Meine 6 Serien – Lieblinge 2016

Im Juni 2016 streikte mein Kabelfernsehen. Seither hat Unitymedia es auch nicht mehr hinbekommen das Programm wieder anzustellen. Mal war es der Receiver, mal ein Kabel, eine Störung an der Anlage, mal ein Fehler im Vertragssystem…viele Leute, viele Tipps, viele Meinungen, viiiiiiele Briefe und noch mehr Minuten in der Hotline-Warteschleife später ist es Dezember, mein Vertrag läuft bald aus, ist schon gekündigt und ein TV Programm habe ich immer noch nicht. Und was soll ich sagen? Ich habe es genau EIN EINZIGES MAL vermisst (als ich die Blogger Kolleginnen beim RTL Erziehungsexperiment sehen wollte). Ansonsten war ich glücklich mit meinen Serien. Auf Amazon Prime und seit kurzem auch auf Netflix (und hier und da auf der ein oder anderen Streamingseite…pssst). Da wird man nicht von Werbung genervt, kann es an- und abschalten wann man will und auch immer und immer wieder gucken, wenn man möchte. Ja, ich bin ein Stream-Fan.

Und ja, ich bin ein oller Serien-Junkie. Ich mag es einer Geschichte länger zu folgen, mag es dass die einzelnen Folgen aber nur 20-45 Minuten haben. Auch wenn ich selten nur eine Folge schaue, so passt „theoretisch“ eine Folge doch irgendwie immer in den Tag. Außerdem mag ich es den Charakteren über einen längeren Zeitraum zu folgen, sie quasi richtig kennen zu lernen. So werden die Charaktere sehr komplex und können sich über einen bestimmten Zeitraum auch weiter entwickeln und verändern. Das ist in Filmen selten und schwierig.

Ich habe eine bestimmte Auswahl an Lieblingsserien, die ich immer und immer wieder schauen kann und die niemals langweilig werden. Die Charaktere sind wie alte Freunde und die Stories sind wie Balsam für sie Seele…diese Serien schaue ich, wenn ich Trost brauche, oder eine Pause, wenn ich etwas „einfaches“ brauche oder einfach nur berieselt werden möchte. Über diese Serien werde ich auch mal etwas bloggen. Doch heute geht es um die neuen Serien, die ich 2016 für mich entdeckt habe. Das sind nicht unbedingt neue Serien, aber sie sind „neu“ für mich und daher meine Tipps an euch.

1. How to get away with Murder (#HTGAWM)

Eine sehr spannende Serie aus der Welt von Shonda Rhimes, der Macherin von „Grey’s Anatomy. Es geht um die Rechtsanwältin Annalise Keating, die an einer renomierten Universität Jura unterrichtet. Zusammen mit fünf ihrer Studenten wird sie in einen sehr dubiosen Fall verwickelt, der sich über die gesamte erste und Teile der zweiten Staffel zuspitzt. Derzeit läuft in den USA die dritte Staffel, in der immer neue Fragen aus den alten Staffeln aufgegriffen werden. Alles in allem sehr, sehr spannend.

2. Orange is the new Black (#OITNB)

Schon lange gibt es einen regelrechten Hype um diese Serie, aber ich habe mich irgendwie nie heran getraut, dachte wohl eher an die RTL Serie „Hinter Gittern“ aus den 90er Jahren. Aber nun mit meinem Netflix Account habe ich mir doch mal den Pilot angeschaut und war gleich angetan. Der Humor ist herrlich sarkastisch und spröde, der Ton oft scharf und die Abgründe menschlichen Charakters werden auf fast ironische Weise ausgenutzt und in den verschiedenen Charakteren gebündelt. Selbst fiese Rollen bekommen irgendwie Menschlichkeit und man hat hier und da selber das Gefühl bald durchzudrehen. Sehr empfehlenswert, auch wenn die Folgen zum Teil etwas langatmig sind.

3. The Man in the High Castle (#TMITHC)

Eine Amazon Prime Serie, die es in sich hat. Es ist eine alternative Geschichtsserie, die eine Welt zeigt wie sie sein könnte wenn die Alliierten damals verloren und die Nazis den zweiten Weltkrieg gewonnen hätten. Amerika ist geteilt zwischen deutschem und japanischem Territorium und gezeigt wird in Leben unter einem Nazi-Regime. Mittelpunkt der Handlung ist aber der organisierte Untergrund. Ziemlich spannend, teils sehr dunkel und grausam aber eine tolle Reise ins „Was wäre wenn…“-Denken. Sehr interessant und sehr zu empfehlen.

4. Black Mirror

An diese Netflix-Serie musste ich mich erst gewöhnen. Sie ist nämlich keine gewöhnliche Serie, sondern viele kleine Serien in einer großen. Jede Folge hat eine Story für sich, abgeschlossen (oder auch nicht) mit ihren eigenen Charakteren und ihrem eigenen Plot. Auch wenn ich die lange Entwicklung von Charakteren in Serien ja gerade das Spannende finde, ist es hier doch sehr gut gemacht. Generell thematisiert die Serie die verschiedenartigen Auswirkungen der Verwendung von Technik und Medien auf die Gesellschaft. So kreiert die Serie mit jeder Folge eine alternative Realität, die aber keinesfalls unrealistisch ist, sondern bestenfalls die Folgen der Digitalisierung überspitzt darstellt. Sehr gesellschaftskritisch und teils unangenehm aber nichtsdestotrotz überaus interessant. Nicht unbedingt eine Serie zum lockeren berieseln lassen sondern spannend und zum Nachdenken anregend.

