Dearest Murphey, herzallerliebstes Karma…

…when I said „well, to look at the bright side…it can hardly get any worse“, that was not a challenge for you to accept!

Also das muss doch echt einer der Karma-reinigensten Tage ever gewesen sein. Ich habe ja diese Theorie, dass sich das mit dem schlechten Karma bei mir so verhält, dass sich alles auf einmal entlädt und dann wieder auf neutral steht. Das basiert natürlich nicht auf fundiertem und spirituellem Wissen, sondern lediglich auf meiner Erfahrung. Was ich allerdings so schlimmes getan habe, dass Karma mir diese Woche einen derartigen shitsorm schickte…das weiß ich nicht. Ist ja auch nicht so wichtig, Fakt ist, dass er hier ist und mit Hilfe von Murphey’s fucking law das Leben schwer macht. Scheiß Murphey, scheiß Karma!

Meine Winterreifen sind abgefahren, meine Kaution in Händen von evil Immobilien-Abzocker-Ärschen, mein neuer Wasserhahn defekt, meine Küchenblende so eingebaut, dass ich meine Spülmaschine nicht benutzen/öffnen kann (und der Tischler zu ausgebucht als dass er wiederkommen und den Fehler beheben kann…jedenfalls nicht diese Woche), das Kinderzimmer ist immer noch dunkel, eine der drei Perlenuromas liegt im Krankenhaus, und dann hatte ich noch ein zwischendurch sehr feindseeliges Telefongespräch heute Abend, welches alte Traumata wieder hervorbrachte.

Ja, zugegeben, in the big picture sind das alles eher kleine, first world problems…aber in meiner Welt sind sie zu einem großen Haufen angehäuft grad ein riesengroßer, und zudem ein sehr teurer, Berg. Ein Berg, der mich kurz innehalten lässt, um nachzudenken, ob ich mich einfach zur Perle ins Bett legen und Berg Berg sein lassen kann. Leider weiß ich, dass dem Berg das ziemlich schnurzpiep egal ist und morgen noch genau so unerbittlich vor mir stehen wird.

Also beschloss ich mich heute Nachmittag dazu mir die Perle zu schnappen, uns warm anzuziehen und unsere neue Hood ein wenig anzusehen…und siehe da: Im Dämmerlicht mit der Perle heiße Schokolade trinken und Weihnachtslichter angucken, das ist echt die allerbeste Medizin der Welt (mit kleinem Abstecher ins Bürgerbüro). Und seitdem sind wir, amtlich und herztechnisch, auch offizielle Bewohner einer kleinen Stadt mit nur einer Postleitzahl und keiner eigenen Telefonvorwahl, deren Hinterteil schon in den Niederlanden hängt und in der jeder Besucher schon an der Aussprache des Ortsnamens als solcher entlarvt wird. Hier grüßen dich die Leute auf der Straße, bewundern mit dir den Weihnachtsbaum, zeigen dir den Weg bevor du die Adresse in dein Iphone eingeben kannst, und rufen dir die Öffnungszeiten der Post zu, wenn du an der verschlossenen Tür rüttelst. Ich habe mich immer als Großstadtmädchen gesehen. Aber es scheint als hätte ich vielleicht doch ein Kleinstadtherz…wenn das mal keine schöne Erkenntnis ist.

…take that, Murphey & Karma!

9 thoughts on “Dearest Murphey, herzallerliebstes Karma…

  1. Arme Perlenmama. Manchmal hat das Karma echt schlechte Laune. Ich fühle mit dir! Aber ich freue mich auch für dich, dass du dein Kleinstadtherz (übrigens ein sehr schönes Wort) entdeckt hast. Gegen so viele blöde Dinge hilft ja doch bloß, sich die guten Dinge, die es ja irgendwie auch immer gibt, bewusst zu machen.

  2. Murphy ist doof! Mann halt 😉

    Die Berge dieser Welt wirken oft nur so hoch, weil wir den richtigen Weg nicht kennen. Du bist richtig gegangen. Gruß ans Perlenkind! 🙂

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