Ein kleiner Gruß aus dem Wochenbett

Nun ist die Miniperle schon etwas länger als drei Wochen bei uns. Wahnsinn wie sehr die Zeit rennt. Aber ich glaube, das werde ich im kommenden Jahr noch des Öfteren denken. Wie das so ist mit Babies und ihren riesengroßen Entwicklungsschritten.

Uns geht es wirklich gut. Wir grooven uns so langsam ein. Die Morgenroutinen mit der großen Schwester sind noch etwas chaotisch und wir haben es bisher nur einmal pünktlich in die Kita geschafft, aber Übung macht den Meister. Und die große Schwester hat derzeit auch wirklich ihre Liebe für’s Trödeln entdeckt…da braucht das Schuhe anziehen schon mal um die 45 Minuten. Weil dann muss hier noch was geguckt werden, da noch was geholt werden und eigentlich will man ja grad mit der kleinen Schwester muckeln. Nunja…kriegen wir auch noch hin.

Mir geht es langsam wieder gut, die Schmerzen sind fast gänzlich weg. Ich habe zwischendurch wirklich damit zu kämpfen gehabt und war teilweise sehr gefrustet. Ich dachte nur „Waaaaruuuum um alles in der Welt muss alles um’s Kinderkriegen so ätzend scheiße weh tun?“. Unfair, das. Aber nach zwei Wochen konnte ich wieder sitzen und auf’s Klo, kurze Zeit später tat auch das stillen nicht mehr so dolle weh und nach und nach nimmt auch das „unsaubere Gefühl“ ab. Und langsam werde ich auch wieder fitter. Leider merke ich meist erst hinterher wenn ich für etwas noch nicht fit genug bin. So laufe ich am sonnigen Sonntag gerne mal 1 1/2 Stunden bergauf und bergab durch den hiesigen Wald, merke dann aber hinterher an Beckenboden und Verfassung, dass das wohl doch etwas zu viel war. Nunja… so lernt man dazu.

Die Miniperle hat sich gut eingelebt. Einen Still-Rhythmus hat sich nicht und am liebsten klebt sie an mir, aber ich habe ja auch keinen Ess-Rhytmus zur Zeit und das mit dem kleben ist eigentlich ganz süß. Und nach und nach lässt sie sich auch mal für 10 Minuten am Stück ablegen, damit ich mal eben auf Klo gehen und ne neue Flasche Wasser machen kann. Die Nächte sind super, sie kommt alle drei Stunden und schläft dann friedlich weiter. Da kann ich mich nicht beklagen und hoffe inständig, dass ich es mit dieser Aussage nun nicht verschrien habe. Denn ausreichend Schlaf ist ja nunmal eigentlich schon die halbe Miete.

Was mir noch schwer fällt ist das Essen. Zeitmäßig einfach. Bis alle versorgt sind hat der erste schon wieder Hunger, ich habe hier Wäsche und da ne Email und irgendwie schaffe ich das mit dem Essen einfach nicht so richtig. Ich habe jetzt sogar das ein oder andere Fertiggericht gekauft, die man einfach fix in die Mikrowelle stellen muss und dann herunterschlingen, das geht fast in den 10 Minuten in denen die Miniperle ruhig im Tagesbett das Mobile hypnotisiert. Jedenfalls muss man dafür nix schnibbeln oder kochen, es geht an schlechten Tagen sogar einhändig. Schmecken tut’s leider nur so semi, aber es macht Milch. Ansonsten ernähre ich mich von Studentenfutter (danke Susanne), Müsliriegeln oder Joghurts.

Die große Schwester ist übrigens mega-stolz und so süß mit ihrer kleinen Schwester. Da geht mir ja schon das Herz auf. Sie kuschelt und schmust und küsst und muckelt mit ihr. Wenn sie mit ihr spricht ist es zwar in einer Tonlage die fast nur Hunde verstehen bzw hören können, aber das wird sich wohl (hoffentlich) noch geben. Ich war sehr darauf bedacht ihren Tagesablauf und ihre Routinen so wenig wie möglich zu verändern, so stand ich schon nach zwei Wochen wieder im Schwimmbad der Schwimmschule. Hat gut funktioniert. An anderen Tagen hingegen will sie einfach nicht in die Kita und sie zeigt deutlich, dass ihr das alles ein wenig viel war in den letzten Wochen. Da bleibt sie dann zu Hause und wir spielen UNO oder hören muckelnd im Bett Bibi und Tina Geschichten.

Die Anträge sind (fast) alle ausgefüllt und raus, die zu regelnden Formalitäten auf dem Weg. Das war echt eine Hürde, die mir unbezwingbar erschien im Vorfeld. Aber es ging dann letztendlich und ich hoffe, dass ich den Rest dann auch noch gut schaffe. Die Miniperle hat auch schon einen Tagesmutterplatz sicher, der Vertrag für die nächsten 3 Jahre Betreuung ist unterzeichnet und ließ mich dann doch aufatmen. Nun hoffe ich, dass ich bald einen Job finde und ab Oktober dann wieder arbeiten gehen kann. Fingers crossed. Ansonsten planen wir unser Jahr. Den ein oder anderen Trip, Besuch, Messetag und auch zwei Wochen Urlaub. Es wird glaub ich ziemlich schön und ich bin guter Dinge.

Ich möchte hier auch nochmal Danke sagen für all die Glückwünsche, Tipps, aufmunternden Worte, Emails, PN’s Nachrichten, Whatsapps, Briefe/Pakete usw, die mich fast immer noch täglich erreichen. Ihr seid der Wahnsinn und ich bin schrecklich verliebt in meinen Clan. Egal welche Frage ich habe, ihr wisst ne Antwort (oder mehrere), egal welche Sorgen, ihr gebt mir Mut. Vielen vielen Dank dafür.

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