Unser Urlaub in L’Amelie Sur Mer an der Französischen Atlantikküste

So, jetzt komme ich mal dazu unseren Urlaub in L’Amelie Sur Mer an der Französischen Atlantikküste zu verbloggen und vor allem euch ein paar Bilder zu zeigen (wer uns auf Instagram folgt konnte ja während unseres Urlaubs schon ein paar Bilder sehen).

In der Planungsphase des Urlaubs machte ich einen Aufruf auf Twitter und erbat darin Tipps für Urlaube in der Gegend. Auf Grund des attraktiven Klimas (warme Tage, angenehme Nächte, stabile Wetterlage) hatten wir uns schon entschieden uns in diese Richtung zu orientieren und sie da, die liebe Twitterin und Bloggerin EstherUiuiui gab uns den ultimativen Tipp für einen schönen Camping Platz in der Nähe von Soulac Sur Mer, unweit des tollen weiten Strandes von L’Amelie Sur Mer.

Das war also entschieden, wir buchten uns für den geplanten Zeitraum auf jenem Camping Platz ein, besorgten uns einen Reiseführer über die Gegend und ja, ich pinnte ein paar Pins über Reisen in diesen Teil von Frankreich. Was man eben so macht. Wir planten für die Hin- und Rückfahrt jeweils eine Übernachtung ein und packten dementsprechend (wir haben zum Beispiel ein riesiges Zelt, welches wir jedoch für die Wegstrecken-Übernachtungen nicht aufbauen wollten, also nahmen wir noch ein kleines Zelt mit).

An einem (sehr frühen) Samstagmorgen Anfang Juli ging es dann los. Wir schafften es gegen 5 Uhr loszufahren und passierten gegen 6:30 Uhr die Deutsch-Belgische Grenze und dann etwa 3 Stunden später die Belgisch-Französische Grenze. Am späten Mittag passierten wir Paris (natürlich mit reichlich Stau) und waren gegen 17 Uhr bei Blois an der Loire, wo wir einen hübschen Natur-Campingplatz direkt am Fluss fanden, auf dem wir unser Nachtlager aufbauten. Unsere Nachbarn, auch Deutsche, hatten das gleiche Ziel wie wir (jedoch einen anderen Campingplatz) und gaben uns das Gefühl, dass unsere Ad Hoc Wahl doch ganz vernünftig war. Dies sollten wir am nächsten Morgen jedoch anzweifeln, denn genau diese Nachbarn waren in der Nacht ausgeraubt worden. Durch ein aufgeschlitztes Moskitonetz hatten sie das halbe Wohnmobil ausgeräumt und durch den gestohlenen Autoschlüssel auch noch das Auto (welches sie aber stehen ließen). Zwar fanden sie am nächsten Morgen viele Teile des Diebesgut in der nahen Gegend verstreut, aber viel war auch einfach weg. Ein echt blöder Start in den Urlaub und uns eine weitere Erinnerung, dass wir auf gut bewachte und vollends eingezäunte Campingplätze setzen sollten.

Am Sonntagmorgen machten wir uns mit frischen Croissants und Kaffee auf den weiteren Weg und kamen gegen 15 Uhr in Royan an der Fähre nach Verdon an. Die Überfahrt dauerte keine 20 Minuten und von Verdon waren es ebenfalls keine 20 Minuten mehr zu unserem Campingplatz. Dort angekommen bauten wir „schnell“ alles auf und saßen dann müde und kaputt aber glücklich vor unserem Camp und aßen Pizza. Die Kids hatten die Fahrt super gut mitgemacht und dank vielerlei Beschäftigung, leckeren und teils weniger gesunden Snacks sowie vieler Pausen ihre gute Laune nicht verloren. Die Perle schwang sich sogleich auf’s Fahrrad und erkundete den Campingplatz und nahen Spielplatz.

