Unser Familienbett – Meine Garantie für guten Schlaf

Durch einen Beitrag bei der lieben Herzmutter stieß ich auf den Beitrag von StadtLandMama, in der die Autorin ihre Gedanken zum Familienbett ausgiebigst erklärt und auftut, warum sie so rein gar nichts davon hält. Die Herzmutter auf der anderen Seite findet das Familienbett super und zwar nicht weil sie, wie die StadtLandMama mutmaßt, nicht loslassen kann, sondern weil sie für sich und ihre Kinder herausgefunden hat, dass es die richtige Option ist. Mommywars galore, dieser Ausgangsbeitrag. Fingerzeigen und aus dem Fenster lehnen um ein paar mehr Klicks zu bekommen und vielleicht sogar ein kleines Shitstörmchen…das erfreut doch das Bloggerherz. Doch es tut dem Mutterherz weh. Nämlich denen, die keine „easy sleeper“ haben, deren Kinder schlecht einschlafen, Nachts oft aufwachen, deren Kinder Nähe brauchen, körperliche und seelische. Die sollen sich nun mitleidig ansehen und sollen sich auch noch schuldig fühlen.

Nein. Das stimmt nicht. Es ist doch toll, wenn man für seine Kinder und sich heraus gefunden hat, dass das mit dem Familienbett eigentlich eine ganz töfte Sache ist. So klappt es bei einigen halt besser mit dem Schlaf und vereinfacht die ganze Zubett-Geh-Routine vielleicht. Und Familienbett ist ja nicht gleich Familienbett…das heißt nicht, dass das Kind nach dem Einschlafen nur an Mama klebt und man sich auch ab 20:00 keine Auszeit gönnen kann. Also wir praktizieren das Familienbett so, dass die Perle abends ins Bett geht (mit Geschichte, Fotos auf dem Handy angucken und singen) und dann auch schläft. Manchmal ruft sie noch nach mir, aber das ist sehr selten. Wir haben das schon immer so gehalten und das ist einfach so. Ich glückliche. Dann hab ich Zeit um ich zu sein und nicht „nur“ Mama. Gegen 23:30 wacht sie dann meistens auf und ruft nach mir, „Mama jetzt auch Bett geh’n, ja?“ und dann muckel ich mich dazu. Dann schmusen wir etwas und sie schläft wieder ein und ich kann im Bett noch etwas lesen oder twittern und dann schlafe ich auch. Und zwar durch. Trotz Perle im Bett…oder vielleicht grad wegen…und die schläft auch durch.

Wir haben es mal eine Weile versucht, dass sie in ihrem eigenen Bett in ihrem eigenen Zimmer schläft, aber das war nix für uns. Die Perle konnte abends sehr schlecht einschlafen und hat nachts immer schrecklich geweint und da sie zuviel Angst hat um im dunkeln alleine aufzustehen musste ich dann hin und sie holen. Auch als wir wieder ins Familienbett wechselten wachte sie noch immer wieder auf, an durchschlafen war nicht zu denken. Also war sie morgens dann motzig und ich gerädert. Nein. Wir führten also das Familienbett wieder ein und siehe da, die Perle konnte wieder durchschlafen und ich somit auch.

Ich sehe mich nicht als Glucke oder Übermama, nur als eine ziemlich müde Mutter, der ihr Schlaf heilig ist. Und ja, ich mag das Muckeln in der Nacht und wenn die Perle neben mir atmet. Ich habe mich nicht einmal beschwert, dass die Perle bei mir im Bett ist. Ich sehe es als unsere individuelle Lösung für ruhige Nächte…für uns beide.

Wie die Herzmutter schon schrieb, das Familienbett ist sicher nicht jedermanns perfekte Lösung. Ich habe eine Freundin, die hat einen unheimlich leichten Schlaf und kann nie schlafen wenn die Kinder im Bett sind. Familienbett wäre also undenkbar für sie, aber ihre Kinder brauchen das auch gar nicht. Sie schlafen gut und vor allem durch und das in jeweils ihrem eigenen Bett. Gut so. Schlecht wird es, wenn die Kinder auf Familienbett stehen, die Eltern aber nicht. Oder wenn die Eltern auf das Familienbett bestehen, die Kinder aber lieber in ihrem eigenen Bett schlafen würden. Ersteres verspricht schlaflose Nächte, letzteres würde ich dann wohl auch eher als glucken bezeichnen. Jeder muss eine Lösung finden mit der jeder im Haus/Bett leben kann. Manche haben es da leichter als andere, manche leiden dabei mehr als andere. Ich glaube keiner brüstet sich mit Schlaflosigkeit…wer kommt schon gerne um seinen Schlaf?

