#WMDEDGT im November 2016

Heute war mal wieder der 5. des Monats und da fragt die liebe Frau Brüllen ja bekanntlich immer „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ Heute war alles etwas hektisch. Und jetzt bin ich etwas „durch“, daher halte ich dieses Tagebuchbloggen einfach mal ganz kurz und knaggisch, ok?

7:50 Zehn Minuten vor dem Weckerklingeln wache ich auf. Seltsam…ich hatte damit gerechnet, dass ich heute morgen nicht aus den Federn komme, war ich doch gestern Abend bis halb 10 beim Geburtsvorbereitungskurs und habe danach noch bis tief in die Nacht Muffins gebacken und die heutige Perlen-Halloween-Party vorbereitet. Nun denn…ich bin wach. Erstmal mache ich mir einen Kaffee und gucke, was online so los gewesen ist, diese Nacht.

9:00 Ich stolpere über das Update einer Freundin aus Amerika. Ihr neues Baby ist geboren, leider mit einem schweren Herzfehler. Somit muss little R. leider schon mit einem zarten Altern von zwei Tagen am offenen Herzen operiert werden (die 2. OP dieser Art ist schon für nächste Woche geplant). Die Ärzte geben ihr eine Überlebenschance von 25%. Ich bin total schockiert und mit meinen Gedanken bei der Kleinen Kämpferin und ihren Eltern (die vor etwa drei Jahren schon ihre älteste Tochter verloren). Mein Herz bricht für diese Familie und irgendwie ist mir plötzlich gar nicht mehr nach feiern.

9:40 Mit etwas Verspätung trudel ich im Geburtsvorbereitungskurs ein. Wir reden über „pathologische Befunde unter der Geburt“ und „Sectios“. Es ist sehr interessant muss ich sagen, auch wenn manche Mamas im Kurs etwas Angst bekommen. In der Frühstückspause kommt einer der werdenden Papas auf mich zu und erzählt mir, dass er damals als OP-Pfleger beim Not-Kaiserschnitt der Perle dabei war. Ich bin total überrascht, dass er sich daran erinnern kann, aber er erklärt, dass das damals echt ziemlich dramatisch gewesen sein muss. Diese Aussage und die vielen Erklärungen der Hebamme an diesem Wochenende geben mir immer mehr das Gefühl, dass bei der Perlengeburt einfach irgendwie alles falsch gelaufen sein muss, was falsch laufen kann. Irgendwie gibt mir das Mut, dass es dieses Mal alles besser wird.

12:00 Wegen den noch anstehenden Party-Vorbereitungen verabschiede ich mich vor den Wochenbett-Erläuterungen und der Kreissaal-Besichtigung (das macht meine Hebamme separat mit mir) vom Kurs. Ich hole schnell eine ziemlich aufgeregte Perle beim Papa ab und wir fahren nach Hause. Dort bereiten wir den Rest vor (Icing auf die Cupcakes, Chips/Popcorn in die Schüsseln, Musik aussuchen/anmachen, etc.). Die Perle hilft fleißig mit und so wird das Warten auch nicht ganz so lang. Dann verkleiden wir uns noch (die Perle ist eine Fledermaus und ich habe mir ein Skelett-Kostüm gebastelt).

halloween-food

14:50 Die ersten Gäste trudeln ein. Ich freue mich, dass Klein UND Groß verkleidet ist und die Kids stürmen gleich das Kinderzimmer. Wir Großen kochen Kaffee (einen riesen Dank an dieser Stelle an Katha, die ihre Kaffee-Maschine zur Verfügung stellt, damit ich nicht individuelle Kaffees mit meiner Padmaschine machen muss) und akklimatisieren uns.

15:30 Alle Gäste sind da (sogar Vany von Place for Memories und die Murmelmum von Chaos Hoch Zwei haben es mit ihren Kids „aus der Ferne“ zu uns geschafft, worüber ich mich sehr freue) und die Kids schlagen sich die Bäuche voll. Ich freue mich wie sehr es ihnen schmeckt und wieviel Spaß sie haben. Als die Kids alle schön angezuckert sind und wieder „Party machen“ gehen dürfen wir Großen Kuchen essen. Es ist ein sehr netter und gemütlicher Nachmittag. Die Mamas trinken ein Sektchen und die Kids spielen Stopptanz und schmücken sich mit Knicklichtern (DAS Highlight). Ich muss nur einmal kurz schimpfen und es gibt auch nur ganz wenige Tränen (und das bei 12 Kindern zwischen 3-8 Jahren).

17:00 Ich mache mich ans Abendessen und die Mamas helfen tatkräftig mit. Dann essen erst die kleinen Raubtiere (Chicken Nuggest, Pommes, Würstchen mit Spaghetti und Gurken), danach essen wir Mamas den Rest. Wie das halt so ist. Nach und nach werden die Gäste abgeholt, bzw. brechen auf. Die Tränen werden mehr und man merkt, dass es auch einfach reicht. Ein paar Mamas lassen es sich nicht nehmen noch etwas aufzuräumen, so dass für mich eigentlich nicht mehr viel zu tun ist, als alle weg sind.

18:30 Alle sind weg, plötzlich ist es ganz still. Die Perle sinkt auf den Boden, schaut mich an und sagt „Wow, Mama, das war die allercoolste Party!“. Ja, genau dafür mache ich das alles! Es war aber auch echt schön und nett und hachz…flauschig.

19:00 Die Perle und ich räumen ein wenig herum, ich verkleinere wieder unseren Küchentisch und räume die Klappstühle weg. Dann geht die verschwitzte Perle in die Wanne und ich versorge die übrigen Lebensmittel. Dank der üppigen Goodie-Bags der Gäste haben wir zum Glück nicht allzu viele Reste. Die übrigen Muffins gibt es zum Frühstück und für die zwei übrigen Schokoküsse fällt mir später sicher noch eine Verwendung ein (muhaha…und ne Flasche alkoholfreier Sekt wurde mir ja auch heute mitgebracht…perfekte Kombination).

20:00 Die Perle kommt frisch und müde aus der Wanne. Wir inspizieren noch eben ihre Haare (same procedure as every evening) und dann verschwinden wir beide mit dem restlichen Popcorn im Bett und gucken noch einen Disney-Film (ich habe aber so die Befürchtung, dass die Perle es wohl nicht bis zum Ende des Films schafft…und ich wohl auch nicht…).

Das war unser 5. November 2016. Schön, aufregend, lecker, gruselig, laut, wuselig, flauschig. Eigentlich ein schöner Beispieltag unseres Lebens.

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