Meine All-Time Lieblings – Serien

 

Ich habe ja letztens meine liebsten Serien – Entdeckungen von 2016 verbloggt und versprochen euch auch mal meine All-Time-Favorites zu verbloggen. So here they come.

Diese Serien schaue ich wirklich immer und immer wieder und ich werde ihnen weder überdrüssig, noch werden sie langweilig. Ich kann nachwievor über die Witze lachen, auch wenn ich sie oftmals auch mitsprechen könnte. Die Charaktere in diesen Serien sind wie alte Freunde oder teilweise fast schon Familie. Ich kenne sie in- und auswendig, kenne ihre Eigenarten und habe ihre Entwicklungen mitverfolgt. Ihre Dramen und ihre Freuden miterlebt und mit ihnen gelacht und gelitten. Sowas schweißt zusammen, so blöd das auch klingen mag. Manche dieser Serien sind Klassiker, schon ewig abgedreht. Andere laufen noch immer, sprich ich bekomme nebst der alten Folgen auch frischen Nachschub. Manche schaue ich nur teilweise immer wieder, z.B. die frühen Folgen, andere komplett. Aber alle von ihnen haben sich mit ihren Stories und ihren Charakteren in mein Herz gespielt.

1. Friends

Klar, der Klassiker. Jede Folge schon 15 Mal gesehen, mindestens. Jedoch kringel ich mich immer noch vor Lachen wegen Chandler’s Sprüchen, schmachte nachwievor nach Joey, bin genervt vom jammerigen Ross und irritiert, dass Rachel NIE einen BH trägt und finde Monica unglaublich liebenswert-seltsam, noch mehr aber natürlich die schräge Phoebe. Immer und immer wieder tauche ich in die Welt der sechs Freunde ein und erlebe ihre Dramen und ihre Reise durch das New York der 90er Jahre. Ja, sie sind wirklich wie gute alte Freunde. Und das Tolle: Es gibt für eigentlich jede Situation im Leben ein Friends-Zitat. Und die Leute, die diese Zitate verstehen…instant Sympathie. <3

2. Gilmore Girls

Für uns Gilmore Girls Fans war 2016 natürlich ein sehr aufregendes Jahr. Seit der Ankündigung der neuen vier Folgen im November 2016 verbrachten wir unsere Zeit mit dem nochmaligen Gucken aller Folgen, dem debattieren, der gemeinsamen Vorfreude auf all die Antworten, die wir uns von diesem Revival erhofften. Ob das nun so eingetroffen ist oder nicht sei mal dahin gestellt (ich fand eher nicht). Aber es war so toll wie die Fan-Base zusammenwuchs in gemeinsamer Vorfreude auf eine Rückkehr nach Stars Hollow. Zu den alten Bekannten, den Charakteren, die unser Herz schon damals eroberten. Stars Hollow, das ist so eine Heile-Welt-Phantasie, wo alles zwar dramatisch aber irgendwie unschuldig ist. Mit einer Portion Humor und Selbstironie kreierten sie dort eine Welt, in die man sich gern flüchtet. Und das tu ich immer und immer wieder gern. Und das Coole: Dank all der Referenzen zu Pop-Culture, Literatur, Filmen und Musik gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken.

3. How I met your Mother

Das „Friends“ der 2000er Jahre. Wirklich, manchmal ging mir die Ähnlichkeit schon auf die Nerven, besonders wenn man sich teilweise sogar derselben Jokes bediente. Doch HIMYM war schneller als Friends, mit mehr Wortwitzen, viel mehr Zeitsprüngen und wiederkehrenden „Inside-Jokes“. Die Serien und Staffeln waren auf interessante Art und Weise mit einander verknüpft. Außerdem war es einfach der Zeit angemessener. Gegen Ende war es dann leider etwas langatmig, man hätte es wohl auch zwei Staffeln eher beenden können. Doch als es dann zu Ende war habe ich die Charaktere auf seltsame Art und Weise vermisst. Seither habe ich die Show immer mal wieder geguckt. Übrigens ist es eine Serie, die man auf Grund der Vielzahl an Wortwitzen einfach nicht auf Deutsch schauen sollte, weil da einfach viel zu viele Jokes und Pointen verloren gehen (und einfach keinen Sinn ergeben).

