Unser Urlaub im Familotel Sonnenpark – „Urlaub auf Familisch“

Als Eltern Urlaub machen ist ja etwas ganz Anderes als damals, als man…nunja…noch keine Kinder hatte. Nun geht es nicht mehr vorrangig um’s gute Essen, die tollen Landschaften, die gemütlichen Betten oder was auch immer. Eine große Priorität für einen gelungenen Urlaub ist es nunmal, dass die Kids gut gelaunt und glücklich sind. Und dann haben auch die Eltern eine Chance auf Erholung vom Alltag. Denn seien wir mal ehrlich, sonst ist es doch meistens der normale Alltag, nur eben woanders und ohne Arbeit/Schule/Kita. Doch genau so eine Auszeit vom Alltag durften wir kürzlich erleben, als wir ein langes Wochenende im Familotel Sonnenpark in Willingen (Hochsauerlandkreis) verbrachten. Warum das so gut geklappt hat und ich so erholt war wie schon sehr lange nicht mehr, das erzähle ich euch heute, natürlich mit ganz vielen tollen Bildern (ein paar konntet ihr ja schon in unserem Wochenende in Bildern bestaunen).

Location

Das Sauerland ist eine wunderschöne Gegend, doch leider genießt das Örtchen Willingen einen eher unvorteilhaften Ruf für Famlienurlaube, so ist er doch quasi Wallfahrtsort für Kegelclübchen und Sportvereine, deren Mitglieder gerne oben auf Siggi’s Hütte unter Ihresgleichen richtig schön eskalieren. Wer um diesen Ruf weiß und Willingen daher als Familienurlaubsort ausschließt, dem sei gesagt: Im Familotel Sonnenpark bekommt man davon gar nichts mit. Wirklich nicht. Hier genießt man lediglich die Idylle des Bergpanoramas oder meldet sich für die verschiedenen Tagesausflugs-Angebote an, die geflissentlich den torkelnden Horden ausweichen.

Das Hotel

Das Familotel Sonnenpark liegt, oh Wunder, am Sonnenweg unweit des Ortskerns, jedoch etwas abseits an den Hang geschmiegt und über die Dächer Willingens blickend. Das Hotel besteht aus vier einzelnen Häusern, die alle unterirdisch miteinander verbunden sind. In jedem Haus befinden sich die Zimmer und Apartments und die großen Highlights wie Schwimmbad und Wellness-Bereich wurden entweder in den Keller oder auf die Häuser drauf gebaut. Alle Wege und Bereiche sind sehr gut ausgeschildert und wenn ich mich erst am Abreisetag so richtig ohne ihrer Hilfe orientieren konnte, so habe ich mich doch nie verlaufen. Naja, ok. Einmal fast. Die Wege sind relativ weit, aber das liegt auch daran, dass das Angebot so riesig ist. Und es bedeutet auch, dass nicht alle Gäste geknubbelt sind und es sich zu keiner Zeit unseres Aufenthalts „voll“ anfühlte.

Unser Apartment war ein großzügiger Wohn-Schlaf-Raum mit kleiner Küchenzeile, einem großen Bad und einem separaten Kinderzimmer. Die Einrichtung war rustikal-schick mit einem silbernen Hirschkopf auf einer Lila-Wand. Im Vorfeld hatte ich schon zwei Rausfall-Gitter, ein Babybett (ich Optimist) und einen Hochstuhl bestellen können, welche bei unserer Ankunft schon auf unserem Zimmer waren. Die Apartments im Hotel haben ganz unterschiedliche Größen. Es gibt alles, vom „normalen“ Doppelzimmer mit Bad bis hin zur 130 Quadratmeter-Wohnung inklusive „Aupair Zimmer“. Viele Familien reisen auch mit Oma und Opa an, die entweder ein einzelnes Doppelzimmer dazu buchen können, oder direkt mit im Apartment untergebracht werden können.

Abseits der Zimmer gehören zum Hotel aber noch viele andere Bereiche: Der Pool (innen und außen, beheizt), der Wellness Bereich (einer für Familien und einer für Erwachsene only), das Restaurant, der Happy Club, das Spiel-Haus, die Lounge, der Baby-Club, die Reithalle und noch viel mehr. Und alle Bereiche sind sehr sauber, top gepflegt und mit sehr viel Liebe zum Detail ausgestattet. Selbst auf den Wegen von A nach B gibt es so viel zu sehen, so dass ich manchmal Mühe hatte, die Perle überhaupt irgendwo hin zu kriegen.

