Wo bleibt der Aufschrei? #neinheisstnein

Frauenrechte
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Als Frau und Mutter einer Tochter habe ich die Geschehnisse der letzten Wochen rund um das beschämende Urteil des Vergewaltigers in Kalifornien und den Skandal um Gina-Lisa’s gefilmte Vergewaltigung (nein, es war KEIN Sex-Video, SEX ist einvernehmlich, alles andere ist GEWALT) sehr argwöhnisch betrachtet und muss sagen, dass ich sehr besorgt und zugegebenermaßen ziemlich verwirrt bin. In was für einer Welt leben wir, in der Opfer-blaming anscheinend Mode ist und #neinheisstnein ein kontroverses Thema, das ernsthaft zur Diskussion steht? Lange habe ich darüber nachgedacht einen Text darüber zu schreiben und ganz ehrlich: Es fällt mir sehr schwer. Weil ich es einfach nicht verstehe, dass es überhaupt eine Debatte gibt. Dass es Menschen gibt, die tatsächlich das Interesse haben eine Vergewaltigung zu relativieren. Dass der Tatbestand einer Vergewaltigung in irgendeiner Weise Raum für Interpretation lässt. Dieser Zustand lässt mich so ungläubig zurück, dass es mir schwer fällt Argumente zu formen, da es einfach nicht in meinen Kopf will. Als Konsequenz klingen alle meine Argumente irgendwie mondän, da ich mir nicht vorstellen möchte und kann, dass es Menschen gibt, die dagegen argumentieren.

Aber fangen wir von vorne an. Viele haben es sicher mitbekommen, aber Anfang Juni gab es einen…ja, nennen wir es mal Justiz-Skandal, als Brock Allen Turner (20) zu lächerlichen 6 Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Brock war im Januar 2015 dabei erwischt worden, wie er sich nach einer Party an einer betrunkenen und ohnmächtigen Frau verging. Im Verlauf der Verhandlung hatte Brock’s Vater einen geradezu unverschämten Brief an den Richter geschrieben, in dem er ihn bat bezüglich der Bestrafung seines Sohnes Gnade walten zu lassen, weil er sich wegen „20 minutes of action“ doch nicht das gesamte Leben versaut haben könne. Und was tat der Richter? Er tat genau das. Brock erhielt lächerliche 6 Monate im County Gefängnis (im Gegensatz zu den 14 Jahren im Staatsgefängnis, die er hätte bekommen können), welches er wohl nach 3 Monaten wieder wird verlassen können. Die Begründung: „Ein längerer Aufenthalt im Gefängnis hätte einen zu negativen Effekt auf ihn haben können.“ ARE YOU FUCKING KIDDING ME? Wer denkt denn hier an den Effekt, den die „20 minutes of action“ auf das Opfer hatten, das ein Leben lang mit den Konsequenzen SEINER Tat leben muss? Keiner. Denn, wie Brock’s Vater in seinem Brief betonte, Trinken ist schlecht und hat halt negative Konsequenzen. (Wen es dennoch interessiert, wie SIE sich fühlte, der kann hier ihren Brief lesen, den sie in Auszügen während der Verhandlung verlas und in dem sie erklärt wie SIE die ganze Sache sieht).

Ist es das, was wir unseren Kindern beibringen wollen? Unseren Töchtern, dass ihr „nein“ keinen Wert hat, dass sie immer mit der Angst leben müssen, dass sie sich „falsch“ benehmen und somit in irgendeiner Art und Weise sexuelle Gewalt gegen sie legitimieren? Und unseren Söhnen, dass Frauen Objekte sind, die es zu benutzen gilt, und dass es keine Konsequenzen gibt, wenn man mal über die Strenge schlägt, weil das schließlich jedem mal passieren kann? Wenn man ganz ehrlich ist sind dies nämlich genau die Lehren, die man aus diesem Fall ziehen könnte. Es ist ein fürchterliches Signal, das die Justiz dort aussendet, welches ein Schlag ins Gesicht eines jeden Opfers sexueller Gewalt, in der Vergangenheit und in der Zukunft, ist. Es sagt „das, was die passierte ist eigentlich no big deal, keine Konsequenzen wert. Und überhaupt, wieso warst du überhaupt da/betrunken/so angezogen?“

