Konsumutter – Auf leeren Magen

Gestern auf dem Heimweg habe ich mich mit meiner Kollegin über das Einkaufen unterhalten und unter Anderem auch über die leidigen Themen
a. Wie kann ich beim Einkaufen Geld sparen?
und b. Wie kann man weniger Lebensmittel verschwenden?

Natürlich kamen wir darauf, dass „Planen“ einer der besten Wege ist Spontankäufe zu vermeiden und noch dafür zu sorgen, dass man weniger Essen wegwirft.
Ein Wochenplan müsste her, Samstags ausgearbeitet und eingekauft. Mit Mahlzeiten für die ganze Woche geplant und eingeteilt. An ein bis zwei Tagen werden Reste gegessen. Auch die Zwischensnacks und Heisshungerattacken wären eingeplant und vielleicht würde man es sogar schaffen ein wenig vom gekochten Essen einzufrieren, wenn man doch mal zu müde ist und so in Versuchung geraten könnte, das Pizza-Taxi anzufordern. Eingekauft wird dann samstags, mit vollem Magen, nach diesem Plan. Erst schön günstig bei ALDI und der Rest dann bei TOOM/EDEKA/REWE oder so… Hört sich eigentlich total super an, und vernünftig noch dazu. Aber mal ganz ehrlich: wieviel Realitätswert hat dieser Plan wirklich für den Perlenhaushalt?

Zur Zeit sieht es so aus, dass wir Sonntag aus (insert any place) wiederkommen und hoffen, dass noch was im Kühlschrank verweilt, das man irgendwie in ein nettes Abendessen verwandeln kann. Und: dass vielleicht noch ein Joghurt und Brot da ist um der Perle am Montag morgen in ihre TaMu-Tasche zu packen. Sonst geht’s morgens früh noch zum Bäcker. Montag Mittag wird sich meist etwas Fixes gekauft, wenn es die Zeit erlaubt. Abends geht es dann nach der Arbeit (meist hungrig) zum TOOM. Klar könnte ich auch zum ALDI gehen, aber zu der Uhrzeit noch zweimal parken, zweimal die Perle aus dem Sitz wurschteln (und hinterher wieder rein), durch zwei Läden laufen, zweimal an der Kasse stehen? Uff…! Eingekauft wird dann zwar an sich auch nach einer Liste, aber der Hunger lässt einen dann doch auch mal die Erdnüsse, die Müllermilch Erdbeere, oder die Chips in den Wagen legen. Und was brauch ich nochmal fürs Abendessen am Donnerstag? Ach…schaun wir einfach mal. Und wenn ich was vergessen habe, gehen wir eben Donnerstag schnell noch mal („schnell nochmal“ heisst bei uns der kleine EDEKA auf dem Heimweg, wo wir auch nie unter 10 Euro auf dem Kassenzettel wieder rauskommen).

Ok, das ist jetzt vielleicht etwas übertrieben, aber Theorie und Praxis gehen da doch sehr weit auseinander und der gute Wille ist da vielleicht nicht genug.
Ausserdem spielen da noch mehr Faktoren mit wie „oh, ich brauch noch 85 Payback Punkte für die Prämie „Hängematte“ (echt wahr!!), da gehen wir doch heute mal zu REAL“. Die haben mich ganz schön im Griff mit ihrer Masche, die schuftigen Payback-Genies…grrr! Oder ich lese wieder irgendeinen Artikel, der besagt, dass Zutat XYZ gaaaanz besonders gesund sein soll für kleine Perlen (oder Perlenmamas, die abnehmen wollen), also muss ich noch fix ins Reformhaus. Oder zu dm…und wenn ich schonmal da bin kann ich ja mal gucken was Alnatura so neues hat…deren Tomaten-Pesto wollte ich schon immer mal probieren.

Irgendwie hab ich noch keine klare Richtung in Sachen Essensplan und Einkaufen. Und so kommt es immer wieder zu ungläubigen „Wieviel Geld habe ich diesen Monat für Essen ausgegeben??“-Ausrufen und leider auch dem ein oder anderen weggeworfenen-weil-schlechten Lebensmittel (mit blutendem Herz). Ich gelobe jedoch Besserung, auch wenn ich noch nicht so ganz weiss wie.

Im Herbst. Wenn wir wieder eine Routine haben. Oder so.

***Ich werde einfach mal stur nach Liste einkaufen und nachher gucken was trotzdem extra im Einkaufswagen gelandet ist und reflektieren WARUM das da drin ist. Denn wir haben schliesslich gelernt: Reflektion ist der erste Schritt zur Problem-Analyse, was wiederum der erste Schritt zur Problem-Lösung ist. Danke University College Maastricht, danke Introduction to Academic Skills…and here I thought I would never use this in real life. Ok then, one list vs Einkaufswagen-post coming up!

2 thoughts on “Konsumutter – Auf leeren Magen

  1. Welch ein cooler Eintrag, aber genau so ist es. Meine Kinder sind mittlerweile schon 10 und 7, so dass diese Dinge einfacher geworden sind, aber damals war der Einkauf am Samstag von essentieller Bedeutung, da man bzw. in erster Linie meine Frau, doch sehr eingeschränkt war.

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