knut vorstellte. Da musste ich direkt an meinen loyalsten kleinen Freund denken: Puh, der abgeliebte kleine Eisbär, mein stetiger Begleiter seit ihn mir meine Tante mit gerade mal 4 Monaten schenkte.

Puh (oder in meiner Mädchenphase gern „Püchen“ genannt) ist ein weitgereister kleiner Kerl. Bis ich 25 war kam er überall mit hin. Und nein, ich habe mich nicht für den, mit der Zeit recht ramponierten, kleinen Kerl in meinem Bett geschämt, nie. Wer da rein wollte kam an Puh und seinen kritischen pechschwarzen Augen nicht vorbei. Und wer ihm seinen Platz streitig machen wollte bekam sofort zu wissen an welcher Stelle er bei mir stand…nämlich hinter Puh. Weiterlesen

Gegen das Vergessen.

Zum 10. Geburtstag von Facebook schenkt uns das soziale Netzwerk eine Zusammenfassung von unserer Zeit auf der Plattform. In 1:02 Minuten werden Bilder und Status-Updates gezeigt, die entweder aus der Anfangszeit stammen oder besonders viele Likes bekommen haben. Meine Timeline ist voll von den Videos meiner Freunde und ihren „Highlights“ der letzten x Jahre, eben wie lang sie schon in diesem Netzwerk sind. Als ich mein Video das erste Mal sah war ich zugegebenermassen ein klein wenig enttäuscht. Da gab es wesentlich tollere und wichtigere Bilder als die, die der Zufallsgenerator ausgesucht hatte… Weiterlesen

Kleine Prinzessinnen – Oh Graus oder Okay?

My confession: I am a huge fan of BlueMilk…she is to the point, sassy, critical, fun, and the articles always add something to my life.

Ihr aktuellster Artikel „Getting your daugther through the princess stage“ hat einen Nerv bei mir getroffen. Hier interviewt sie die Autorin Rebecca Hains über kleine Mädchen und den umstrittenen Prinzessinnen-Wahn. Und ich muss sagen, mir GRAUT es vor der Pink-Tüll-Glitzer-Zeit. Und ich glaube, dass man heutzutage gar nicht mehr drum rum kommt, irgendwann kommen die kleinen aus der Kita und dann MUSS es ein Kleid sein, pink sein, prinzessinnenhaft sein. Als wir letztens im H&M waren hingen dort auch schon die Prinzessinnen-Kleider mit übertrieben grellem Pink, Glitzersteinen und meterweise Tüll…ich bin so froh, dass sich die Perle noch nicht darum kümmert und den Tigger Schlafanzug daneben noch viel aufregender findet. Aber wieso eigentlich? Wieso find ich das so ätzend? Weiterlesen