5. Mistresses

Dies ist im Gegensatz zu den anderen hier aufgeführten Serien eine, die sich zum „simplen Berieseln-lassen“ eignet. Sie mutet ein wenig an wie „Desperate Housewives“, doch im Gegensatz zu dieser Serie konnte ich mich hier einfach sehr schnell rein finden. Es geht um vier Freundinnen und ihre Beziehungsprobleme, die mal mehr und mal minder dramatisch sind. Generell spannend mit interessanten und unvorhersehbaren Twists und Entwicklungen, die man nicht unbedingt erwartet. Ich habe diese Serie relativ schnell durchgeguckt und mich sehr unterhalten gefühlt, auch wenn sie relativ einfach gestrickt ist.

6. Transparent

Ziemlich coole und gesellschaftskritische Dramedy-Serie von Amazon, die sich um eine kalifornische Familie dreht, in der sich der Familienvater als transgender outet und als Frau identifiziert. Die Geschichte handelt davon wie die verschiedenen Familienmitglieder mit diesem Wissen und der Situation als Ganzes umgehen. Die Serie ist ziemlich cool gemacht und geht mit Humor an ein sehr delikates und wichtiges Thema heran. Sehr unterhaltsam und wirklich zu empfehlen.

Das waren meine Serien-Lieblinge letztes Jahr. Ich habe auch einige Serien angefangen, die mich aber irgendwie nicht da abholen konnten wo sie sollten. Die habe ich meist nach ein paar Folgen wieder aufgegeben. Vikings zum Beispiel, oder Red Oaks, The Girlfriend Experience und Mad Dogs. Schade drum. Was mich sehr gewundert hat war, wie wenig mich House of Cards beeindruckt hat. Ich bin ein großer West Wing Fan und viele sagten mir, dass mir dann auch House of Cards gefallen würde, aber irgendwie…hat mich das so gar nicht gereizt.

Bald kommt dann der Post mit meinen All-Time-Favorites, versprochen.

Und ja, wenn ich noch Tipps habt: Immer her damit. Ich gucke gern neue Sachen und werde auch in der neuen Wohnung kein TV-Programm haben und lediglich streamen.

6 thoughts on “Meine 6 Serien – Lieblinge 2016

  1. Spannend! Ich schaue auch schon länger kein TV mehr, manchmal vermiss ich es.. ich schaue aktuell mehr Tutorials im Kreativbereich (gekaufte). Sonst bin ich ein Netflix-Fan! Und ich schaue sie immer auf Englisch mit dt Untertiteln, Weiterbildung quasi.
    Endlich hab ich HIMYM fertig geschaut. HTGAWM find ich auch super, da wart ich aber noch sehnlichst auf die 2 Staffel. Suits könnte dir auch gefallen. Und wenn dir House of Cards nicht entspricht, dann eher The Good Wife, soooo gut! Aber nach 8 (?) Staffeln ist bei mir langsam die Luft raus. Und doch würd ich die nächste natürlich wieder schauen!
    OITNB kann ich auch empfehlen! Ganz neu: designated survivor, mit Kiefer Sutherland, sehr im Stil von 24. Kommt auch aktuell nur 1 Folge pro Woche (wenn man den Stil mag, wäre Touch noch was, gleicher Schauspieler, ähnliche Spannung, aber n bissl philosophischer..);
    Natürlich The Big Bang Theory; The Crown; Der Tatortreiniger (super Bjarne Mädel!); Dexter hab ich mich auch durchgeackert, war mir zu Anfang und zwischendurch aber auch etwas heftig.. aber eben, man kann jederzeit Pause machen und was Leichteres kucken ;); Call the Midwife; Ku’damm 56; Luke Cage (eine Marvel Comic Verfilmung); Mr Selfridge; Please like me (Australien, etwas eigen); Nashville (theeeeoretisch gut, aber alle paar Folgen sind da wieder neue Pärchenkonstellationen und äääh, naja.. hab trotzdem alles gekuckt ;)); Modern Family: tut manchmal schon weh beim Zuschauen, geht aber immer irgendwie gut aus, und das innert 22 Minuten =D, die wachsen einem ganz sicher ans Herz!; Und eine richtige Telenovela ist Jane the Virgin! *schmacht*; Chicago Fire is n bissl wie E.R., aber doch anders.. Dr. Psycho hatte ich teilweise im TV gesehen und werd ich mir nochmal reinziehen!;
    Gut bei Netflix ist ja, dass man es sich in einer Liste speichern kann.

    Wo schaust du denn Transparent?

  2. Ich kann zwar mit den meisten Serien nichts anfangen. Ich finde selten welche die mir gefallen, ich mag Dokus! Aber als ich das letzte Mal solchen Ärger mit dem TV hatte, da hat sich am Ende herausgestellt, dass es die Steckerbuchse war, die das Problem machte. Ich bin ziemlich stolz, dass ich das nach einem halber Jahr vieler Telefonate, Briefe und hilfloser Swisscom Aussendienstmitarbeiter selbst herausgefunden und die Buchse auch selbst ausgebaut und eine neue eingebaut habe! Aber ich war auch sehr verwundert, dass 5 Technikfachmänner nicht auf die Idee kamen, dass es da liegen könnte. Ich habe beruflich nichts mit Technik zu tun.
    Naja, jetzt funktioniert. Schulterklopf 😉
    Vielleicht hilft das weiter, wenns doch nochmal nötig sein sollte.

  3. Ich mag Serien irgendwie auch viel lieber als Filme, besonders wenn es mehrere Staffeln gibt und man dann richtig lange den Entwicklungen der Figuren folgen kann.
    Jetzt gibts auch endlich Amazon Prime im Haushalt und da werd ich mir mal diese hochgelobte „Man in the High Castle“ anschauen.

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