4. Grey’s Anatomy

Ich bin seit der 3. Staffel dabei und seit der ersten Folge verliebt. Die Charaktere sind so vielschichtig und entwickeln sich teils so rasant, es ist unglaublich spannend. Mittlerweile wird in den USA die 13. Staffel ausgestrahlt, leider sind nur noch wenige der Leute aus den ersten Staffeln dabei. Ich gucke es eigentlich nur noch, weil ich wissen will was mit ihnen geschieht. Nebenher schaue ich mir aber immer wieder gerne die ersten Staffeln (so bis Staffel 8 etwa) an. Als George und Cristina und Izzy noch dabei waren. Als es noch seltsame medizinische Fälle a la Dr. House gab, als Miranda Bailey noch Assistenzarzt war, Callie und Mark noch Friends with Benefits und Addison noch nicht in Kalifornien. Hach, das waren noch Zeiten. Und als McDreamy noch McDreamy war. Hachja…Ich glaube ja, dass ich mittlerweile an einem Hirn operieren könnte, so oft habe ich McDreamy schon dabei zugesehen. Was mit der Zeit etwas nervte war die Anzahl der Momente in denen Meredith Grey dem Tod ins Auge blickte. Ich meine Hallo? Wie oft kann man dem Tod bitte von der Schippe springen? Aber wir wollen ja keinen Anspruch an den Realismus einer Drama-Serie stellen, ne?

5. The West Wing

Der Tipp zu dieser Serie kam von meinen Professoren in Maastricht. Die waren alle total begeistert von dieser Serie, einer von ihnen versorgte mich mit allen Staffeln auf DVD. Und sie hatten Recht. Die Serie handelt vom fiktiven amerikanischen Präsidenten Bartlet und seinem Beraterstab, den Angestellten im West Wing des weißen Hauses in DC. Es ist unglaublich spannend, einerseits geht es um die alltäglichen Abläufe im weißen Haus und den Hintergründen in der nationalen und internationalen Politik. Andererseits geht es um Wählerstimmen und Wahlen, der Zuschauer begleitet die Bartlet-Administration durch die Wiederwahlen und den damit verbundenen Wahlkampf. Es ist teils sehr politisch und kompliziert, andererseits auch genug menschliches Drama um nicht „trocken“ zu wirken. Und ja, auch diese Serie habe ich schon mehrfach durchgeschaut, sie ist immer wieder spannend und immer wieder interessant. Die Charaktere dort sind unglaublich professionell und menschlich zugleich. Alles ist unglaublich gut geschrieben und ganz ehrlich…im Angesicht der letzten US-Wahlen habe ich mir schon mehr als einmal gewünscht Bartlet wäre kein fiktiver Präsident. Und seriously: Sam Seaborn. Do i need to say more?? #schmacht

6. Scandal

Ein weiterer Clou aus Shondaland. So unglaublich spannend und teilweise so grausam, dass man gar nicht glauben kann, dass sich das jemand ausgedacht hat. Die Charaktere sind sehr speziell und entwickeln sich nicht groß, aber man lernt sie nur Stück für Stück kennen und verstehen. Generell geht es um die Anwältin Olivia Pope, die sich mit ihrer Kanzlei und deren Mitarbeitern nur sehr speziellen Fällen annimmt, oftmals während dabei die Grenzen der Moral zu dehnen bzw. zu überschreiten. In dieser Serie ist es manchmal sehr verworren, wer nun der Böse und wer der Gute ist, manchmal wechselt man sogar die Sympathien. Olivia Pope ist übrigens eine unglaublich schlaue, impulsive und extrem stylische Frau, die sich jedoch immer mal wieder in ihren Emotionen verliert (was manchmal nicht wirklich passt und etwas nervt, sie aber auch etwas menschlicher erscheinen lässt). Manchmal wird die Geschichte auch politisch, besonders da der amerikanische Präsident und sein neurotischer Berater zwei tragende Rollen spielen. Diese Serie habe ich nur ein paar Mal durchgeschaut, werde es aber wieder tun.

