Das Baby duschen – Tips für eine gelungene Babyshower

Auf Twitter wurde vor ein paar Tagen über Babyshower/Babyparties diskutiert und wie dieser doch sehr amerikanische Trend zur Zeit nach Deutschland, na eigentlich nach Europa, schwappt. Und es stimmt, jedenfalls in meinem bekannten Umfeld. In meinem Freundeskreis wird dies schon länger praktiziert und das auch mit sehr großem Spaß. Wir haben es sogar geschafft bisher recht verschiedene Babyparties (wie wir sie nennen) auf die Beine zu stellen, jeweils wie es zur gefeierten Mutter grad passt. In diesem Artikel habe ich ein paar Tips aufgelistet um eine gelungene Babyparty auf die Beine zu stellen.

cupcakes pink and tulips

  1. Als Planer für diese Babyshowers bietet sich natürlich die beste Freundin, Schwester, oder Mutter an. Hier sollte darauf geachtet werden, dass nicht nur die Leute aus dem eigenen Freundeskreis eingeladen werden, sondern auch nahestehende Freunde der werdenden Mutter aus anderen Kreisen. Das können auch Menschen sein, mit denen man selbst noch gar nichts zu tun hatte (Studien-Kollegen, Freunde aus der Heimat, Kollegen). Außerdem unbedingt darauf achten, beide Oma’s und auch die werdenden Tanten (und Onkels) einzuladen, wenn es die Familienverhältnisse zulassen. Man will ja auf keine Zehen treten und irgendwelche schlafenden Hunde wecken. Meine Babyparty war geschlechter-technisch gemixt, aber ich war auch schon auf vielen Parties, wo die Frauen unter sich waren. Hier kommt es wohl darauf an, wie die werdende Mama so tickt und wie der Freundeskreis organisiert ist.
  2. Ein wichtiger Teil ist der Überraschungs-Effekt. Die werdende Mutter weiß eigentlich nur, dass es irgendwann soweit sein wird, aber nicht wann. Das bringt viel Spaß auf allen Seiten. Einmal saßen wir mit Essen und Geschenken bepackt zwischen parkenden Autos auf einer Straße und warteten auf die restlichen Gäste. Ein anderes Mal war es meine Aufgabe, die ahnungslose werdende Mama zu einer Freundin zu locken („ich muss da noch schnell was abholen“). So verhindert man auch, dass sich die Mami vorher doch noch mit den Vorbereitungen stresst.
  3. Ein weiterer wichtiger Teil einer Babyparty ist natürlich auch das Essen. Die meisten Babyparties, auf denen ich war, fanden zur Kaffee- und Kuchen-Zeit statt. Hier war man sehr kreativ, was die gebackenen Goodies betraf. Einmal hatten wir Cupcakes, die wie kleine Mädchen dekoriert waren. Eine andere Babyparty nahm ich zum Anlass um endlich mal einen Regenbogen-Kuchen zu backen. Generell wird immer sehr viel Detail-liebe in eine hübsche Kaffeetafel gesteckt. Meine eigenen Babyparty fand abends statt und die Betonung lag auf Party. Die (damals werdende) Perlenpatentante hatte für Mojitos und Caipis für alle gesorgt, und mir auch eine alkoholfreie Version bereit gestellt. Dazu gab es Tomatensuppe, Salate und andere Snacks. Eine Idee ist es auch (so wird es auf der Arbeit immer gehalten) ein „Pottluck“ zu veranstalten, bei dem jedem Gast ein bestimmter Teil des Buffets aufgetragen wird. Das kann auch einen tollen Mix ergeben („Du bringst einen Kuchen, du einen Salat, du Brot und Dip, du eine Suppe, etc.).
  4. Dann sind die Spiele noch ganz wichtig. Was haben wir schon gelacht, während wir an einem Tisch saßen und zusammengerollte Babywindeln hin und her reichten und versuchten durch Riechen zu erkennen, womit sie gefüllt waren (Kaffee, Essig, Senf, Pfeffer, Bier, etc.). Die Fotos danach waren genial.  Dann gibt es natürlich noch das berühmte Bauchumfang-Raten oder das Wett-Trinken aus Babyflaschen. Auch Baby-Quizze und Wett-Wickeln mit Handschuhen sind sehr beliebt und Stimmungs-förderlich.
  5. Auch kreative Aktivitäten werden gern gesehen. Auf meiner Babyparty hat jeder Gast einen Body für die Perle bemalt, da kamen echt die tollsten Sachen bei raus. Eine andere Möglichkeit um kreativ zu werden ist es, wenn jeder Gast das Kind zeichnen muss – mit verbundenen Augen (und hinterher die gesammelten Kunstwerke für die Mama einzurahmen). Wenn die Gastgeberin oder ein Gast fit an der Nähmaschine ist, dann kann man auch ein Quilt aus bemalten und beschriebenen Stoffteilen machen, der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Eine weitere Idee ist es, den Bauch der werdenden Mutter zu bemalen, sofern diese sich im Angesicht der Gäste komfortabel dabei fühlt.
  6. Die Deko ist ein weiterer wichtiger Teil. Bei unseren Parties werden meistens kleine Baby-Artikel auf dem Tisch verteilt (Schnuller, Babyshampoo, Spielzeuge, kleine Socken, etc.). Dann gibt es natürlich Luftschlangen und Ballons, Babyfotos der Mutter und des Vaters, kleine Bodies, lustige Eltern-Cartoons, etc. Man kann sich auch gemeinschaftlich auf ein Farbschema einigen und die Deko-Aufgaben unter den Gästen verteilen, was oft wiederum einen schönen Mix zur Folge hat. Inspirationen für die Deko findet man auch zu Hauf auf pinterest. Einfach nach dem Schlagwort „Babyshower“ suchen und man bekommt Tausende von Vorschlägen.
  7. Und dann fehlen in dieser Liste natürlich noch die Geschenke. Einerseits kann man zusammen legen und der Mutter, den Eltern, oder dem Kind etwas größeres besorgen. Das könnte ein Wandbild vom Ultraschall-Bild sein, eine Namenskette, eine Massage für nach dem Wochenbett, einen H&M Gutschein für nach der Geburt, eine Bauchbild-Session beim Fotografen, oder etwas, von dem man weiss, dass sie es noch für die Erstaustattung brauchen. Oder aber jeder besorgt was eigenes, doch dann kann es schnell passieren, dass die werdende Mutter doppelte Dinge bekommt oder Dinge, die sie eigentlich nicht gebrauchen kann. Generell ist der Fokus auf Geschenken in Amerika aber sehr viel größer als hier.

Ganz generell ist es halt wichtig, dass eine solche Party der baldigen Mutter keine Arbeit bereitet, sondern sie sich einzig und allein mit ihren Freunden/Freundinnen auf dieses Abenteuer des Mama-werdens freuen kann. Man sollte übrigens bloß nicht vergessen ausreichend Bilder (vor allem Gruppenfotos) zu machen, die sind meist ganz tolle Erinnerungen. Der richtige Zeitpunkt für eine solche Party ist auch sehr wichtig. Es sollte nicht zu früh sein, wenn die Mama sich selbst noch nicht so ganz darauf vorbereiten konnte, dass sie bald Mama wird. Außerdem sollte sie natürlich schon einen gewissen Babybauch vorzuweisen haben. Am besten eignet sich, aus Erfahrung, wenn die Mama schon im Mutterschutz ist. Aber hier darf natürlich nicht zu lange gewartet werden, denn wann man sich nicht mehr wirklich bewegen kann, dann macht auch die am besten vorbereitete Party keinen Spaß. Außerdem wäre es ja auch schade, wenn das Baby vor der geplanten Party zur Welt kommt…die halten sich nämlich nicht an derartige Absprachen.

Ich mag diese Babyparties sehr, hier kann man sich ganz und gar auf das Baby freuen, lecker essen, mit den Freunden Spaß haben, und der Freundin zeigen, dass sich alle ihre Lieben mit ihr freuen und für sie da sind. Versucht es doch mal…nicht alles, was wir von den Amis übernehmen ist absolut oberflächlich, un-authentisch und schlecht.

baby cupcakesss

7 thoughts on “Das Baby duschen – Tips für eine gelungene Babyshower

    1. Wie gesagt, wir planen die parties individuell nach den Vorlieben der Mutter…vielleicht ist ja irgendwann bei deiner mal sowas, in etwa, drin…hihihi.

      1. Ich hätte damit weniger ein Problem. Nur meine Elfe sieht das ganz anders. Ich ernte soeben einen strafenden Blick … 😀

        Lustig aber, auf welche Ideen die Leute kommen.

  1. Am schönsten finde ich es, dass es in deiner Version wirklich um die Mama geht – auch bei den Geschenken (Massagegutschein für nach dem Wochenbett, grandios!). Finde ich schöner als die berühmte Windeltorte, so praktisch sie auch sein mag.

    1. Ja, das ist auch wirklich immer der Hintergedanke…mama darf sich nochmal feiern lassen…Betonung auf SICH…;-)

      Was auch immer gut kommt ist ein babysitting-Gutschein zum Massagegutschein, sonst wird’s schwer…;-)

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