Der morgendliche Wahnsinn in der Perlenwelt

Die liebe Mama Mia hat heute über das morgendliche Chaos im Hause Mama Mia geschrieben und ich habe mich (mal wieder) köstlich amüsiert. Ganz a la „Zwei Dumme…“ spielte ich erst vor ein paar Tagen mit dem Gedanken unser Morgenritual mal zu verbloggen, also nehme ich diese Idee jetzt mal wieder auf und beantworte somit Mia’s Frage „Und ihr so?“

Bei uns startet der Morgen um 6:00. Da singt nämlich mein Handy los…zur Zeit meist irgendeinen ollen Country Song. Dieser fängt dann, auf Grund von extreme-snoozing, zwischen 3 und 50 Mal erneut an. Irgendwann bin ich soweit um mir den gesamten Song anzuhören…und dabei die meist recht mies gelaunte Perle zu wecken. Ernsthaft, sie ist wirklich übellaunig wenn sie geweckt wird. Schlimmer ist nur, wenn man sie nicht weckt, und sie dann später einem „leeren“ (siehe Bild) Bett aufwacht. Dann hört man irgendwann ein empörtes „EYYY!!!“ aus dem Schlafzimmer und kurz darauf eine schimpfende Perle, die einem ein vorwurfsvolles „niet slapen, wecken, MAMA!“ an den Kopf wirft.

Finde die Perle
Finde die Perle

Naja, jedenfalls bekommt die Perle dann erstmal eine Milch, die sie im Bett trinken darf, während ich mich anziehe und irgendwie versuche dieses Morgenmuffelmonster im Spiegel als Menschen zu verkleiden. Dann wird die Perle angezogen (mal mit, mal ohne Töpfchengang und danach zelebriertet Entsorgung der Ausscheidungen in der „grosse ‚lette!“), frisiert („piekäl guckän! Sööön!“), einer Zahnreinigung unterzogen (bei der ich das Biene Maja Lied singen muss, da sie nun eine Biene Maja Zahnbürste hat) und beschuht („NEE!!! SELFA MAKEN!!“)…äh…zieht sich ihre Schuhe an.

In der Zeit packe ich unsere Brotdosen (ich habe gemerkt wieviel Geld man spart, wenn man sich das Lunch mitnimmt…und da ich ja für die Perle eh eine Brotdose mache ist es auch quasi kein Aufwand), suche den Wauwau, packe unsere Taschen, biete der Perle Frühstück an („nee, Kinnagarten früstückän!“), schmeisse noch ne Maschine Wäsche an oder die Spülmaschine und trage dann den ganzen Kladeradatsch ins Auto. Die Perle kommt meistens schimpfend hinterher, weil sie die Musik aus-, Tür auf-, oder sonst was „selfa“-machen wollte, und klettert in ihren Sitz. Eigentlich könnten wir zu Fuss, bzw. mit dem Rad zur Kita gehen/fahren, aber da sie auf dem Weg zur Autobahn liegt, und ich morgens schlicht keine Zeit habe um den Weg drei mal zu gehen/fahren, nehmen wir das Auto. Schade eigentlich.

Also generell haben wir einen ziemlich straight-forward Plan am Morgen (und jede Abweichung wird von der Perle höchstpersönlich bemerkt und motzend kommentiert), Abweichungen gibt es nur bei der Zeit des Aufstehens und somit auch bei der Zeit des Haus-Verlassens. Ich komme einfach so schlecht aus dem Bett, besonders wenn es wie jetzt, so fies kalt ist. An sich mag ich den frühen Morgen, da kann man schon soviel erledigen, die Luft ist herrlich frisch und die Strassen noch schön leer. Ausserdem sind morgens die Sorgen, die abends noch gross und gruselig waren, ganz klein und fast nichtig neben dem Gefühl des „neuen Anfangs“ (poetisch, nech?). Fazit: Morgende sind cool, werden aber durch das „dafür aufstehen müssen“ voll versaut. Mir hat man mal vor einiger Zeit gesagt: „Wenn du Kinder hast verschläfst du nie wieder“…dass mein Kind aber noch ein grösserer Morgenmuffel sein würde als ich, das hat keiner erwartet.

Also was die Laune betrifft freue ich mich auf die Zeit, wenn die Perle endlich Kaffee trinken darf. Das hilft bei mir jedenfalls immer (den ersten gibt es aber, aus Zeitgründen, immer erst im Büro. Wo es ruhiger ist). Also ich muss wirklich sagen: Wenn es um die morgendliche Routine geht bin ich echt froh, dass die Perle und ich alleine leben.

So…“Und ihr so?“

6 thoughts on “Der morgendliche Wahnsinn in der Perlenwelt

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