Die Camping-Generalprobe

mosel

Da wir ja einen Urlaub mit VW Bus und Zelt planen fand ich es eine wunderbare Idee, das ganze im-Zelt-schlafen mal zu üben. Unsere ehemaligen Nachbarn und noch stets guten Freunde (aus der Heimat) haben zur Zeit einen Wohnwagen an der Mosel stehen und zusammen mit ihren Kindern (zusammen aufgewachsen und immer noch gute Freunde) überlegten wir sie für zwei Tage und eine Nacht zu besuchen. Ganz toll: Perlenoma und Perlenopa würden auch dort sein, als Tagesbesucher.

Leider kamen wir mal wieder viel zu spät los und die ganze Autofahrt zog sich länger als angenommen. Doch die zwei Mädels der Nachbarfreunde waren dabei und zusammen sangen wir Lieder aus unserer Kindheit, aßen Zoo-Kekse, diskutierten darüber ob Windräder nun die Aussicht kaputt machen oder eher einfach nützlich sind, und hörten ein altes Kindermusical, das wir in der Jungschar damals einstudiert und aufgeführt hatten (und, ja, wir kannten immer noch fast jedes Wort von jedem Lied). So vertrieben wir uns die Zeit eigentlich ganz gut und als wir ankamen (nach ein paar witzigen Wegbeschreibungen per Telefon a la „also wir sind hier neben einer Brücke und da ist ein Weinberg“) platzten wir wie nicht bestellt aber abgeholt in die Weinprobe der älteren Generation. Es war wunderbar, direkt an der Mosel, mit leckerem Wein und tollem Brot und Käse. Die Perle nutze meine Vesperzeit zum „aufwärmen“ und freute sich darüber, ihre Oma und den Opa dort zu treffen.

Nach dieser perfekten Ankunft ging es noch ein kleines Stückchen weiter um zum Campingplatz zu gelangen (ja, ich habe das Steuer wem anders überlassen, Nachmittagswein und so). Der Campingplatz war total schön! Auf einer Insel mitten in der Mosel. Der Wohnwagen stand auf einer Parzelle direkt an der Mosel, mit Blick auf die Weinberge an den Hängen dahinter. WUN-DER-SCHÖN! Wir verbrachten den Rest des Tages mit Kubb-Spielen, Fahrradfahren, grillen, Wohnwagen erkunden. Die Perle freundete sich mit der Slackline an und hatte großen Spaß dabei darauf auf und ab zu hopsen (im sitzen und mit festhalten). Das muss von den Touristen-Dampfern aus sehr lustig ausgesehen haben, da man die Slackline von weitem nicht sehen kann, die seltsam hopsenden Menschen aber wohl.

Nach dem Essen wurden die Zelte aufgebaut und die Perle war sehr aufgeregt. Sie spielte guck-guck, sprang darin herum, und versteckte sich. Als wir unsere Schlafsachen hineinräumten frug sie „slapen hier?“ und als ich dies bestätigte wurden ihre Augen ganz groß und sie riss den Mund auf und war durch und durch überrascht und aufgeregt. So süß. Danach ging auch alles ganz glatt. Warmen Schlafi und Schlafsack an (sie trägt zwar nachts normalerweise keinen Schlafsack mehr aber hier fand ich es doch passend…sie wurschtelt sich so gern unter ihrer Decke raus und ich hatte ein wenig Angst, dass es ihr zu kalt werden würde) und dann ging es auch schon ins Zelt. Eingemuckelt lasen wir noch ein Buch und dann war es Zeit zum schlafen. Die Perle versicherte sich noch einmal, dass ich auch ganz sicher im Zelt schlafen würde und danach war auch echt Ruhe. Kein Theater, keine Aufregung, keine Nervosität. Sie schlief einfach. Ich war baff…alle anderen auch.

Nachts war Madame dann zweimal wach…also einmal hat sie geweint, war aber nicht wirklich wach dabei und das zweite Mal hat sie die ganze Zeit „Hut, hut!“ gesagt, ich denke mal sie hat schlecht geträumt. Aber all das war vergessen, als sie dann morgens aus dem Zelt kriechen und gleich wieder draußen wuseln konnte. Es hat echt wesentlich besser geklappt als ich es mir hätte vorstellen können. Ich habe nun, ganz offiziell, ein Camper-Kind! Mehr Bilder von Ausblick und Aktivitäten gibt es übrigens auch hier!

Ich werde glaub ich mal eine Tricks-Liste für Camping mit Kids aufschreiben, basierend auf dieser Erfahrung aber auch auf denen, die wir als Kinder auf Campingplätzen gemacht haben. Coming soon.

3 thoughts on “Die Camping-Generalprobe

  1. wow, das klingt sooo schön! Ich bin wohl auch nicht so die auf-dem-Zeltboden-Schläferin, aber du machst mich schon etwas „gluschtig“!

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