Ja, wenn so etwas passiert wird ganz schnell nach Gründen gesucht. Und zwar in den meisten Fällen an der falschen Stelle, nämlich bei den Opfern. Und das passiert nicht nur im fernen Amerika, nein. Das passiert auch hier bei uns. In diesen Tagen läuft die Verhandlung GEGEN Gina-Lisa Lohfink bezüglich eines Videos, welches ihre Vergewaltigung zeigt. Ja, ihr habt richtig gelesen, GEGEN sie. Wie kann das sein, fragt ihr euch? Ja, das ist wirklich eine unglaubliche Geschichte. Nachdem in 2012 ein Video auftauchte, in dem Gina-Lisa beim Sex mit zwei Männern zu sehen war, brachte sie zur Anzeige, dass sie von diesen Männern vergewaltigt worden sei. Das Video selber belege diesen Tatverdacht, hörte man sie doch nicht einmal, nein, drei Mal „Hör auf“ sagen. Ein Bitten, welches nicht erhört wurde. Die Ermittlungen im Rahmen dieses Verdachts schlichen dahin, viele von Gina-Lisa’s Aussagen wurden in Frage gestellt, angezweifelt, relativiert. Den sprichwörtlichen Boden des Fasses schlug aber die Staatsanwältin aus, die erklärte, dass „der in den Videoclips deutlich zu hörende, drei Mal gesprochene Satz „Hör auf!“ reiche dem Gericht nicht als Beweis für eine Vergewaltigung. Sie könnte ja damit auch die akute Handlung gemeint haben, die der betreffende Mann in diesem Moment setzte – etwa der Versuch, seinen Penis in ihren Mund zu stecken – nicht den Geschlechtsverkehr an sich“.  Das Verfahren wurde irgendwann eingestellt und Gina-Lisa zu einer Geldstrafe wegen Falschverdächtigung verurteilt. Diese weigerte sie sich aber (verständlicherweise) zu zahlen. Nun steht sie wieder vor Gericht.

Der Fall Gina-Lisa Lohfink (hier nochmal als Chronik nachzulesen) ist ein Unding und zeigt sehr deutlich warum sich die Opfer von sexueller Gewalt oftmals nicht trauen mit dem, was ihnen passiert ist, zur Polizei zu gehen. Wenn man als Frau, als OPFER, Angst haben muss selbst beschuldigt zu werden läuft im System, in der Gesellschaft, etwas gewaltig falsch. Ich habe schon die wildesten Begründungen gehört, warum Gina-Lisa „selbst Schuld“ sei. Die sei doch eh eine Schlampe, die hatte doch am Tag davor noch mit einem von den Typen einvernehmlichen Sex, die muss sich doch nicht wundern so wie sie sich immer gibt, und so weiter und so fort. Man muss Gina-Lisa nicht mögen um zu sehen, dass hier etwas gewaltig schief läuft. Es kann doch nicht sein, dass ein „NEIN“ oder ein „HÖR AUF“ einer Frau relativiert wird auf Grund von Dingen, die sie in der Vergangenheit tat, oder Kleidung, die sie trägt, oder Mengen von Alkohol, die sie konsumiert hat. Nicht einer dieser „Gründe“ sind Dinge, die sexuelle Gewalt legitimieren. Und solange die Justiz das nicht sieht, solange eine Gesellschaft das nicht versteht, so lange sind unsere Kinder, sind wir, nicht sicher.

Unsere Töchter können sich nicht frei entfalten, nicht ohne Angst leben, sich nicht als geschützt ansehen. Und unsere Söhne lernen ein gestörtes Frauenbild, ein gestörtes Bild von Männlichkeit, ein gestörtes Empfinden von Macht. Es kann nicht sein, dass sich meine Tochter Gedanken machen muss, was sie anzieht, wie sie sich gibt, wo sie sich aufhält, wem sie Vertrauen schenkt. Es kann nicht sein, dass sie, das ich als Mutter, dass wir alle als Frauen, Angst haben müssen unseren Mund aufzumachen, wenn uns was angetan wurde.

Die Diskussionen der letzten Wochen, die Pro und Contra-Camps beider Fälle, haben mich schwer verunsichert. Und mir ist klar geworden, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben, bis wir sagen können, dass wir nicht in einer männlich-dominierten Welt leben, bis wir wirklich von Gleichstellung von Mann und Frau reden können. Solange ein Wort wie „NEIN“ im Angesicht irgendwelcher dubioser Gründe keinen Wert hat können wir nicht von Freiheit reden. Solange Opfern eine Mitschuld gegeben wird, solange Videos wie dieses produziert werden müssen (ein deutsches Äquivalent gibt es hier), weil die Thematik noch eine Debatte auslöst, solange kann sich keine Frau der Welt sicher fühlen. Und diese Realisierung macht mir unglaubliche Angst, Angst für meine Tochter, Angst für mich, Angst für alle Frauen dieser Welt.

Und ich frage mich wirklich: Was tun wir gegen diese Angst, diese lähmende Furcht, diese Hilflosigkeit? Wo zur Hölle bleibt der Aufschrei? Klar, der Hashtag #neinheisstnein trended seit Wochen immer mal wieder, viele bekennen sich als #teamginalisa, viele Blogger haben schon über dieses Thema geschrieben und selbst die Medien präsentieren Gina-Lisa Lohfink immer öfter als Opfer und stellen unser System in Frage. Aber was bringt das alles? Es bringt eine Debatte zum Vorschein, in der mit altertümlichen Argumenten geworfen wird, die aufzeigt wie wichtig es ist, dieses Sentiment des Opfer-Shaming öffentlich zu verurteilen. Aber was macht die Politik? Die Justiz? Eine im März diesen Jahres vom Bundeskabinett auf den Weg  gebrachte Gesetzesverschärfung ist ein erster Schritt, aber noch lange nicht genug im Kampf gegen die Relativierung sexueller Gewalt. Diese Veränderung muss in den Köpfen der Menschen anfangen, muss glasklar und diskussionslos zum Schutze der Frauen dieser Welt ausfallen. Hier ist (wohl leider noch immer) ein Paradigmenwechsel nötig. Die Würde der Frau gehört als unantastbar anzusehen, in den Köpfen der Menschen und in der Politik und Justiz. Ohne Pardon, ohne Ausflüchte, ohne mildernde Umstände. Das Sentiment, dass es uneinvernehmlichen Sex gibt gehört ausradiert. Uneinvernämlicher Sex ist nämlich kein Sex, sondern schlichte Gewalt. Es gibt nur Sex ODER Gewalt. Alles andere ist eine Lüge, die unsere Gesellschaft vergiftet, unsere Justiz verzerrt, unsere Politik verwirrt und unsere Kinder gefährdet.

7 thoughts on “Wo bleibt der Aufschrei? #neinheisstnein

  1. Es ist einfach erschreckend. Ich habe immer versucht dieses Thema zu verdrängen. Wollte keine Angst haben, wenn ich Nachts in einer fremden Umgebung oder in angeblichen „asking for it“-Klamotten (das fängt ja schon bei einer Bluse mit drei offenen Knöpfen oder einem leicht durchsichtigen Oberteil an) unterwegs war.
    Da das damals nicht sonderlich gut funktioniert hat, ließ ich es nicht mehr dazu kommen, alleine unterwegs zu sein.
    Ich verstehe einfach nicht, wie manche Männer so extrem Schwanz-gesteuert sein können. Es wird immer argumentiert, die Frau würde auf Grund ihrer Kleiderwahl danach fragen. Anstatt sich einfach zusammen zu reißen. Eigentlich ist solch ein Verhalten nicht männlich, sondern schwach. Und eine Beziehung ist ebenso keine Freikarte für Sex ohne Einverständnis.
    Erst kürzlich fuhr ich dann doch spontan zu einem Konzert. Alleine. Nachts. In Luxemburg-Stadt. Ohne Handyempfang. Und fand mein Auto nicht mehr.
    Es ist schon schlimm genug, dass man sich als Frau nicht sicher fühlt in solchen Situationen. Ich bin die Straßen abgelaufen um 12 Uhr Nachts. Jeder Mann, den ich sah, schaute mich komisch an. Vielleicht bildete ich es mir auch nur ein. Manche sagten „Salut“ und drehten sich noch mal um. Das war mir unheimlich. Ich fand eine Gruppe, zwei Männer und eine Frau, die ich nach dem Weg fragte. Wenigstens wusste ich jetzt wo ich hin musste und dass ich aus dem gefährlichen Viertel der Stadt raus war. Immer noch mit verschränkten Armen lief ich Richtung Auto. In den 300 Metern wieder bloß gaffende Männer.
    Dabei trug ich verdeckende Männerkleidung. Not asking for it.
    Plötzlich sah ich eine Gruppe Männer. Es waren um die zehn Stück. Einer kam mir entgegen: “ Salut beautiful“… den Rest in einer Sprache, die ich nicht verstand. Ich sah ihn an und ging einfach weiter. Die anderen sprachen mich auch auf dieser Sprache an. Dem klang und aussehen nach zu urteilen, Afrikaner. Ich musste mitten durch sie durch laufen. Noch nie in meinem Leben hatte ich solche Angst, nicht mehr nach Hause zu kommen. Ich hatte ja immer verdrängt, dass solche Situationen auch mir passieren könnten. Zum Glück hat niemand mich angerührt.
    Ich bin immer noch geschockt und kann mittlerweile auch nachvollziehen, dass meine Eltern in der Hinsicht so streng und ängstlich waren.

