You’re gonna miss me when I’m gone

Also ich halte ja nicht viel vom Fernsehgucken. Also schon gar nicht für kleine Kinder. Ich selber hänge eh sehr selten vor der Glotze, und das meist für Fußball, Tatort, oder die ein oder andere Serie, obwohl ich die, schon allein wegen der Abwesenheit von Werbung, eh meist in der OV auf dem Laptop gucke. Das Coole an der Sache: die Perle findet das auch total öde. Ich habe Benjamin Blümchen Video-Kassetten (ja, ich bin nämlich oldschool) und sogar ihren geliebten Tigger als Film, aber sie würdigt der Kiste vielleicht mal einen kurzen Blick, und wuselt dann weiter. Das kann von mir aus auch noch eine Weile so bleiben.

Und, das möchte ich gern im Angesicht der vielen Mütter sagen, die gern die „so mach ich das, so ist das richtig, und jeder der es anders macht sollte sich was schämen“-Schiene fahren: Das ist bloß meine eigene kleine Meinung. So halten wir das hier, in der Perlenwelt. Das heißt ganz sicher nicht, dass ich jene Kinder bemitleide, die gerne mal Glotze gucken, oder die Mütter verurteile, die da auch dann und wann mal nix gegen haben. Als ehemalige Nanny von vier sehr lebhaften Kids weiß ich um den Wert jener Zeit, die einem das TV manchmal schenkt, um einfach kurz die Küche wieder sauber zu machen, mal kurz durchzuschnaufen, oder sich durch einen Wäscheberg zu bügeln. Manchmal muss das sein. Es ist auch ein Wundermittel um nach einer Eskalation wieder Frieden unter vier Streithähne zu kriegen. Und manchmal, ja da ist es eben einfach gemütlich nach einer Ladung Pizza zusammen auf der Couch zu kuscheln und zum 26376 Mal „Findet Nemo“ zu gucken. Das nur am Rande.

Jetzt ist es so, dass ich mir total gern mal ein, zwei Clips auf Youtube reinziehe. Heute habe ich beim Kochen ein paar Clips von „Pitch Perfect“ angemacht. Da ich Musikfilme, und Musicals, generell sehr gern habe finde ich auch diesen Film echt knuffig. Als dieser Clip hier lief kam die Perle reingewuselt und stand auf einmal wie angewurzelt vor dem Laptop.

Als der Clip vorbei war deutete sie auf den Bildschirm und fragte „Mehr?“.

Ok, ich klickte auf Wiederholen. Sie fing an zu wippen. „Mehr!“

Sie fing an mit dem Kopf zu nicken. „Mehr!!!“

Nun klatschte sie beim „tanzen“. „MEHR!!!!“

Beim fünften Mal wollte sie auf meinen Schoß. „Meeeeeehr!“

Sie fing an beim wippen auf dem Tisch zu trommeln. „Mehr Mehr Mehr!“

So ging das dann eine Weile, sie konnte echt nicht genug kriegen. „Mehr, mehr mehr“, sie klatschte, trommelte, wippte, summte, es war eine echte Perlenparty in der Küche (ich glaube, ich habe sogar mitgesungen).

Irgendwann zeigte sie auf mein Glas. „Beeeka?“ „Nein, mit meinem Glas kannst du das nicht machen.“

Sie zeigte auf das Video „Beeekaaaa!“ „Ja, die hat einen Becher, aber das Glas geht kaputt wenn du damit trommelst…“

„BEEEEEKKKKAAAAAA!“ Ok, ok, ich holte ihr einen Becher, also eine alte Babyflasche ohne Sauger. Und dann ging es ab. Zwar noch etwas unkontrolliert aber nicht weniger künstlerisch wurde nun getrommelt, gewippt, geklatscht, und der Becher abwechselnd auf Tisch und Hände geschlagen.

Das Lied krieg ich jetzt zwar sicher nie mehr aus meinem Kopf, aber es war einfach zu putzig. Und wenigstens ist es nicht das Teletubby-Lied oder so, es könnte also definitiv schlimmer sein.

So hat die Perlenmama gelernt: Video kann also wirklich bilden, oder wenigstens inspirieren. Ich hoffe nur, dass nun nicht alle Versuche, der Perle das Trinken aus Bechern beizubringen, zunichte gemacht wurden…man darf gespannt sein. Sonst heißt es hier bald „Land unter, you’re gonna miss me when I’m gone“.

4 thoughts on “You’re gonna miss me when I’m gone

  1. aaaaah, was fürn geiler stoff ist denn das? *schnippsklatschswing*
    nun verbring ich wieder den abend vor youtube…-.-

    kann euch perlen-mädchen da also voll verstehen.
    und wenn mein sohnemann nicht eh schon so „pjuta“-addicted wäre, würde ich glatt was mit ihm einstudieren. leider befindet sich der pjuta derzeit auf dauer-reparatur, zumindest fürs kind.

  2. Oii, die Vorstellung ist klasse! Ich find´s super, dass die Perle sich davon hat mitreißen lassen. Vllt. hat sie auch Spaß an Body-Percussion – natürlich auf spielerische Art.

    Ich lernte während meines Intermezzos an der Pädagogischen Hochschule „bechern“ (ja, sie nannten das dort wirklich so und ja, es war wirklich das gemeint, was im Video gezeigt wird ;-)) und muss sagen: es macht echt Spaß!

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