Das Erlebnis Familotel

Im Familotel Sonnenpark gibt es etwa 50 Stunden Kinderbetreuung in der Woche, ein großer Teil davon sogar schon ab 3 Monate. Nun kann man natürlich argumentieren, dass ein Familienurlaub gefälligst komplett zusammen verbracht gehört. Und ja, ich bin auch nicht die Person, die die Kids jetzt das Maximum der Zeit weggibt und einen auf Singleurlaub macht. Aber ich muss sagen, besonders als Alleinreisende, war das eine tolle Gelegenheit zum Durchschnaufen. Und letztendlich war es so, dass ich nach einer Stunde Wellness meine Kinder abholen wollte und prompt wieder weggeschickt wurde, weil das Baby grad eingeschlafen war und die Perle mir klar machte, dass es im Happy Club grad viel zu cool war, als dass sie jetzt mit mir rumhängen wollte. Nun denn, wenn das kein Qualitätssiegel für die Betreuung ist, dann weiß ich auch nicht. Aber generell lässt sich sagen, dass die Kids hier nicht „nur“ verwahrt werden. Sie werden durch ein buntes und sehr clever durchdachtes Programm begleitet, bei dem wirklich für jeden etwas dabei ist. Ich war wirklich schwer begeistert und mir wurde auf Nachfrage auch bestätigt, dass dieses Programm gemeinsam mit Erlebnispädagogen extra für das Familotel entworfen wird. In den Ferien gibt es ein buntes Programm für jede Altersklasse, abseits der Ferien für die Kleinen durchgehend und für die Schulkinder an den Wochenenden.

Was ich mitunter am Tollsten fand war, dass sich hier „Schick“ und „Familientauglich“ nicht ausschließen. Es ist nunmal so, dass Angebote für Familien mit Kindern oft eher praktikabel sind…und demnach auch so ausgestattet sind. Leicht zu reinigende Oberflächen, unkaputtbare Materialen, aber wenig Gemütlichkeit. Das ist im Familotel Sonnenpark gänzlich anders. Als ich da so in der Lounge am freistehenden (aber gesicherten) Kamin saß und meinen alkoholfreien Hugo trank, die Perle neben mir mit einem der vielen Gesellschaftsspiele spielte und die Miniperle durch eine der vielen Spielecken kroch, da kam ich mir schon sehr schick vor. Auch der Fakt, dass nur Familien mit Kindern anwesend waren minimierte meinen Stress erheblich. Keine Schweißausbrüche, wenn das Baby mal etwas lauter wurde oder mit der Perle mal die Pferde durchgingen. Hier erntet man keine bösen Blicke und versucht hektisch vor lauter Schuldgefühlen die Kinder einfach nur ruhig zu stellen. Es ist einfach normal hier, keinen stören die ganz normalen Kindergeräusche und alle sind freundlich und verständnisvoll. Ich glaube, das war das Beste am ganzen Erlebnis Familotel.

Ein weiterer toller Aspekt ist die Tatsache, dass hier wirklich Menschen mit Herz und Verstand an der Planung und Umsetzung arbeiten. Hier versteht man Familien, Eltern sowie Kinder. Da hängt abends z.B. immer eine Gute-Nacht Geschichte an der Tür, in jedem Kinderzimmer ist ein Babyfon installiert, es gibt eine App auf der man immer den Tagesplan checken kann, am Empfang kann man sich die Toniebox für die Gute-Nacht-Geschichte leihen und im Winter steht auf jedem Zimmer sogar ein Holzschlitten. Hier wird einfach an alles gedacht und ich bin mir sicher, dass ich sogar das ein oder andere noch vergessen habe. Und auch, wenn es mal etwas gibt, was man braucht, das nicht vorhanden ist, dann geben sich alle unglaublich viel Mühe um einem zu helfen.

Kinderparadies

Die Perle spricht noch heute in den höchsten Tönen vom Familotel Sonnenpark. Was sie nicht alles erlebt hat. Die Einzel-Reitstunden, der Streichelzoo, der tolle Fuhrpark, die Kinderdisko, die riesige Wellenrutsche, der Fakt, dass wir nur einmal in den Aufzug steigen mussten und sofort im Schwimmbad waren. Im Happy Club machte sie ihren Schäferführerschein, bastelte und malte mit den Betreuern und fühlte sich augenscheinlich pudelwohl. All das und noch viel mehr haben sie tief beeindruckt. Und sogar die Miniperle war absolut zufrieden im Babyclub, wo man sich wirklich toll um sie kümmerte. Und auch sonst gab es auch für sie viel zu gucken und zu entdecken und sie liebte es im Babybecken zu sitzen und einfach nur zu plantschen bzw. den großen Kindern zuzugucken. Aber eins der Highlights für die Perle war, als wir die Miniperle an einem Vormittag in die Betreuung brachten und nur sie und ich schwimmen gingen. Denn ja, auch dafür ist die Betreuung mal echt praktisch: Für etwas Exklusiv-Zeit, die wir zwei schon lange nicht mehr hatten.