  2. Das Problem bei der Urteilsfindung um den Fall von Gina-Lisa Lohfink war anscheinend dass die Aussagen von Gina-Lisa widersprüchlich waren und dem Gericht weiteres, bisher nicht an die Öffentlichkeit gelangtes, Videomaterial vorlag worin sie sich explizit gegen die Aufnahme auf Video aber nicht gegen den Sex gewehrt hat.
    Unter diesem Aspekt leuchtet einem das Urteil der Ablehnung und Falschverdächtigung ein. Auch wurde dabei erwähnt dass ein Verkauf des Videos nicht vor Strafverfolgung schützt, wenn die Vergewaltigung tatsächlich stattgefunden hätte, und die Medien die Namen der Filmersteller freigeben hätten müssen.
    Die Medienaufbereitung erfolgt jedoch nur aufgrund des im Internet auffindbaren Videos sowie einzelner medial inszenierter medialer Urteile. Wodurch eine für die Öffentlichkeit verständliche Urteilsfindung nicht möglich ist.
    Im Fall des Brock Allen Turner war es eindeutig dass es eine Vergewaltigung war und bei hiesigem Recht wäre er auch verurteilt worden mit mehreren Jahren Haftstrafe. In den USA liegt aber die Höhe der Strafe mehrheitlich beim Richter bzw. den Geschworenen, Schöffengerichte hierzulande sind mehrheitlich für die Urteilsfindung und nur bedingt für die Strafhöhe verantwortlich.
    Die Verschärfung der Gesetze die in diesem Fall zu tragen kommen würden darf man leider erstmal als Nebelgranate ansehen da bereits Andeutungen gemacht wurden nur optische Korrekturen vorzunehmen. Das Problem dabei ist dass juristisch zwar der Rahmen passt aber nicht der Zugang zum Opfer und Täter, es wird mehrheitlich nur die Tat aber nicht das Umfeld beurteilt.
    So konnte in diesem Fall, von Lohfink, nur beurteilt werden ob es eine Vergewaltigung war und nicht ob die Situation aufgrund des erhöhten Alkoholkonsums zu einem reduzierten Urteilsvermögen geführt hat und sie leichter für den Akt selbst überzeugt werden konnte.

    Falls ich irgendjemanden durch meine sterile Ansichtssache verletzt haben sollte so tut mir das Leid und ich kann verstehen dass viele dieses Thema emotional und vielleicht persönlich verfolgt haben aber ich muss solch ein Thema von einem objektiven Standpunkt beschreiben.

  3. Lies Dir mal auf jetzt.de die Interviews mit den 2 Rechtsanwältinnen zu dem Thema durch. Die eine vertritt meistens Opfer, die andere meistens Täter oder Täterinnen. Da kommt das ganze Drama ganz gut raus, denn das Problem ist, dass es keine Zeugen gibt. Auch im Fall Gina-Lisa gibt es die nicht. Die erwähnten Filme sind wohl aus Sicht des Gerichtes und der Staatsanwaltschaft nicht so eindeutig wie das in manchen Medien dargestellt wird. Ich kann es nicht beurteilen. Was mich wunderte war, dass es angeblich am Tag danach auch wieder einvernehmlichen GV gegeben haben soll, da sie damals wohl nicht von den Auswirkungen der Videos wusste. Auch das kann ich nicht beurteilen, da ich nicht dabei war. Wenn man sich Fälle wie Andreas Türk anschaut, dann muss man aber leider auch feststellen, dass es durchaus „Opfer“ gibt, die Täter oder Täterinnen falsch beschuldigen. Diesen Makel wird man nie wieder los. Wenn es berechtigt ist, dann soll man für ewig in der Hölle schmoren aber wenn es falsch war, dann soll das vermeintliche „Opfer “ zur Rechenschaft gezogen werden.

  4. Ich kenne die beiden Fälle und man hat manchmal die Vermutung, dass die die Urteilen, weil sie Männer sind oder keinen Bezug zu den Folgen einer Vergewaltigung haben, diese nicht als so schädigend und traumatisierend bewerten, wie sie sein kann. Was wäre wenn die Opfer Männer sind also ein Betrunkener heterosexueller Mann wird vergewaltigt „20 min Aktion“ wäre das Urteil ähnlich? Was wenn anstatt Gina-Lisa Matts Hummels oder Ottfried Fischer auf dem Video wären?
    Hoch spekulativ aber ein erster Ansatz um zu verstehen, warum das zufügen einer nachhaltige Traumatisierung – keine adäquaten juristischen Folgen hat.

  5. Ja, „Wo bleibt der Aufschrei?“, frage ich mich zur Zeit häufiger, aber bei diesem Thema ganz besonders. Ein guter Text!
    Ich bin selbst junge Mutter einer Tochter und mir geht es genau wie dir: Ich habe auch Angst um sie und auch um mich und auch wenn wir zu zweit unterwegs ist, ist es nicht viel besser. Das ist traurig, eigentlich sollte es hier doch nicht mehr ganz so schlimm sein, aber ich denke, das ist eine Illusion.
    Liebe Grüße, Becky

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