Unser Tag auf der Frankfurter Buchmesse

paradies

Am 11.10.2014 war es endlich soweit: Es ging auf die Frankfurter Buchmesse. Ich hatte mich als Bloggerin akkreditieren lassen und konnte somit gratis dort hin, was letztendlich meine Motivation war es dieses Jahr wirklich mal durchzuziehen. Und es war wirklich toll. Ich konnte bei der Perlenpatentante schlafen und zog mit einem ihrer Freunde los. Erster Halt, nach einem großen Kaffee und direkt nach dem Öffnen der Tore, war das Bloggerfrühstück von Dot Books, zu welchem ich vor Monaten schon eingeladen wurde. Das Frühstück selbst war etwas chaotisch, da der Sign-up nicht so richtig funktioniert hatte. Somit waren nicht alle Blogger mit Namenschildern ausgestattet, was das networking eher schwierig machte. Aber der Vorteil war, dass ich schon vor dem großen Ansturm in der Sachbuch-Halle war und somit schon ungestört rumschnüfen konnte. Doch es wurde schnell ziemlich voll. Also zogen wir ein wenig durch die Hallen, blieben aber nicht bei jedem Stand stehen. Am besten gefiel mir die Kinder- und Jugendbuch Abteilung. Hier war alles so liebevoll dekoriert und wir trafen sogar das Grüffelo. Toll war halt auch einfach die Vielzahl unterschiedlicher Bücher. Es gab, natürlich, auch viele finnische Bücher, immerhin war Finnland dieses Jahr Ehrengast.

books books books

Als es dann so richtig voll war flüchteten wir nach draußen und setzten uns eine Weile ins Lesezelt, wo zu der Zeit ein französischer Author interviewt wurde. Ich kann mir leider sehr schlecht Autoren Namen merken, daher kenn ich leider auch seinen nicht mehr.

außengelände

Lustig war, dass er mitten im Interview laut loslachte, da nämlich plötzlich eine Gruppe menschengroßer Füche ins Zelt schlenderte und sich in einer Sitzgruppe niederließ. Denn ja, auf der Messe waren auch wieder viele Cosplayer unterwegs. Viele von ihnen versammelten sich draußen am Brunnen, was ein ziemlich cooles, wenn auch surreales, Schauspiel war.

cosplayer

Zum Mittag traf ich mich mit einer lieben Twitterin, @littleWinter und ihrem Freund @swoop_hcm. Wir aßen in einem finnischen Restaurant unterhalb vom Finnland-Pavillon. Das war wirklich nett und lustig, und auch lecker, denn es gab Rentier-Geschnetzeltes und Steckrüben Püree. Wirklich sehr lecker. Danach besuchten wir noch den finnischen Pavillon, der wirklich sehr gut gelungen war. Die Atmosphäre war kühl, aber nicht uneinladend…halt ganz getreu dem Motto: Finnland.Cool. Auch hier gab es einen Bereich für Kinderbücher und deren Illustratoren, der auch wieder sehr liebevoll dekoriert und eingerichtet war.

spinne

Was ich sehr cool fand auf der Messe waren auch die vielen Kids. Auch wenn es mir für die Perle viel zu voll gewesen wäre fand ich es für die älteren Kinder echt toll. Ich sah viele, die sich mit Büchern in eine Ecke verzogen hatten und gebannt in ihnen blätterten. Kinder, die Bücher cool finden, erfreuen mein Herz.

kinder lesen

Was ich nicht verstand war die große Präsenz von Samsung auf dieser Messe. Es gab einige Stände und dort blinkten die glänzenden und bunten Displays und Kinder saßen in Liegestühlen und starrten apathisch auf eben diese Displays. Irgendwie kontraproduktiv auf einer Buchmesse.

display kids

Und auch sonst war viel abseits der Bücherwelt los. Viele Fernseh-Sender hatten Stände mit kleinen TV-Studios. Hier wurden Autoren  interviewt, Bücher vorgestellt und Diskussionen geführt. Das war ganz interessant, auch wenn ich natürlich die meisten Autoren nicht kannte.

3sat

Wie es sich für eine Messe gehört gab es natürlich auch wieder viele Dinge zum mitnehmen. Ich gehe zwar eigentlich nicht über Messen um soviele Kugelschreiber wie möglich abzustauben. Aber manchmal gibt es ganz interessante Dinge. So erwarb ich u.a. zwei CD’s, viel Material vom DAAD Stand (hauptsächlich jedoch für die Arbeit), tolle Postkarten, zwei interessante Magazine über Alltags-Psychologie und Soziale Arbeit und ein paar Flyer über verschiedene Illustratoren-Databases. Und ja, auch ein paar Kugelschreiber und Schlüsselanhänger.

beute

Das Fazit dieses Tages war: total interessant, aber auch anstrengend. Wir sind an diesem Tag laut Schrittzähler-App über 21,000 Schritte gelaufen und genau so fühltern sich meine Füße auch an. Nächstes Jahr würde ich gerne an einem Tag für Fachbesucher gehen, denn hoffentlich ist es dann nicht so voll. Aber dann würde ich auch die ganzen hübsch verkleideten Cosplayer verpassen, die wirklich ein kleines Highlight für mich waren. Es war wirklich ein toller, aufregender, und interessanter Tag.

2 thoughts on “Unser Tag auf der Frankfurter Buchmesse

  1. Das klingt nach einem schönen, kleinen Ausflug. Einer kleinen Auszeit ebenso. Die Messen bestätigen, was man in Buchkaufhäusern ebenso bewundern kann: Die Kinder von heute lesen noch immer sehr gern und mir scheint es sogar so, dass sie mehr lesen, als es in meiner Kindheit der Fall war, wo Spielekonsolen noch neu waren und man sich mit Freunden zum Zocken traf oder eben draußen spielte. Aber das mag auch nur ein falscher Eindruck sein. Ich denke, dass es schon sehr lange einen nicht zu unterschätzenden Teil von Kindern gibt, die sehr gern und sehr viel lesen und ich bin guter Dinge, dass sich das nicht so schnell ändern wird.

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