Elternparadies

Nebst des Familien-Wellnessbereichs gibt es auch einen, der den Erwachsenen (ab 14 Jahren) vorbehalten ist. Auch hier ist alles wieder sehr schick. Auf großen Betten oder Liegen kann man vor den bodentiefen Fenstern liegen und das beruhigende Panorama der Berge des Hochsauerlandkreises auf sich wirken lassen. Es gibt eine kleine bar mit allerlei Erfrischungen, private Räume mit großen Badewannen, eine Saunalandschaft, einen großen Raum für Yoga & Co und zwei Physio-Praxen, die allerlei Wellness-Anwendungen anbieten (welche man am Besten aber im Vorfeld schon bucht). Ich gönnte mir hier eine Ganzkörpermassage und eine medizinische Kopf- und Gesichtsmassage, welche wirklich top waren. Abseits der Anwendungen lag ich auf einer der Liegen und tat…nichts. Und genau dieses Nichts war so unglaublich wohltuend, all der Stress und die Anspannungen der letzten Monate schienen von mir abzufallen. Wohl auch, weil ich mir sicher sein konnte, dass die Mädels viel Spaß hatten und ich diesen Moment ganz ohne schlechtes Gewissen genießen konnte.

Verpflegung

Ja…und ein anderer, nicht unwesentlicher Aspekt: Die Verpflegung. Und lasst es euch gesagt sein: Wir haben geschlemmt. Das Essen, welches in drei Mahlzeiten-Buffets angeboten wird, ist bombastisch. So lecker und reichhaltig, eine tolle Auswahl und…ach man, das muss man einfach gesehen bzw. probiert haben. Und ja, natürlich gibt es auch ein Kinderbuffet mit wechselndem Angebot (an einem Tag durften wir uns z.B. unsere eigenen individuellen Pizzen belegen) und sogar ein Brei-Buffet mit ausgewählter Gläschen Kost. Es ist aber auch möglich, sich das Essen vom Buffet pürieren zu lassen. Beides war für uns eher uninteressant, da die Miniperle ja das „normale“ Essen mit isst, aber ich fand es schon echt praktisch. Nachmittags wird zusätzlich noch ein Kuchenbuffet angeboten und es gibt den gesamten Tag über reich gefüllte Obstkörbe und ab 12:00 Uhr eine Eisbar. In der Lounge gibt es zusätzlich noch eine gut ausgestattete Bar und da alles inklusive ist, kann man auch hier zugreifen. Es gibt eine tolle Auswahl an Weinen und mein Herz blutete etwas, weil ich keinen davon probieren konnte. Nun denn, nächstes Mal dann.

Fazit

Auch als eingefleischte Camperherzen haben wir diesen Hotelurlaub durchweg genossen und wissen: Da waren wir sicher nicht das letzte Mal. Es hat einfach alles gestimmt und wir sind mit vielen tollen Eindrücken und Erinnerungen nach Hause gefahren. Es war so viel, dass ich gar nicht alles aufschreiben konnte, was wir gesehen, erlebt und gefühlt haben. Generell kann ich sagen, dass ich im Familotel Sonnenpark vielleicht keinen kompletten 2-wöchigen Urlaub verbringen würde (dafür zieht mich meine Reiselust doch zu sehr auf Campingplätze in die Ferne) aber für eine Woche im Jahr purer Erholung, vielleicht sogar mit Oma und Opa oder einer befreundeten Familie, kann ich mir eine solche Auszeit sehr gut regelmäßig vorstellen. Und psst: Wem das Familotel Willingen zu weit ist, dem lege ich gern noch die anderen Familotels in Deutschland, Österreich und der Schweiz an’s Herz. Hier gilt: Individuelle Angebote der jeweiligen Hotels checken, sie unterscheiden sich teilweise in dem, was sie anbieten. Jedoch das Motto ist überall gleichbleibend: Erholung und Urlaubsgefühl für alle Beteiligten – „Urlaub auf familisch“ eben.

Tipp

Das Familotel Sonnenpark bietet auch regelmäßig besondere Aktionen an, wie zum Beispiel „Alleinreisende mit Kind“ (super für Alleinerziehende). Und gerade für diese Zielgruppe lohnt es sich, da man gerade als Alleinerziehende von der ein oder anderen Verschnaufpause profitieren kann. Es lohnt sich also wirklich, sich die Angebote mal anzusehen. Natürlich ist das Ganze auch nicht gerade billig, das muss man dazu sagen, aber ob es sich vom Preis-Leistungs-Verhältnis lohnt? Von mir gibt es da ein klares „Ja“, aber auch das muss wohl jeder für sich selber entscheiden oder herausfinden.

Ich danke dem Team vom Familotel Sonnenpark für die freundliche Einladung in ihr Hotel, wir kommen bestimmt wieder.

Like it? Pin it!

 

3 thoughts on “Unser Urlaub im Familotel Sonnenpark – „Urlaub auf Familisch“

  1. Wow, toll, das wäre auch was für uns. Auch wenn das Sauerland so ein bisschen am Popo der Welt ist, gibt es tolle Ausflugsmöglichkeiten. Wir waren schon dort, also im Sauerland, doch leider nicht so traumhaft untergebracht, da hätten meine Rüben Freude

  2. Wow, danke für den Tipp. Ich finde auch, dass tolles Interior-Design und Familientauglichkeit sich nicht ausschließen müssen. Da bekomme ich gleich Lust auf Urlaub 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

%d Bloggern gefällt das: