Camping mit Baby – Tipps und Must-Haves

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Wenn ich anderen im Vorfeld von unserem letzten Urlaub erzählte und erwähnte, dass ich mit den Kids campen gehen wollte, erntete ich nicht selten ungläubige Blicke. „Campen? Mit dem Baby?!?“. Ja, mit der kleinen damals noch 5 Monate alten Miniperle. Und? Es war super. Natürlich gibt es beim Camping mit Baby einige Dinge zu bedenken. Und ja, auch ich habe im Vorfeld ein paar Dinge nicht bedacht und musste vor Ort improvisieren und/oder für’s nächste Mal dazu lernen. Aber…das ist nunmal Camping und man wird von Mal zu Mal erfahrener und „besser“. Naja, jedenfalls besser vorbereitet. Damit ihr euch optimal auf’s Camping mit Baby vorbereiten könnt, habe ich euch mal ein paar meiner erprobten Tipps und Tricks aufgeschrieben.

  1. Urlaubsziel

Bei der Suche nach einem geeigneten Urlaubsziel um mit einem Baby zu Campen, sollte man wohl auf moderates Klima setzen. Es sollte natürlich nicht zu kalt sein (was zwar möglich ist, aber mehr Vorbereitung und vor allem Gepäck bedarf) aber auch nicht zu heiß. Beim Camping ist man den Temperaturen oder generell dem Wetter gewissermaßen ausgesetzt und in einem Wohnwagen oder Zelt kann es ziemlich heiß werden. Auch sollte man wohl auf ein Ziel achten, wo man nicht unbedingt zwei Wochen lang bei Regen im Zelt sitzt. Aber das ist ja generell beim Camping so eine Sache. Wir haben uns für den Camping-Urlaub mit Baby die französische Atlantikküste im Juli ausgesucht. Hier ist das Klima wirklich moderat, wir hatten meistens tagsüber so um die 25 Grad, nachts so um die 20 Grad. Das war einfach perfekt.

2. Zelt oder Wohnwagen/Wohnmobil/Camper?

Klar, im Camper/Wohnwagen/Wohnmobil schläft es sich geschützter, es ist alles etwas stabiler und vielleicht auch sauberer. Grundsätzlich würde ich vor allem unerfahrenen Campern, die einen Campingurlaub mit Baby wagen wollen, zu einer dieser Optionen raten. Wir haben es aber mit einem Zelt versucht (wir haben das große Queshua Arpenaz 5.2, ein großes 2 Kabinen-Zelt mit viel Stauraum und großem Vorzelt) und das war auch super. Dieses Zelt hat schon Stürme auf Rügen überlebt und fasst eigentlich allen Krempel, den man mit Baby so braucht. Und ja, Stauraum IST ein großes Thema beim Camping mit Baby.

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3. Baby-Hygiene

Generell ist zu sagen: Camping ist etwas dreckig. Also sollte man sich gleich zum Beginn, oder besser schon im Vorfeld, von dem Gedanken verabschieden, dass das Baby immer sauber und frisch sein wird. Aber „dreckig“ muss nicht unbedingt „unhygienisch“ bedeuten. Zwei große und wichtige Punkte sind hier einmal der von mir schon erwähnte limitierte Stauraum und zum anderen der Fakt, dass Zelte und Camper selten bis nie mit einer Waschmaschine ausgestattet sind. Daher haben wir auf Einmal-Wickelunterlagen und Feuchttücher von Lillydoo gesetzt. Und damit meine ich nicht nur zum Wickeln. Die weichen Lillydoo Wickelunterlagen eignen sich hervorragend als Decke auf dreckigem Untergrund, als Unterlage wenn das Baby im Kinderwagen isst (wir haben den Hochstuhl wegen Platzmangel zu Hause gelassen), beim Nacktstrampeln im Selbigen oder auf einer Decke, als Unterlage am Strand, als Sichtschutz beim Stillen, und und und. Die Wickelunterlagen kamen bei uns wirklich in allen möglichen und unmöglichen Situationen zum Einsatz und haben sich mehr als bewährt.

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Auch Feuchttücher (ebenfalls von Lillydoo) sind praktische Begleiter beim Camping mit Baby, und zwar nicht nur für kleine Unreinheiten auf Grund des kleinsten Reisegruppen-Mitglieds. Auch ich brachte bei jedem Gang zum Klohäuschen eine Packung Feuchttücher mit und dank der praktischen Dinger konnte die Perle sich auch ganz normal auf die Toiletten setzen. Nie wieder Camping ohne Wickelunterlagen und Feuchttücher. Und wenn man sich für die von Lillydoo entscheidet, dann kann man dies auch noch mit einem guten Gewissen vereinbaren. Die Wickelunterlagen sind superweich, jedoch ohne Parfüme, Lotionen, Parabene, Chlor usw. Das wird uns von Lillydoo versprochen und von unabhängigen Instituten zertifiziert. Naja, und außerdem sind sie mit ihrem Pusteblumen-Design echt schick.

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Bezüglich des Waschens/Badens haben wir vor Jahren die Vorzüge einer großen Waschwanne* zu schätzen gelernt. Darin kann man super Zeug transportieren, vor Ort dann aber als Badewanne nutzen. Einfach Wasser rein und das Kind kann drin plantschen. Schon auf unserem Roadtrip an der Ostseeküste hat sich dies bewährt, besonders an Stationen ohne fließendes Wasser. Da haben wir einfach ein wenig Wasser aus unserem Kanister in die Wanne gefüllt und dann die Perle darin gewaschen. Auch dieses Mal haben wieder beide Kinder in der Wanne gebadet (die Perle hat natürlich auch mit mir geduscht). Für das Baby haben wir mit Hilfe des Wasserkochers das Wasser auch noch etwas erwärmt. Das kann ich wirklich sehr empfehlen!