7. Homeland

Anfangs hatte ich Schwierigkeiten in die Show reinzukommen. Empfohlen hat sie mein Stiefpapa und irgendwie hat sie mich erst nicht gepackt. Als es dann aber soweit war konnte ich nicht mehr aufhören. Ich habe mir die Nächte um die Ohren geschlagen, konnte nicht mehr schlafen weil ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Es ist so dermaßen spannend. Staffel 1 und 2 sind bombastisch, 3 ist langweilig und 4+5 sind wieder grandios (5 spielt sogar in Berlin). Es geht um die  CIA-Analystin Carrie Mathison und ihre unkonventionelle Art und Weise zu arbeiten. Generell geht es um die Thematik „Krieg gegen den Terrorismus“ und viele verworrene Geschichten und zwiespältige Charaktere. Oftmals weiß man als Zuschauer nicht wer gut und wer böse ist und wird somit immer wieder überrascht. Quasi jede Folge endet mit unglaublichen Cliff-Hangern, so dass man gar nicht aufhören kann. Nur manchmal nervt Carrie’s sehr instabile emotionale Verfassung und ihr manchmal extremes Verhalten. Aber das macht sie auch sehr menschlich und bindet den Zuschauer Sympathie-technisch an sie. Ich bin schon gespannt auf die 6. Staffel, die im Januar 2017 beginnen soll.

8. Modern Family

Die Mockumentary-Comedy Serie ist einerseits sehr leichte Kost mit vielen sehr mondänen Jokes und Puns, die aber andererseits auf sehr versteckte Art und Weise auch gesellschaftskritisch ist. Es geht um die alltäglichen Abenteuer einer Großfamilie. Die Szenen sind immer wieder von kurzen Interviews mit den Charakteren unterbrochen, was wie ein Dokumentar-Film anmutet. Die Folgen sind schön kurz und keine schwere Kost und generell schließen sie in sich selbst ab. Mit der Zeit werden die Schreiber auch immer mutiger in ihrer Art und Weise wie sie die Folgen aufziehen und das bringt sehr viel Spaß. Viele Folgen habe ich schon mehrfach gesehen, aber es kommen auch immer wieder neue hinzu, mittlerweile wird in den USA die achte Staffel ausgestrahlt. Die Charaktere sind sehr…speziell und oftmals extrem in ihrer Art und ihren Ansichten. Diese Übertreibung ist manchmal etwas anstrengend, führt aber immer wieder zu unglaublich interessanten Situationen. Auch der Fremdschäm-Faktor spielt hier oftmals eine große Rolle.

9. Big Bang Theory

Hachja, unsere herzallerliebsten TV-Nerds. Ich find sie so herrlich. Die Show ist leichte Kost, aber nicht simpel, nie langweilig und selten anstrengend. Und das ist seltsam, weil die Charaktere eigentlich sehr anstrengende Persönlichkeiten haben. Alle Miteinander. Aber genau das macht den Charme der Serie aus. Und natürlich all die wissenschaftlichen Puns und Pointen. Ich muss zugeben, ich fühle mich immer unglaublich schlau wenn ich etwas verstehe. Naja, es geht um vier Science-Nerds und wie sie sich so in der Welt zurecht finden, ihre Eigenarten und ihre Quirks und ihre ganz individuelle Welt. Die Show ist vollgepackt mit wissenschaftlichen Referenzen aber auch solchen zu Comics, Fantasy-Shows und Technik. Man versteht wirklich nicht alles, aber es ist dennoch furchtbar interessant und unglaublich lustig. Sehr zu empfehlen (und ja, diese Nerds wachsen einem, trotz ihrer Eigenarten, sehr ans Herz).

10. Outnumbered

So eine tolle britische Serie. Es gibt glaub ich 5 Staffeln, jeweils mit 6 oder 7 Episoden. Das ist leider viel zu wenig. Hier geht es um eine ganz normale britische Familie, die in einem Vorort von London lebt. Die Eltern werden von zwei relativ bekannten britischen Comedians gespielt (Hugh Dennis and Claire Skinner). Die Eltern sind „in Unterzahl“ (outnumbered) gegenüber ihren drei Kindern. In der Serie passiert eigentlich nichts…man sieht einfach dem alltäglichen und teilweise mondänen Alltag der Familie zu. Aber das besondere: Das Script ist nicht komplett, viele Szenen werden improvisiert. So werden den Kids jeweils Themen vorgegeben und sie quatschen einfach drauf los und die Erwachsenen müssen irgendwie darauf reagieren. Das gibt der Serie eine unvergleichbare Authentizität und es ist vor allem eins: Urkomisch. Ich habe (und tu es eigentlich jedesmal wenn ich es sehe) Tränen gelacht. Die Szenen sind teilweise so chaotisch und schräg, dennoch hat man das Gefühl dort im Wohnzimmer zu sitzen. Unbedingt auf Englisch gucken!

