Priceless

Das Gefühl, welches sich in deinem Herzen ausbreitet, wenn du im Büro innehälst und plötzlich feststellst, dass du deinen Job liebst – unbezahlbar.

Ich bin, u.a., Absolventen-Beauftragte an meiner alten Uni, sprich ich bin dafür zuständig zu verfolgen, was unsere Absolventen so tun wenn sie uns verlassen, und sie dabei zu unterstützen (und natürlich Data zu sammeln, die wir für unsere Promo verwenden können). Das war jetzt eine GANZ kurze Erklärung dafür, was ich so tagsüber tu.

Heute war es jedenfalls mal wieder soweit. Ich habe an 1001 verschiedenen Projekten gewerkelt, und mit nochmal sovielen Menschen gesprochen…und plötzlich war sie da, die Gewissheit: Ich mach etwas, was Sinn hat, was Früchte trägt, was das Leben von ein paar Menschen bereichert, was für sie Nutzen hat und ihnen Freude bringt. Hach…was ein cooles Gefühl. Es mag an der kreativen Energie der Menschen liegen, mit denen ich zu tun habe, oder auch an der Dankbarkeit und dem netten Feedback, welches ich von jenen Menschen empfange…sehr wahrscheinlich ist es eine Kombination von Beidem.

Noch dazu haben wir einen Chef, der einem nicht nur den Raum gibt, kreativ zu sein und sein Ding durchzuziehen, sondern auch Lob und Anerkennung für uns als Gesamt-Projekt (das College) direkt an seine Mit- und Zuarbeiter weitergibt. Das ist echt sehr viel wert. Kürzlich wurde unser College zum Besten (seiner Art) des Landes gewählt. Prompt bekamen wir alle (auch die Studenten) Kuchen ausgegeben und wurden mit Dank und Stolz überschüttet. Diese Wertschätzung ist selten (wie es scheint, wenn man hört wie es so anderswo zugeht), aber sehr schön zu erleben. Ausserdem ist Cheffe auch nie um ein Wort des Lobes verlegen, wenn man ein Projekt beendet, ein Event veranstaltet, oder etwas publiziert hat.

Aber auch der Job an sich ist einfach ein Traum. Ich liebe Networking, Branding, Schreiben, Event-planung, Projekt-Arbeit, Data-Processing. Aber als aller-erstes sehe ich mich als Geschichten-Sammler. Ich sammle Geschichten und Reisen von Menschen und wenn ich sehe, dass sich zwei Geschichten ähneln oder auf der gleichen Bühne abspielen, dann bringe ich diese beiden Menschen zusammen. Das ist echt irre, denn meine Zielgruppe sind alles Menschen, die gerade ihren Bachelor-Abschluss in der Tasche haben und denen die Welt offen steht. Diese Energie und Kreativität, die diese Menschen im Angesicht all ihrer Möglichkeiten freisetzen, das ist echt wahnsinnig inspirierend. Genau wie die Moral, die sich hinter vielen dieser Menschen und Projekte verbirgt. So viele von ihnen wollen, ganz pur und ehrlich, einfach die Welt  zu einem besseren Ort machen. Sie sind priviligiert, ja, aber anstatt sich dafür zu schämen, oder es schamlos auszunutzen, wollen sie es benutzen, weitergeben, multiplizieren, zu etwas machen, was Wert hat und Sinn ergibt. Wenn man mit diesen Menschen zu tun hat, dann glaubt man nicht mehr an die „Generation Faul“oder „Generation Rücksichtslos“. Es macht Mut und verhilft einem mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen. All dies sind Gründe, warum ich meinen Job über alles liebe, egal wie anstrengend er manchmal ist, wie frustrierend es sein kann wenn gut-gemeinte, und an sich echt brilliante, Projekte nicht bewilligt werden, oder wenn der Beschützerinstinkt bei mir einsetzt, wenn jemand schlecht über diese Menschen redet.

Das war eine ganz persönlich Perle auf meinem Weg heute…Dankbarkeit für einen richtig, mit Verlaub, GEILEN Job!

 

2 thoughts on “Priceless

  1. Ich find es klasse, wenn Menschen so glücklich mit ihrem Job sind. Das ist es übrigens, was ich in einem Jahr beruflich machen möchte: dafür sorgen, dass Menschen in ihrem Job glücklich und zufrieden sind.

    Es ist auch schön zu lesen, wie positiv du über die Absolventen geschrieben hast. Positiv überrascht war ich jedoch darüber, dass die meisten die Welt besser machen möchten. In meinem Studiengang möchten die meisten nur erfolgreich sein und viel Geld verdienen – egal, um welchen Preis.

    Dein Chef scheint eine der wenigen Personen sein, die noch wissen, was hinter dem Wort Führungskraft steckt. Schön, dass du einen so tollen Job hast und dein Chef deine Arbeit wirklich zu schätzen weiß!

  2. Das hört sich nach einem wunderbaren Ziel an…:-)
    Ja, wie als College der liberal Arts sind recht attaktiv für solche, die gern die Welt verbessern wollen, an der Uni sind wir bekannt als die „Hippie-Fakultät“…wir haben auch Fakultäten wo das anders läuft, aber die haben ihre eigenen Absolventen-Abgeodnete. Lucky me…:D
    Und ja, mein Chef ist ne coole Socke!

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