Die teuerste Krankheit der Welt

Am Guiness-See
Am Guiness-See

Vorsicht, Infektions-Gefahr: Beim Weiterlesen besteht allerhöchste Ansteckungsgefahr!

Oha. Da hat es mich wieder erwischt: Das Fernweh. Und zwar the bad kind. Nicht das Träumen von Stränden und fernen Städten, der Wunsch nach anderen Düften und Flughafen-Ambiente. Nicht das „gerne wollen“. Nein, das unromantische, das quälende, das absolute MÜSSEN. Heute morgen fing es an. Ich sah ein paar Fotos einer Bekannten, die jüngst nach Edinburgh zog. Beim Betrachten konnte ich die kalte, klare, frische Luft quasi riechen. Die Herbstsonne, wie sie über das platte, nicht mehr ganz so saftig-grüne Land scheint, ich konnte sie auf meiner Haut spühren. „Ich muss diesen Herbst wieder hin“, so brannte sich der Gedanke in meinen Kopf. Zurück in die bunte Stadt Londons, zurück zu den weiten Wiesen und seichten Hügeln im Hinterland. Zurück zu den Gassen Oxfords, durch welche Geschichten schleichen und wo Menschen mit schlauen Gedanken denken. Zurück zum Regen, von dem man denkt, er höre nie wieder auf und der Sonne, die sich selten zeigt aber umso mehr geliebt und gefeiert wird. Ich MUSS da wieder hin. Und zwar ganz bald!

Naja, und so ging es weiter: Ich sah ein Foto, auf dem eine Freundin mit Buch am Pool liegt und schon hatte ich mein Handy in der Hand um meinem liebsten Travelbuddy zu sagen, dass wir im Januar oder Februar (da, wo der Winter sich schon wie Kaugummi zieht und man sonnenverhungert und frierend gen Frühling blickt) dahin fliegen, wo es nicht dauerdunkel ist. Mal sehen, was für Flugtickets man so abstauben kann. Ich sehe uns schon aus dem Flugzeug steigen, die Schultern das erste Mal seit Monaten nicht frierend eingezogen, mit den blassen Gesichtern zur Sonne gereckt. Vielleicht Ägypten? Oder noch weiter runter? Die Perle wäre dann fast zwei, da sollte man das mit dem „quasi gratis“ fliegen ja noch ausnutzen, nech? Asien? Aber das wäre ja schon kein Kurztrip mehr…und unser grosser Urlaub ist ja im Sommer: The best Travelbuddy, die Perle und ich mit Bully und Zelt durch Schweden – widewidewitt wie wird das schön.

Naja und dann ist ja schon wieder fast Herbst und ich MUSS nach England rüber. Oder Irland…ach ich MUSS nochmal nach Irland…

Und irgendwann MUSS ich auch nochmal SKI fahren gehen…sonst roste ich ja komplett ein.

Also Fakt ist: ich arbeite zu wenig um mir das alles leisten zu können und zuviel um die Zeit für all das zu haben. Aber wie gesagt, ich hab ja keine Wahl. ICH MUSS!

12 thoughts on “Die teuerste Krankheit der Welt

  1. Aaaaah, du sprichst mir aus der Seele. Zu wenig Geld und sogar zu wenig Zeit (heißt es nicht, dass man immer eines von diesen beiden hat?) und diese Rastlosigkeit. Ich fahre Ende des Monats nach Amsterdam, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass das meinen Hunger nicht stillen wird, sondern wie eine Vorspeise funktioniert und nur noch mehr Lust machen wird auf einen Hauptgang. Kambodscha, Laos, Indonesien, Ghana! Die Welt ist einfach zu groß!

    1. Zu gross, ja. Aber auch zu schön um sie nicht von all ihren Seiten zu sehen. Oh man, Expedia, ich komme, nimm all mein Geld und schick mich weg!

      Wir sollten vielleicht eine Selbsthilfegruppe aufmachen…

  2. Ich kenne sowas gar nicht. Ich habe nach dem Abi ein Jahr als Flugbegleiterin bei einer Japanischen Airline gearbeitet. Ich war ständig unterwegs und habe zu Hause alles verpasst- seitdem bin ich am liebsten zu Hause 🙂

    1. Echt? Ja ok, es gibt da ja nen Unterschied zwischen Job-reisen und Pleasure-Reisen…meine Messe-Reisen für die Arbeit habe ich auch dankend wieder abgegeben…
      Aber die Reiselust ist mir dadurch gar nicht vergangen…

  3. hachjaaaaa, meine lieblingsbeschäftigung momentan: imaginäre reisen planen.
    gerne ganz, ganz weit weg.
    islandflüge gibts jetzt schon ganz billig.
    und für florida kommen mir auch immer mal angebote unter.

    leider kommt dann immer mal wieder die stimme der vernunft zwischen all den super-spar-angeboten durch, die da schreit: bist du des wahnsinns? du hast kein geld für so ne spirenzchen, spare lieber für schlechte zeiten!

    mal gucken, was der nächste anfall bringt..

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