Wir kennen sie alle: 10 ungeschriebene Elterngesetze

Nach 5 Jahren, zwei Kids und unzähligen Unterhaltungen mit anderen Eltern kann ich bestätigen: Es gibt sie, die ungeschriebenen Elterngesetze. Und auch wenn wir sie kennen, sie etliche Male erlebt haben und bei ihren Beschreibungen anderer solidarisch nicken…wenn wir sie erleben, dann sind wir immer wieder überrascht über die Verlässlichkeit, mit der diese Situationen auftreten. Und ja…wir nehmen sie mit Liebe, Geduld und Verständnis, was aber nicht bedeutet, dass wir sie nicht auch mit Humor nehmen können…

10 ungeschriebene Elterngesetze

  1. Was Mama/Papa isst, wollen sie auch essen Es ist wirklich der Wahnsinn und manchmal echt nervig: Sobald man etwas auspackt/aus dem Kühl- bzw Küchenschrank holt, dann wollen sie das auch unbedingt. Egal was. Ich muss zugeben, ich habe es schon versucht, zu meinem Vorteil zu nutzen und sie zum gesunden Essen zu kriegen. Aber da endet das Interesse an meinen Snacks auch wieder. Aber wehe, ich habe mal abends auf der Couch Schokolade gegessen… „Mamaaaa? Hast du Schokolade gegessen?!“(vorwurfsvoller Ton) „äh…ich…äh…“. „Ich riech das doch!! Wenn du atmenst!!“. Im Ernst, ich habe keine Ahnung, wann ich das letzte mal etwas komplett und allein gegessen habe.
  2. Was sie hören sollen, hören sie nicht. Was sie nicht hören sollen, hören sie 10 Meilen gegen den Wind „Fangt ihr bitte mal an aufzuräumen?“ „Was??“ „Fangt bitte schonmal an aufzuräumen!“ „Waaahaas??“ „AUFRÄUMEN BITTE!!“ „Waaahaaas?“. Ja, so geht das immer. Aber wehe man versucht ungehört ein Twix zu essen und wägt sich in Sicherheit, denn die Kleinen spielen im Zimmer und Bibi und Tina dröhnt in semi-nerviger Lautstärke durch die Wohnung…beim ersten unvorsichtigen Knistern der Verpackung kommt „Was hast du daaa? Was Süßes?? ICH WILL AUUUUCH!“ (Siehe Punkt 1).
  3. Wenn Mama/Papa auf Toilette muss, dann
    • müssen sie auch
    • haben sie ein lebensbedrohliches Problem, welches Mama/Papa jetzt unbedingt sofort lösen muss Selbsterklärend…aber wirklich, ich bin dazu übergegangen der Perle zu erklären, dass die (nun nicht mehr) singende Barbie mal eben 2 Minuten ohne neue Batterien auskommt und ich auf dem Pott grad eh keine Batterien wechseln kann…UND WILL!
  4. Wenn sie etwas nicht finden, findet Mama es mit einem Griff/Blick, bzw liegt es wahrscheinlich mit Neon-Leuchtpfeilen gekennzeichnet in der Mitte des Raumes Im Ernst…ich habe das Gefühl, dass dieses Phänomen unter „self fulfilling prophecy“ fällt. Sie denken, sie finden es eh nicht, also laufen sie mit den Augen in der Luft hängend ins Zimmer und kreischen einfach mal pro forma „hier ist es niiicht“, als ob das Gesuchte Item irgendwo in der Luft schweben würde.
  5. Wenn sie leise sein sollen, haben sie garantiert Schluckauf/eine Frage oder müssen Nießen/Husten/lachen/heulen Das fällt mir immer wieder auf, wenn ich am Einschlafstillen bin. Dann hat die Perle plötzlich einen filmreifen Melt-Down, einen Lachflash erster Güte oder zig Fragen, die unbedingt jetzt beantwortet werden müssen. Gleiches gilt für den Moment, wenn auf der Autobahn die Verkehrsnachrichten kommen, man in einem Seminar hockt oder, Gott bewahre, am Telefon ist.
  6. Wenn du dir etwas vornimmst werden sie krank Ich glaube, das ist einfach ein Fehler im „Vereinbarkeitssystem“. Die Perle hat es besonders als ganz Kleines geschafft ihren ersten Geburtstag und ihre Taufe krank zu verbringen. Aber generell ist es einfach so, dass wenn die Dinge stressig sind, dann werden sie krank und sorgen dafür, dass man zu Hause an den Stress denkt, den man „draußen“ haben könnte.
  7. Wenn Mama/Papa sich konzentrieren muss, sind sie garantiert am lautesten Man merkt es immer wieder, wenn man Geld (oder sonstwas) zusammenzählt, die Einkaufsliste schreibt, grad einen wichtigen Brief aus dem Briefkasten gefischt hat oder oder oder. Man muss einfach immer wieder anfangen…
  8. Die Kleinen haben kein Limit bezüglich der Anzahl wie oft sie die selbe Frage stellen können. Im Ernst. Die Anzahl der Male, die ich der Perle schon gesagt habe, dass sie nicht alles zig mal wiederholen muss, ist ironisch.
  9. Es gibt auch kein Limit für die Male, die sie am Tag „Mamaaaa“ sagen Und ja, ganz oft ist es auch etwas wichtiges. Klar, nicht immer für uns ersichtlich, aber ich versuche es dennoch zu respektieren. Aber „Mama? Mama! MAMA! MAAAMAAA!“ „Ja?“ „Hi!!“…ist das wirklich nötig?
  10. Wenn sie Abends im Bett endlich tief und langsam atmen, kriegt man sich trotz allem gar nicht ein vor Glück, Liebe und Dankbarkeit, egal wie anstrengend der Tag war. 

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