Der Perlen-Schuh-Frust…oder die Frage: „Gibt es noch echte Fachverkäufer?“

Kinderschuhe

So…Vorsicht! Die Perlenmama ist ein klitze-klein-wenig gefrustet.

The story: Die Perle braucht neue Schuhe. Diesen Sommer ist sie entweder in Sandalen oder Barfuss durch die Gegend getapst und davor, als sie noch nicht lief, hatten wir ganz einfache Leder-schläppchen als Lauflernschuhe. Naja, sprich der erste Zu-Schuh-Kauf steht bevor. Oder eher: Wir sind schon mitten drin. Seit Wochen laufen wir von einem Schuhgeschäft zum anderen und ich ärgere mich zunehmenst über das nicht-vorhandene Fachwissen der Verkäufer/Innen.

Ein paar Beispiele:
„Ach schauen sie, der ist schön weit, dann ist das beim Anziehen leichter“.

hält Schuh falschrum an die Fusssohle „Joa, der müsste passen“.

„Nein, die Sohle kann man nicht rausnehmen, dann können wir die Schuhe nicht mehr verkaufen“.

drückt im Sitzen auf dem Fuss-im-Schuh rum „Jo, passt!“

Und ganz super: misst Fuss „19 oder 20…dann nehmen sie doch 22 sonst wachsen die Kids so schnell da raus!“

ARE YOU KIDDING ME???

Und während ich dort meine „hm, aber was ist denn mit…?“ Fragen stelle räumt die Perle sämmtliche Schuhe aus, was die ach so beschäftigten Schuhverkäufer dazu bringt uns noch schneller loswerden zu wollen. Ausserdem sehen viele ihren Verkäuferstolz den Bach runter gehen wenn ich mehr als drei Fragen stelle, also weren selbige ganz fix abgeschmettert. Und dann ziehen wir von Dannen, ich gefrustet und die Perle noch immer Sandalen-beschuht.

Klar, ich könnte auch alles lesen was mir Schuh-technisch von Google ausgespuckt wird (und glaubt mir, ich bin dabei), doch wer sich mal in Sachen Eltern-sein vom Internet hat beraten lassen weiss, dass das oft sogar noch mehr verunsichert. Ich könnte auch günstig 30 Paar Schuhe im Internet bestellen und sie zu Hause der Perle anprobieren…doch leider wohnt dort auch kein Schuhfachverkäufer.

Ich möchte doch wirklich einfach nur gute Schuhe haben, die passen. Und möchte von einem/einer Verkäufer/In beraten werden, die Ahnung von dem Produkt hat, welches sie verkauft (was weiter geht als „oh, die sind voll schick!“) und vielleicht sogar noch die Lust hat diese mit meinem Kind anzuprobieren und meine Fragen zu beantworten.

Nun habe ich im Internet ein Schuhfachgeschäft in Aachen gefunden, die sich auf Kinderschuhe spezialisiert haben. Dort werden wir am Freitag mal gucken gehen. Leider ist es mal wieder so, dass diese Läden keine der, wirklich sehr sehr guten, Elefanten-Schuhe führt, sondern man dann auch direkt 80-100 Euro pro Paar ausgeben soll.

Und schon bin ich wieder dort angelangt wo ich beim Folgesitzkauf schon stand (Damals wollte ich einen rückwärtsgerichteten Folgesitz kaufen, der wesentlich sicherer ist als die vorwärtsgerichteten Sitze wie Römer King, etc.. Leider fingen diese Sitze bei 450 Euro erst an; der, der in mein Auto gepasst hätte wäre sogar 700 Euro gewesen):

Ich bin sprachlos über den Zustand, dass Sicherheit und Gesundheit auch in unserer Gesellschaft wirklich und wahrhaftig noch eine Geldfrage ist.

tief schnaufend – die Perlenmama

5 thoughts on “Der Perlen-Schuh-Frust…oder die Frage: „Gibt es noch echte Fachverkäufer?“

  1. Mensch Perle…hättest mich mal gefragt!
    Ich hab unseren reboarder gerade verkauft 🙁
    In Leverkusen gibt es mit step by step auch einen guten Kinderschuh Laden 😉

  2. 1. Ja, gute Kinderschuhe sind teuer 🙁 ich bin, sagen wir mal so, froh, muss ich nicht allzu sehr drauf schauen. Aber ich mach mir schon auch Gedanken, ob ich denn Frolleins alte Schuhe behalte für Junior, denn sehr lange hat sie sie ja nicht getragen, oder ob die echt schon zu sehr von ihren Füssen beeinflusst und vorgeformt sind.
    Aber wir haben wenigstens keinen Mangel an Kinderschuhläden. Es gibt übrigens auch sonst gute Marken, zumindest bei uns. ecco z.B.

    2. Reboarder… in einem TV-Beitrag meinte die Mutter eines Mädchens, das bei einem Unfall schwer behindert wurde, es sei kein Sitz so teuer wie die Kosten, die sie jetzt hat.
    Aber 700 Euro sind schon viel. Das kann sich nicht jeder mal so husch husch leisten…

    Gruss aus der Ferne von Ahuefa, die über iiirgendeinen anderen Blog zu dir gefunden hat und gerne wieder kommt!

    1. Ja, ich habe auch schon viele Beiträge zu Reboardern gesehen…es stimmt schon, dass die auf jeden Fall sicherer sind. Das bezweifel ich auch GAR nicht. Aber bei uns war es noch nicht mal die Frage ob oder nicht, als ich den Preis gelesen hatte. 🙁 Ich hoffe einfach, dass die neuen EU-Regelungen (Kinder bis mind. 15 Monate müssen rückwärts fahren) die hiesigen Kindersitz-Marken dazu bringen, bezahlbare Reboarder zu machen.
      Viele Grüße in die Ferne, bist herzlich willkommen wieder zu kommen…:-)

      PS: Wir waren übrigens mittlerweile erfolgreich in Sachen Kinderschuhe.

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