4. Ablageorte

Die wohl beste Anschaffung als die Perle noch ein Baby war, war die große gepolsterte Picknickdecke* (ohne Isolierung, da schwitzt man so schnell), die an der Unterseite mit einer Plastikschicht versiegelt ist. Die Decke ist aus Baumwolle und sehr weich und hat uns seither auf jedem Camping-Trip begleitet. Und auch diesmal war sie quasi im Dauereinsatz. Entweder stand der Spielbogen* darauf oder die Miniperle kugelte von einer Ecke zur anderen um zu gucken, wie Dreck schmeckt. Oder wir haben sie darauf gewickelt, oder lagen mit ihr darauf und haben mit ihr gespielt. Auch am Strand war sie uns ein treuer Begleiter. Oder als weiche Unterlage im Bollerwagen…

5. Transport

Transport ist ja immer so eine Sache bei Babies. Generell sitzt die Miniperle ja am liebsten in der Trage. Aber an warmen Tagen oder auf dem Weg zum Strand kann das schonmal zu heiß für alle Beteiligten werden. Den Kinderwagen hatten wir aus Platzgründen gänzlich zu Hause gelassen und für kurze Strecken lediglich das Fahrgestell von der Babyschale dabei. Aber auch da hat sich ein ganz wichtiges Camping-Utensil bewährt: Der faltbare Bollerwagen mit Sonnendach*. Hier passt alles rein, was man für den Strandbesuch mit Kindern so braucht…und das Baby. Es kann sich strecken, ist durch den Baldachin gut vor der Sonne geschützt, kann alles sehen und liegt dank der schon erwähnten Picknickdecke schön weich gepolstert. Wirklich, so ein Bollerwagen ist beim Campingurlaub Gold wert!

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6. Baby am Strand

Beim Camping und besonders am Strand ist man ja ziemlich lange und intensiv der Sonne ausgesetzt. Da ist es wichtig für genügend Schatten zu sorgen. Hier hat sich eine Strandmuschel* bewährt, die schützt einen neben der Sonne auch vor Wind und man kann darin super Mittagsschlaf halten, wenn man vom Sand-essen und in-den-Wellen-plantschen ausgepowert ist. Auf dem Campingplatz kann man mittels eines Sonnensegels* für genug Schatten sorgen und wir hatten außerdem noch ein großes UV-Tuch* dabei, das man auch mal über den Spielbogen oder den Kinderwagen legen kann um die empfindliche Babyhaut vor den gefährlichen UV-Strahlen zu schützen.

7. Babynahrung beim Camping

Besonders wenn das Baby schon mit Beikost begonnen hat kann das Babyessen beim Camping schonmal eine Herausforderung sein. Das schon angesprochene Platzproblem erlaubt es kaum Pürierstab, Mixer, Dünster usw. mitzuschleppen. Die Miniperle hat also einfach bei uns mitgegessen. Hier ist es wichtig darauf zu achten, dass das Baby nicht zu viele neue Dinge auf einmal isst, da man nie genau weiß, wie gut es die manchmal doch etwas exotischen Nahrungsmittel verträgt. Hier gab es Kartoffeln/Reis/Nudeln, gekochtes/gebratenes Gemüse, viel Obst und Brot/Crepe/Reiswaffeln. Das hat ganz gut geklappt. Das Wasser haben wir abgekocht und generell hat sie einfach sehr viel gestillt um genug Flüssigkeit zu bekommen…und Muttermilch ist einfach immer da, muss nicht transportiert oder erwärmt werden und hygienisch ist es auch noch.

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8. Schlafsack und Wäsche

Im Zelt war es nachts nicht mehr ganz so warm, also hat das Baby ganz normal in ihren Sommerschlafsäcken* geschlafen. Darunter hatte sie einen Langarmbody und wenn die Temperaturen ganz weit herunter gingen habe ich ihr noch eine leichte lange Stoffhose angezogen. Das hat ganz gut funktioniert. Am Strand hatte sie entweder einen Baby-UV-Anzug an, oder einen Langarmbody und eine leichte lange Hose. So war ihre Haut gut geschützt und ihr wurde im Wind nicht kalt. Natürlich muss man hier einiges an Wechselklamotten mitnehmen, da sich die Kleinen am Strand oft und gerne richtig schön einsauen. Aber das gehört dazu und ich wollte einfach nicht immer aufpassen, dass sie sich auch ja nicht dreckig macht. Wenn es auf dem Campingplatz generell richtig warm war, dann hat das Baby im Schatten am liebsten nur in Windeln oder im Body herumgestrampelt und schien so echt glücklich zu sein.

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Das waren nun unsere ganz persönlichen Tipps für das Camping mit Baby. Manch ein anderer hat vielleicht andere Lösungen für das Camping mit Baby, aber da muss wohl jeder für sich herausfinden, was für ihn funktioniert. Ich hoffe, ich konnte dennoch ein paar praktische Tipps geben um bei der Vorbereitung für das erste Campingabenteuer mit Baby zu helfen.

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