Von Wasserschläuchen und dreistem Kraut – Gartengeschreibsel

garten

Einer der Hauptgründe für unseren Umzug letzten November war der eigene Garten. Sehen konnte man bei der Besichtigung leider nicht sehr viel davon, denn er war ganz schön zu gewuchert. Noch bevor wir einzogen haben die Perlenoma, der Perlenopa und ich einen Rundumschlag gemacht und der sehr dankbare Vermieter spendierte Mutterboden und Rollrasen. Und seither versuche ich mich Schritt für Schritt am gärtnern.

Und siehe da: Auch wenn mir IN der Wohnung nachwievor alle Pflanzen früher oder später eingehen (außer die Orchidee, aber auch nur weil man sie eben nicht überwässern darf…slim chance of that happening here), draußen scheint es ihnen doch recht gut zu gehen. Aus den 250 Blumenzwiebeln, die ich im Herbst dort vergrub haben es drei Viertel zu wunderschönen Frühlingsboten geschafft. Der Garten war wirklich schön im Frühling, die Tulpen, Narzissen, Krokusse, und Schneeglöckchen standen hoch über dem wuchernden Unkraut, dem der laue Winter anscheinend Superkräfte verliehen hatte.

Als die Tulpenzeit vorbei war sah mein Garten aber wieder schrecklich aus. Irgendwie ziemlich gerupft und und sehr grün. Und nicht das frische und gesunde Grün, nein. Das wuchernde und unkontrollierbare Grün. Generell halte ich nichts davon eine Pflanze „Unkraut“ zu nennen. Ok, ich korrigiere, ich HIELT nichts davon eine Pflanze Unkraut zu nennen…bis ich merkte, dass es ganz schön dreiste Pflanzen gibt. Da gibt es zum Beispiel eine Ranke, die ist echt krass: Das Biest braucht grad mal 2 Wochen um sich nach dem Ausrupfen wieder meinen armen kleinen (und noch recht jungfräulichen) Kirschbaum hochzuklettern. Und dann sind da noch diese kleinen Pflänzchen, die einen auf süß und zart machen. Da fall ich aber auch nicht mehr drauf rein. Diese Dinger würden auch einen Waldbrand überleben. Pffft.

Ranke vs. Kirschbäumchen
Ranke vs. Kirschbäumchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jedenfalls habe ich alles rausgerupft und umgegraben und dann Sommerblumenzwiebeln vergraben, Sonnenblumen- und Lavendelsamen verteilt und meine Rosen (die, wie durch ein Wunder, unseren Kahlschlag überlebt haben und sogar meinem nicht vorhandenen grünen Daumen trotzen) korrekt stabilisiert. Außerdem gucke ich unheimlich gerne meinen Himbeeren beim wachsen zu. Ja, einige nennen es wuchern, aber ich find es unglaublich spannend.

Schneeweißchen und Rosenrot
Schneeweißchen und Rosenrot

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich gehört zu einem guten Garten auch Werkzeug. Ich habe viel Second-Hand Zeug, ein paar geliehene Sachen vom Perlenopa und ganz viel Improvisation. Meinen Rasen schneide ich mit einem mechanischen Hand-Rasenmäher, meine Hacke kann man nur mit dicken Handschuhen benutzen, weil man sonst Mega-Splitter unter der Haut stecken hatte. Doch ich habe ein State of the Art Wasserschlauch-System. Nämlich von Gardena. Und zwar durch die Gardena Blogger Box. Denn unser Perlengarten wurde dazu auserkoren Testgarten für einen schicken Gardena Wasserschlauch mit Zubehör zu werden.

gardena bloggerbox bloggerbox

 

Also ich bin begeistert, so wie ich mich für alles begeistern kann, was mir die Arbeit (besonders das Gießen, quasi die Lebensversicherung meiner Pflanzen) etwas leichter macht. Ich find es echt praktisch, wieviele Sachen man damit kombinieren kann. Heute war ich im Baumarkt und habe wirklich Bauklötze gestaunt, was es alles gibt. Ich habe mir auch schon was für den Sommer ausgesucht: eine Gartendusche oder einen Rasenspränger, damit die Perle an heißen Sommertagen drüberhüpfen kann. Und seit gestern bin ich stolze Besitzerin eines Rasenrandschneiders im sympathischen Türkis-Orange-Grau…

giessen

 

 

 

 

 

 

…oh man. Wann habe ich eigentlich das Alter erreicht, wo ich Unkraut verfluche und über neue Gartensachen jubel? Aber mal ernsthaft: Ich mag unseren Garten. Er ist noch nicht perfekt und wird sicher immer irgendwie ein „work-in-project“ sein, aber er ist unser Platz. Die Perle kann hier wuseln und graben und Seifenblasen jagen und Fahrrad fahren. Und vor allem: sie kann einfach rauslaufen, denn nicht nur ist der Garten eine Sackgasse, er ist auch fast nicht einsehbar. Echt klasse. Und ich muss sagen, es hat schon etwas therapeutisches im Garten zu arbeiten. Und es ist ein tolles Gefühl etwas zu pflanzen, was man irgendwann pflücken und essen kann. Das werde ich noch ausweiten, bisher gibt es nur zwei Himbeer-Sträucher, einen Kirschbaum, und zwei kleine Tomatenpflanzen, die überraschenderweise richtig gut wachsen. Und ein paar Kräuter…Und eigentlich haben wir auch keinen Platz für mehr…Schaunmer mal.

seifenblasen

15 thoughts on “Von Wasserschläuchen und dreistem Kraut – Gartengeschreibsel

  1. Hast du Perlen und Wasserschlauch im Haus, so breitet sich das … äh … kein Unheil aus 😉

    Beneide ich dich nun mehr um die Perle, oder den Garten? Ich denke noch nach *lacht*

          1. Ja…also so einen elektrischen Handrasenmäher und einen mechanischen normalen, der läuft nur mit Schweiss und Tränen…:D

            Irgendwann leiste ich mir noch einen richtigen…;-)

          2. Du…lach nicht…
            bevor ich den Handschneider hatte habe ich die Ränder mit der Küchenschere bearbeitet…

            *duck*

  2. Gärtnern ist super! Körperliche Arbeit mit direkt sichtbarem Ergebnis – und einem später wachsenden.
    Blumen, die hübsch anzusehen sind und Obst/ Gemüse, das einen schon bei der Ernte glücklich macht.
    Gleichzeitig beste Unterhaltung für Kinder –
    Was will man mehr?
    🙂

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