Beim Perlenpapa schläft die Perle übrigens in ihrem eigenen Bett, in ihrem eigenen Zimmer. Manchmal kommt sie nachts zum Papa, manchmal kommt er nachts zu ihr und manchmal, ganz selten, da schläft sie auch durch. Das ist aber die Lösung von der Perle und ihrem Papa. Die beiden haben sich das so ausgearbeitet und seit die Perle dort ein neues Bett mit Rutsche und Tunnel hat WILL sie auch in eben diesem Bett schlafen. Wer würde da schon sagen, dass sie dies nicht dürfe?

Typisch Mommywars…“Das ist meine Lösung und das sollte jedermanns Lösung sein.“ Das ist engstirnig und kleinkariert. Lass die Leute doch machen was sie wollen. Und wie sie es wollen. Nicht jeder der anders ist ist gleich „überfordert mit einem Problem“ oder „irgendwie seltsam“ sondern schlicht und einfach anders als man selber. Und wenn man die klammernde Hand des Kindes nach dem einschlafen nicht loslassen will, dann darf man sie auch guten Gewissens zwei Stunden festhalten. Nur so. Ich werde da sicher keinen verurteilen, nur weil ich das nicht mache.

13 thoughts on “Unser Familienbett – Meine Garantie für guten Schlaf

  1. Danke für deinen Beitrag, sehr schön geschrieben – und auf den Punkt gebracht. Ich kenne Katharina jetzt nicht (durch mehrere Beiträge, so gut man Blogger eben kennen kann) verstehe aber nicht wieso sie durch Beleidigungen Aufmerksamkeit will…? Mich hinstellen und eine Meinung sagen ok, aber andere diffamieren? Übel…

    Liebe Grüße, Janina

    1. Das kann ich auch wirklich nicht verstehen, mir ist die Feindseligkeit mit der sie diesen Beitrag schrieb echt bitter aufgestoßen…daher wollte ich gerne was dazu sagen…auch wenn dein Beitrag es auch schon sehr gut auf den Punkt gebracht hat.

      Liebe Grüße,

      Die Perlenmama

  2. ..ich finde, jede Mutter /Vater sollte seine Kinder soweit kennen, um die beste Methode für diese Familie herauszufinden. Es gibt keine General-Lösung und die will auch niemand. Ich habe meine psychisch kranke Tochter sehr lange immer wieder mit im Bett gehabt, decke sie jetzt noch jeden Abend zu, obwohl sie 12 ist – weil sie es braucht.
    Im Gegensatz zu meinem 4-jährigen Sohn, der mir gerade noch einen Gute-Nacht-Kuss gestattet, wenn er mal wieder Freiheit braucht.
    Ich finde unterschiedliche Meinungen toll und liebe verschiedene Ansätze – was ich nicht mag, sind Versuche, die eigene Meinung als die einzig wahre darzustellen.. das braucht niemand !!
    Ich finde deinen Post klasse !
    Liebe Grüße – Linda, Auftragsmama

  3. Da hast du mich doch glatt angefixt und inspiriert auch meine Meinung zu dem Thema zu verbloggen.
    Ich finde deine Meinung Klasse und du hast mal wieder super geschrieben.
    Ich denke ähnlich und finde auch, dass man keinen verurteilen sollte wie er schläft.

    Danke dir!

    Liebste grüße

  4. Familienbett war für uns bei beiden Kindern die perfekte Lösung.
    Wie hätte ich plausibel erklären sollen, dass ein kleines Kind alleine schlafen muss und Erwachsene zu zweit schlafen dürfen?
    So ein Käse!
    Ein jeder wie er mag und wie es für die Familie passt!
    Happy Freuday

  5. da pflichte ich dir 100%ig zu. In ihr eigenes Bett hüpfen sie schon von ganz alleine, wenn sie soweit sind. Ich fand es auch immer schön und angenehm, rechts und links meine Kinder zu haben. Kam allerdings nicht jede Nacht vor, vielleicht 1-2x die Woche.

    Liebe Grüße,
    Suse

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