Das wars – der Rückblick 2013

Als dieses Jahr begann stand ich bei der Perlenpatentante in Frankfurt auf der Straße und guckte mir an wie mein bester Freund und seine damals noch ganz neue Freundin wie Bonnie und Clyde mit kleinen und mittelgroßen Böllern alle möglichen Dinge in die Luft jagen wollten. 2013…eine Unglückszahl für viele, doch ich hatte beschlossen (zusammen mit noch anderen), dass das Jahr wunderbar werden sollte…Rote Rosen würde es regnen, mir würde alles in den Schoß fallen und ich hätte Rückenwind auf all meinen Wegen…oder so ähnlich.

Das Jahr begann mit einem neuen Job in einem neuen Büro an einem neuen Schreibtisch, mit neuen Plänen und Vorstellungen und vor allem: neuer Verantwortung. Etwas später im Monat gab es dann die Perlentaufe. Die sollte eigentlich schon im November stattfinden, doch da war die Perle zu krank dafür. Auch sonst gab es im Vorfeld sehr viel Gezanke und Stress und der Tag selbst war sehr hektisch und eher verbissen als friedlich. Aber es war schön, dass so viele Leute da waren und auch wenn es für die Perle sehr anstrengend war, so hatte sie glaub ich auch ganz viel Spaß!

Im Februar hatte ich Geburtstag…aber das war eher unspektakulär…aber dann kam Karneval, den ich mit Freunden in Köln verbrachte. Wir hatten unheimlich viel Spaß und hier lernte ich auch eine neue Truppe Leute kennen, mit denen es auf Anhieb irgendwie stimmte…unsere Nürnberger!

Im März wurde die Perle dann ein Jahr alt. Der Geburtstag wurde leider auch von vielen Unstimmigkeiten überschattet, aber war dennoch sehr schön. Doch er führte auch zu einem Paradigmenwechsel in mir: Ich würde mir nichts mehr kaputt machen lassen. Mit ein wenig Anlaufschwierigkeiten ging das dann auch…langsam…aber sicher und vor allem: bergauf!

Im April fuhr ich nach Amsterdam über Ostern. Meine Freunde aus dem Studium hatten zu einem Techno- und Elektrofestival geladen…und ja, dazu tanzt/zappelt die Perlenmama ganz gerne mal eine Nacht lang, besonders wenn die Studienbesties mitzappeln. Gegen 8 Uhr morgens verließen wir das Festival und liefen durch ein schneebedecktes Amsterdam zum Bahnhof. Es war ein wunderbares Gefühl und ich konnte fühlen wie sich eine Jahresladung Anspannungen gelöst hatte und kurzzeitig von mir abgefallen war.

Im Mai flogen die Perle, die Perlenpatentante und ich nach Barcelona. Dort wohnt eine gute Freundin und Studienkollegin von uns, die wir eine Woche lang beglücken durften. Wir waren am Strand, im Park Güell, im Camp Nou, shoppen, und Tapas essen. Es war toll, besonders weil der Frühling sich irgendwie besonders lang Zeit ließ um uns in Deutschland zu beglücken – in Spanien war er schon! Außerdem beschloss ich im Mai, dass ich diesen Sommer nicht daten würde. Ich würde gar nicht mehr suchen, denn ich wollte den Sommer mit der Perle verbringen und tolle Sachen erleben und keine Zeit an nervige Dates verschwenden, aus denen sowieso nix wurde. Also fror ich meinen fs24 account ein und hörte auf zu suchen: Beste Idee ever!

Im Juni hieß es dann endlich wieder: Rock am Ring! Und ja, wir rockten den Ring! Vier Tage lang Sonne und Musik, warmes Bier und kalte Ravioli, Wein aus der Gießkanne und Witze, die das kleine Niveau zum heulen brachten. Und natürlich am Ende ein Wolkenbruch, damit wir auch genug Eifelmatsch wieder mit nach Hause brachten. Wir rockten mit Green Day, sangen mit den Killers, tanzten zu Seeed, gröhlten mit Kraftklub, lachten über Kreisch-Teenies bei Simple Plan, schmachteten Jared Leto von 30 Seconds to Mars an und staunten über die Perfektion von Hurts. Es war wunderbar!