entertainment

So, das waren sie, meine Lieblinge. Die, die mich schon eine Weile begleiten, die mich immer wieder erfreuen und die irgendwie niemals langweilig werden. Ich kann sie jedem wirklich sehr ans Herz legen und warne aber auch vor dem nicht zu unterschätzenden Suchtfaktor bei jeder Einzelnen von ihnen.

Und was sind eure Serien-Lieblinge? Wem folgt ihr schon ewig? Welche Charaktere gehören quasi zur Familie? Oder habt ihr vielleicht sogar ähnliche Erfahrungen mit einem/mehreren meiner Lieblinge? Gehören wir zur gleichen Fanbase? Let me know!

4 thoughts on “Meine All-Time Lieblings – Serien

  1. Ich selbst bezeichne mich auch sehr gerne als Serienjunkie. 😀
    Deine Auswahl ist echt toll und einige Serien davon, suchte ich auch!
    TBBT, King of Queens, Friends und 2 Broke Girl, könnte ich immer wieder anschauen.
    Allerdings suche ich meist nur Serien aus, die auch lustig sind. Alles andere, ist momentan nicht mein Fall.

    Liebe Grüße
    Lola

  2. Mit den meisten Serien kann ich irgendwie nichts anfangen aber bei Greys Anatomy und the big bang theory bin ich dabei. Obwohl die Charaktere näher betrachtet unglaublich tragische Hintergründe haben und ich Bernadette nicht ausstehen kann. Leonard hat eine Mutter, die ihn nicht liebt (lieben kann?) und ihn als Forschungsobjekt missbraucht hat. Er ist in seiner Familie der Idiot vom Dienst. Raj ist durch den Beruf seines Vaters traumatisiert (er hat ja viel Zeit in der Praxis verbracht), Howard hat eine Mutter gehabt, die ihn klein gehalten hat (was sich in Bernadette wiederholt), Sheldon wurde von seinen Geschwistern und der Nachbarschaft aufgrund seines Andersseins regelmäßig schikaniert. Alle haben Mobbing Erfahrung hinter sich. Die Figur die mir echt am meisten leid tut ist Steward, der selbst unter den Nerds der Loser ist und immer wieder Ziel von Spott und Demütigung ist. Ich liebe die Serie wegen ihren Anspielungen und Feinheiten aber irgendwie fällt mir das Lachen immer schwerer.
    Sry, ich schwafel schon wieder.

    Liebe Grüße
    Roksana

  3. Also. Greys und scandal bin ich bei dir; allerdings auch private practice und code black. Ich liebe shonda rhimes. Homeland: knaller. Momentan sehr geil, 24 jack Bauer. Dann liebe ich natürlich: the Vampire diaries; rhe originals und true blood. Downton abbey und the walking dead.
    Friends liebte ich früher und gilmore. Müsste man noch mal starten. Game of thrones wurde angefangen aber dann leider vernachlässigt. Wird aber noch mal aufgewärmt. Modern Family sehr witzig und augenblicklich oitnb gestartet aber noch nicht richtig drin. Hachz es gibt soooo viele geile Serien und so wenig zeit die man hat. Outlander steht auch aufem Plan und akte x.
    Himym und bbt noch niiiee gesehen 😞😲
    So das war mal meine Liste lach

  4. Hallo, aus deiner Liste werde ich mir mal Scandal anschauen. Ich kann dir „Shameless“ empfehlen. Eine amerikanische Serie über eine Familie am sozialen Rand, die sich irgendwie durchschlagen muss. Sehr zynisch, dass ich manchmal eine paar Tage zwischen den Folgen vergehen lassen musste. Und dennoch sind die Charaktere so vielschichtig und liebenswert, dass ich doch immer weiter schauen muss. Viele Grüße, Julia

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