Tagebuchbloggen oder WMDEDGT 09/2015

Es ist der 5. im Monat und Frau Brüllen möchte mal wieder wissen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag (WMDEDGT)?

Heute habe ich, nach dem gestrigen Fußballabend mit anschließender Kneipentour, erstmal ausgeschlafen. Eigentlich wollte ich ja früh aufstehen, aber als ich mit einem leicht angedötschten Schädel um 8 Uhr das erste Mal wach wurde entschied ich mich lieber noch etwas zu schlafen. Also stand ich erst so gegen 11 Uhr auf. Fluchs angezogen und nen Kaffee getrunken, dann musste ich auch schon los. Um 12 Uhr startete meine Schicht im hiesigen Flüchtlingsheim, wo ich heute bei der Essensausgabe helfen sollte.

Dort angekommen musste ich mich erstmal bei der Security melden und eintragen lassen und bekam dort meinen Besucherpass. Dann wurde mir der Weg in den Speisesaal beschrieben, den ich nach ein wenig Sucherei auch fand. Schnell eingewiesen, dann ging es auch schon los. Die Flüchtlinge, die dort untergebracht sind sind alle erst am späten Donnerstag Abend dort angekommen. Das merkte man ihnen auch an, alle sahen sehr erschöpft aus und redeten nicht viel, weder mit uns noch untereinander. Still holten sie ihr Essen ab, ein paar murmelten gebrochene Fetzen wie „Dankeschön“ und „Thank you“ und setzten sich dann an einen der vielen Tische. Das Essen dauerte anderthalb Stunden, danach machten wir alles sauber und bereiteten schonmal alles für das Abendessen vor.

Nach dem Essen stand ich noch mit ein paar Flüchtlingen auf dem Schulhof (das Lager ist eine alte Schule) und kam doch noch mit ein paar ins Gespräch. Einige fragten ob die Stadt wirklich so klein sei und andere frugen ob ich ggf. eine warme Jacke für sie hätte. Sie hätten keine und es wären wohl noch nicht genug gespendet worden. Zwei von ihnen begleiteten mich noch zum Auto und halfen mir die Spenden auszuladen, die ich mitgebracht hatte: Einen Buggy und warme Kinderklamotten. Leider nichts für sie. Ich unterhielt mich dann noch ein wenig mit den Helfern von den Johannitern vor Ort und dann musste ich auch schon wieder los.

Wieder zu Hause erzählte ich der Perlenoma und dem Perlenopa von meinen Eindrücken und die beiden begannen sogleich warme Jacken zusammen zu suchen, die sie nicht mehr brauchen. So kann ich morgen, wenn ich wieder hinfahre, wenigstens ein paar von ihnen warme Jacken geben. Nachdem ich die gespendeten Jacken schonmal ins Auto geladen hatte machte ich mich auf den weg zum Stadtteilfest, welches heute stattfand. Auf dem Weg las ich noch den Kollegen vom Perlenpapa auf, der mit seiner Tochter im Regen stand und auf den etwas verspäteten Perlenpapa wartete.

Auf dem Fest war trotz Mistwetter ziemlich viel los. Es gab live Musik, Fressbuden und allerlei Spiele für die Kleinen. Dort hatte ich mich auch mit der Mäusemama verabredet, die ich auch ziemlich schnell fand. Wir klönten bei einem Käffchen und machten Pläne für die Zeit nach meinem baldigen Umzug. Ich freue mich darauf bald wieder in der Nähe zu sein und dass wir uns dann öfter sehen können. Die Perle und die Minimaus spielten auch fröhlich miteinander, sodass wir uns sicher waren: Der Grundstein für eine Freundschaft zwischen den beiden war gelegt. Dann hatte ihre große Maus noch einen Tanzauftritt, dem die Perle auch gebannt zusah. Wer weiß, vielleicht hat sie ja wirklich auch Spaß am tanzen. Wir werden nach unserem Umzug jedenfalls mal eine Schnupperstunde in der Tanzschule der Mäuse machen und gucken, ob das was für sie ist.

Irgendwann löste sich der größte Andrang auf dem Fest und wir waren auch reichlich durchgefroren. Also ging ich mit dem Perlenpapa, seiner Freundin und der Perle Richtung Zuhause um mich erstmal aufzuwärmen und zu duschen. Nun werde ich gleich mit einer Freundin wieder runter auf das Fest gehen und dort zu Abend essen und mit ein paar Leuten von ganz früher ein-zwei Bierchen trinken. Ich hoffe es wird nicht allzu kalt.

Und was habt ihr heute den ganzen Tag so gemacht? Bei Frau Brüllen könnt ihr noch andere WMDEDGTs lesen oder euren eigenen Tagebucheintrag verlinken.

2 thoughts on “Tagebuchbloggen oder WMDEDGT 09/2015

  1. Meine liebe,
    es war ein herrlicher Nachmittag!
    Ich war so begeistert von deinem kurzen Bericht über die Essensausgabe am Flüchtlingsheim, dass ich mir meinem Mann direkt besprochen hab, dass ich nächstes Wochenende auch hin geh.
    Er findet die Idee gut!
    Bis hoffentlich ganz bald!
    Liebste Grüße

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