Juli – Das Akademische Jahr endete mit einem wunderbaren Absolventen-Dinner und einem lauen Sommerabend auf einer Terrasse an der Maas mit tollen Kollegen und ehemaligen Studenten. I love my job. Kurz danach heiratete meine Lieblingskollegin…auf einem Gut kurz hinter der Grenze in Holland: Toll war das, wunderschön! Und ne ziemlich fette Party! Dann hieß es auch für mich endlich „Urlaub“ und so fuhren die Perle und ich mit einer befreundeten Mama und ihren zwei Mädels an die Nordsee. Das Wetter war genial und wir konnten schwimmen, Fahrrad fahren, vor dem Ferienhaus Seifenblasen pusten, in den Tierpark gehen und uns die umliegenden Häfen angucken…den Rest der Ferien verbrachten wir zu hause und bei der Oma…und Leute: ES WAR ECHT HEIß! Ich glaube, es war im Juli, als ich beschloss, dass ich es nicht mehr lange in meiner derzeitigen Dachwohnung (an einer lauten Straße) aushalten würde.

Im August war auch einiges los: Ich schaffte es endlich einen…äh diesen Blog einzurichten. Lange hatte ich darüber nachgedacht wie er sein sollte, was er werden könnte, welche Richtung er einschlagen sollte und und und. Und irgendwann dachte ich, dass man ohne Blog auf diese Fragen keine Antwort bekommen würde und beschloss „Just Do It“! And I did. Ich mag es wirklich sehr, habe auf diesen Weg schon einige tolle Menschen kennengelernt und bin seither auch wesentlich ausgeglichener. Ansonsten wurde im August noch am Fuße der Alpen beim Echolon Festival abgezappelt und zwar mit der Nürnberger Truppe. Und es war heiß…seeeehr heiß…den Sommer, den wir im Mai noch herbeiwünschten und an den wir im Juni nicht zu glauben wagten, er war da…und ließ uns des öfteren daran denken, dass man besser vorsichtig sein sollte mit seinen Herzenswünschen.

Im September begann das neue akademische Jahr. Mein Vertrag wurde um zwei Jahre verlängert und ich stürzte mich ins Arbeitsgetümmel. Ich fand eine Wohnung ohne Dach…also ohne Dachschrägen und an einer Sackgasse…und obwohl ich Umziehen hasse beschloss ich, dass wir wieder umziehen würden. Schon alleine wegen des eigenen Gartens. Außerdem war Wahl und Deutschland wählte…und Merkel räumte ab, aber wie…im Gegensatz zur FDP…autsch. Ansonsten gab es viiiiel Arbeit und es wurde viel gebloggt.

Oktober – es wurde wieder kälter…und ich hatte ja nun einen Garten, der Winterfest gemacht werden wollte. Also karrten die Perlengroßeltern und ich tonnenweise Grünzeug aus dem Garten und schnitten alles ratzekahl weg. Die Löcher wurden gefüllt und Rollrasen verlegt. Danach fanden 250 Blumenzwiebeln einen Platz im Beet und ein Kirschbaum und zwei Himbeersträucher ein neues Zuhause. Dann ging es auf Küchensuche. Gar nicht so einfach. Doch ich merkte dass je kürzer die Tage wurden, desto gestresster und unwirscher wurde ich. Gesundheitlich war es nicht so pralle, ich machte mir Sorgen um den Umzug und Geld und begann mehr und mehr Events abzusagen…obwohl es eigentlich immer diese Auszeiten waren, die mir Aufwind gaben.

November – Es wurde stressig-st…der nahende Umzug, Stress auf der Arbeit, kürzere Tage…oh mei, die Erinnerungen an diesen Monat sind eigentlich ein einziges Chaos. Keine schöne Zeit. Schnell weiter.

Dezember – Adventszeit. In der neuen Wohnung lichtet sich langsam das Chaos. Die Kita-Suche ist in vollem Gang, ich wünsche mir einen U3-Platz zu Weihnachten. Es geht für ein paar Tage nach London mit einer Freundin. Ein toller Trip – shopping, Weihnachtslichter gucken, Fotos machen, schlemmen. Weihnachten ist besinnlich, die Tage danach dienen den aufzuladenden Batterien.

Fazit: Die Rosen waren nicht immer rot…manchmal waren es auch eher Kakteen. Rückenwind gab es wenn ich in die andere Richtung gelaufen wäre und in den Schoß ist mir manches gefallen…aber nicht alles wollte ich unbedingt haben. Aber ich würde jetzt, im Anbetracht dieses Rückblicks nicht sagen, dass es schlecht war…es hätte besser gemanaged sein können, es hätte auch fairer zugehen können. Hätte hätte Fahrradkette. Bald ist es vorbei und 2014 rollt heran…Silvester wird toll…und nächstes Jahr grandios: Rote Rosen wird es regnen, mir wird alles in den Schoß fallen und ich werde auf allen Wegen immer Rückenwind haben! Bestimmt.

7 thoughts on “Das wars – der Rückblick 2013

    1. Hehe, hauptsache nicht pink…hat das Tochterkind viel zuviel zu weihnachten von bekommen (ich steh da ja nicht so drauf…).

      Hoffe ihr seid gut reingerutscht?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

%d Bloggern gefällt das: