Dankbar im November – Challenge

November. Meine amerikanischen Freunde bereiten sich auf Thanksgiving vor und viele nehmen dies zum Anlass an der alljährlichen Facebook-Aktion teilzunehmen, bei der man täglich eine Sache (Gegenstand oder Umstand) benennt, für die man dankbar ist. Eine schöne Aktion, wie ich finde. Sie lässt einen innehalten und über die Dinge reflektieren, die gut und schön sind. Und sich auf Positives besinnen…ich glaube das tut jedem mal gut.

Daher lade ich euch zu einer Challenge ein, mal aufzuschreiben worüber ihr jetzt gerade in dieser Zeit eures Lebens, an dieser Station, unter diesen Umständen, dankbar seid. Postet eure Texte (oder auch gern einzelne Tweets) bitte unter dem Hashtag #DankbarimNovember und gern auch als Kommentar unter diesem Blogpost. Ich bin gespannt.

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Ich bin dankbar für…

…meine Familie. Wo ich ein Problem sehe, sehen sie eine Lösung. Und wo sie eine Lösung suchen müssen, so tun sie dies ohne mit der Wimper zu zucken. Ich kann mich wirklich immer auf sie verlassen.

…meine Freunde. Sie unterstützen mich unermüdlich, geben mir Feedback, sind ehrlich und loyal. Ich muss sagen, ich weiß manchmal gar nicht wie ich es verdient habe solch tollen Menschen an meiner Seite zu haben. Und das sind nicht

…Inspiration. Ich muss sagen dass ich, besonders in der letzten Zeit, unglaublich inspiriert wurde. Und das durch Menschen, durch Movements, durch Themen, durch Lebenswege, durch Entscheidungen anderer etwas zu riskieren, durch die Menschlichkeit anderer.

…Deutschland. Ja, als Blogger zeigen wir oft mal Missstände auf, schreiben aktiv über diese und verbünden uns mit anderen gegen sie. Doch während man schimpft und meckert, so tut man dies doch weltweit gesehen auf sehr hohem Niveau. Hier muss man keine Angst haben für seine Meinung ins Gefängnis zu kommen oder seinen Job zu verlieren. Hier fallen keine Bomben, hungert man nicht, trinkt kein verseuchtes Wasser vor lauter Durst und verbringt keine Nächte im Bunker. Unsere Kinder wissen nicht wie sich fallende und explodierende Bomben anhören, wer auswandert tut dies wegen eines Traums oder der Liebe oder des Jobs, aber nicht mit Fluchtgedanken. Wir müssen nicht unser Haus und Auto verkaufen um unseren Kindern die best-mögliche medizinische Versorgung zu ermöglichen und wenn wir arbeitslos werden, dann wissen wir, dass wir und unsere Kinder trotzdem noch satt werden und in einem Bett schlafen können.

…Träume und Pläne. Ja, ich träume noch. Ich habe noch Ziele, bin noch nicht angekommen, will noch Dinge auf die Beine stellen, etwas erreichen. Dieser Fakt gibt mir soviel Energie, soviel Vorfreude. Ich bin dankbar, dass ich das noch nicht verlernt habe und ein Leben lebe, in dem solche Träume nicht (vollkommen) utopisch und naiv sind.

…meine Geschichte. Ja, ich habe viel erleben dürfen. Höhen und Tiefen, Highlights und Tragödien. Ich habe viel Glück und aber auch einige Steine im Weg gehabt. Ich habe viele Privilegien genossen, aber auch hart gearbeitet. Meine Geschichte hat mich hier hin gebracht. Und dann kann sie gar nicht so übel gewesen sein.

…meine eigene kleine wachsende Familie. Ich wollte schon immer Kinder haben, doch mein Leben hat mich lange in eine andere Richtung gezogen (die trotzdem toll war, keine Frage). Doch dass wir hier bald zu dritt sein werden in der Perlenwelt…das erfüllt mich mit unendlich viel Dankbarkeit. Ich bin so froh, dass ich das Abenteuer „Mama-Sein“ in diesem Leben erleben darf und bin unglaublich dankbar für meine Perle und Bauchperle.

…einen offenen Kopf. Wenn ich mir angucke wie viele Menschen es gibt, die in ihrem Hass, ihren Ängsten, ihrer Unsicherheit und ihrer Ignoranz gefangen sind, dann bin ich unglaublich dankbar für ein offenes Herz, einen Hang zur Toleranz, einem Respekt für solche, die anders sind als ich, einem Interesse am Individuum und einer generellen Liebe für die Menschen. Ich bin dankbar, dass ich so erzogen wurde anderen mit Respekt zu begegnen und sie nicht zu verurteilen. Natürlich werde auch ich Opfer meiner eigenen Vorurteile, auch ich bin ein Mensch. Aber ich glaube, ich bin generell ein ziemlich offener Mensch.

…mein Blog. Ich bin wirklich dankbar für dieses Outlet, diesen Ort, der es mir erlaubt meine Gedanken zu formulieren. Und für euch, meine Leser. Denn ohne euch wäre das hier bloß ein Monolog…Worte die im Cyberspace verhallen und weder Wirkung noch Wert haben. Danke für’s Lesen, für euer Feedback, für’s Weitersagen, für’s Dasein. Ich bin wirklich so baff, was aus dieser schrägen Idee im Sommer 2013 geworden ist. Ich habe so viele tolle Dinge erlebt, seit der Blog online ging, so viele tolle Menschen kennengelernt. Ich bin so gespannt, wie sich das hier noch entwickeln wird.

…Serien. Wie banal, ich weiß. Doch in meinem hektischen Leben sind meine Serien ein wichtiger Teil in meinem Gleichgewicht. Sie erden mich, sie relaxen mich, sie bringen mich runter wenn die Gedanken rasen. Ja, ich bin ein Wiederholungs-Gucker. Es dauert etwas mich auf neue Serien einzulassen, aber ich gucke meine Lieblinge immer und immer wieder. Die Charaktere dieser Evergreens sind wie alte Bekannte, ich kenne sie, weiß sie einzuschätzen, sie beruhigen mich. So gucke ich immer wieder Friends, Gilmore Girls, HIMYM, The West Wing und Greys Anatomy. Hier und da ist auch mal eine Folge Big Bang Theory und Modern Family dabei. Andere Serien verfolge ich mit Spannung, doch diese werden nicht noch und noch mal geguckt. Hierzu gehören Scandal, Homeland, How to get away with Murder. Serien passen zu meinem Lebensstil, da ich meist zu müde bin um einen ganzen Film zu gucken und meist auch gar nicht die Zeit dazu habe. Aber eine Folge XYZ passt immer noch irgendwie rein.

…meinen Online-Clan. Nirgends habe ich soviele Gleichgesinnte gefunden wie hier, in meiner Filterbubble. Das heißt nicht, dass wir immer einer Meinung sind, keineswegs…wir diskutieren gerne alles aus, tauschen uns aus, lernen von einander. Viele von euch sind mittlerweile Freunde geworden. Das Internet ist durch euch, trotz Anonymität und vieler negativen Beispiele da draußen, irgendwie ein Zuhause geworden.

Ich merke grad, ich könnte noch eine Weile so weiter machen. Wenn man einmal damit anfängt sich auf Dankbarkeit zu besinnen, dann fallen einem viele tolle Dinge ein. Versucht es mal. Ich find es macht ein schönes warmes Gefühl rund um’s Herz.  

Ich bin gespannt auf eure Dankbarkeiten. Schreibt sie alle auf, groß und klein, wichtig und banal, gigantisch und mondän. Lasst uns uns auf das Gute besinnen, während es soviel gibt, über das man sich sorgen und/oder aufregen könnte (und auch sollte!). 

Ich würde mich freuen, wenn viele bei der Challenge mitmachen und/oder diese Aktion teilen und weitertragen. Und denkt an den Hashtag #DankbarimNovember (Das Bild darf natürlich auch gern verwendet werden, falls ihr kein eigenes passendes habt).

14 thoughts on “Dankbar im November – Challenge

  1. Hurra, ich habe es gerade noch so geschafft auch darüber zu schreiben. Und das beste ist, ich konnte zum ersten Mal seit 3 Monaten hier auf WordPress richtig verlinken 😎

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