Unser Zeit in L’Amelie war wirklich schön. Der Strand war weitläufig und sauber, das Städtchen Soulac Sur Mer mit seinen bunten Häuschen und der niedlichen Strandpromenade war total schön, die Einkaufsmöglichkeiten gut und einfach zu erreichen und das Wetter nahezu perfekt. Zwar hatten wir den ein oder anderen bedeckten Tag und auch mal Regen, aber meistens war es sonnig und angenehm warm. Die Nächte waren (bis auf zwei) angenehm frisch und man konnte gut schlafen, tagsüber war es warm aber, bis auf ebenfalls zwei Tage, nicht zu heiß. Bezüglich des Klimas ist dies wirklich eine perfekte Gegend für den Sommerurlaub, wenn man wie ich bei Hitze nicht so ganz weiß wohin mit sich selber. Ich würde behaupten, dass dies besonders für kleine Kinder der perfekte Ort ist, um den Sommer zu verbringen.

Da unser Strand am offenen Atlantik lag, war es hier nicht ganz ungefährlich zum schwimmen. Der Strand war zwar sehr gut bewacht (3-4 Lifeguards, die die Schwimmzone die gesamte Zeit im Auge hatten und zum Teil direkt in der Brandung standen und aufpassten) aber ein Restrisiko blieb natürlich. So ging die Perle niemals alleine ins Wasser und auch in Begleitung blieben wir dort, wo zumindest der begleitende Erwachsene nur maximal bis zur Hüfte im Wasser stand. Die Brandung war teilweise sehr stark. Die Perle liebte es jedoch, wenn wir die Schwimmnudel mitnahmen, die ich mit ihr in der Mitte an beiden Enden festhielt und so mit ihr über die anrollenden Wellen sprang. Am liebsten jedoch saßen wir in einer der großen Pfützen, die die Ebbe am Strand hinterließ und die durch die Sonne schön warm waren. Dort matschte auch das Baby fröhlich vor sich hin und wir hatten großen Spaß. Zwischen den durch Befestigung am Strand aufgeschütteten großen Steinen konnte man außerdem toll Krebse jagen und wenn es mal zu warm wurde war es nicht weit zum Kiosk, um Eis für die ganze Truppe zu besorgen.

Es war wirklich ein toller Urlaub. Kleine Wehrmutstropfen waren, dass wir mitten zwischen Dauercampern standen und die meisten der französischen Camper sich kannten und weder mit uns noch die Kids mit der Perle Kontakt haben wollten. Das fand vor allem die Perle schade, da sie so niemanden zum Spielen hatte. Aber sie war auch sehr glücklich damit tagtäglich ihre Runden mit dem Fahrrad zu drehen.

Für die Heimfahrt hatte der Opa noch eine ganz tolle Überraschung für die Perle. Er hatte sich überlegt, dass wir einen Stop in der Nähe von Paris machen könnten und so einen Tag im Disneyland Paris verbringen könnten. Wir buchten also telefonisch unsere Tickets und ließen sie am Parkeingang zur Abholung hinterlegen (wesentlich günstiger als sie direkt vor Ort zu kaufen) und reservierten einen Campingplatz in der Nähe von Paris für zwei Nächte. Und da machten wir wirklich einen echten Glücksgriff. Dort angekommen fand die Perle ziemlich schnell Freunde und war mit ihnen zusammen auf den Rädern unterwegs. Der Tag im Disneyland war auch echt toll, auch wenn ich danach vollends fertig war. Die Geräuschkulisse ist einfach gigantisch und die Menschenmassen irgendwann einfach too much. Aber die Perle war begeistert und das Strahlen in ihren Augen…hachz…einfach ein tolles Erlebnis.

Also ja, der Urlaub in L’Amelie Sur Mer an der Französischen Atlantikküste war toll. Keine Menschenmassen, süße Städtchen, tolle Landschaft, grandiose Natur. Ja, dort waren wir sicher nicht zum letzten Mal. Auch wenn es etwas weiter ist, die Fahrt lohnt sich wirklich. Und wir haben gelernt: Statt zu versuchen alles in einem zu schaffen sollte man sich eine Pause gönnen und dann ist sogar das Hin- und Zurück-fahren ganz entspannt.

Unsere ultimativen Tipps zum Camping mit kleinen Kindern und zum Disneyland Paris kommen dann nochmal separat.

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