Das Wetter-Argument

Also, wer mich kennt, der weiss wie sehr ich mich für Wetter und Meterologie interessiere. Ich schaue total gern Wetter-Dokus, „Twister“ fand ich unglaublich spannend und meine „Regen – und Blitzradar“-App gehört zu den meistbenutzten Apps auf meinem Handy. Nun hört man ja in den letzten Wochen unglaublich viel übers Wetter. Jedes Gewitter wird detailiert auf Facebook besprochen (viele witzeln, dass man schon gar nicht mehr aus dem Fenster gucken muss um zu wissen was draussen für ein Wetter ist) und die Nachrichten sind voll mit Meldungen über Hochwasser und Gewitterzellen, die übers Land ziehen. Natürlich fallen hier und da auch ganz fix wieder die Worte „Klimawandel“ und „global warming“ and the like. Aber stimmt das? Ich habe auf Quarks & Co ein video gefunden, welches sagt „nicht unbedingt“.

Hier könnt ihr euch das Video angucken.

Also erstmal find ich die Bilder, die man so sieht sehr beeindruckend. An die Hochwasser in 2002 kann ich mich noch erinnern und Kyrill habe ich ja am eigenen Leib miterlebt (ich war damals auf dem Weg von den USA nach Hause und kaum in Deutschland fand  ich mich plötzlich im absoluten Reisechaos wieder). Aber (das grosse „aber“), kann man das wirklich so an den Kosten fest machen? Klar, das sind Faktoren, die die Rechnung „Mehr Kosten = extremeres Wetter“ ein wenig relativiert, doch wieso sollte man es überhaupt an den Kosten festmachen? Denn das Video zeigt ja, dass da sehr viele Störvariablen sind (die Leute haben mehr/teureres Zeug, die Leute sind besser versichert, d.h. sie melden mehr Schäden etc.).

Im Grunde find ich die Argumentation des Videos ziemlich flawed. Besagt es doch:

Kosten-Erfassungen sind kein guter Indikator für die Messung von extremem Wetter = soviel extremes Wetter haben wir gar nicht = der Klimawandel ist nicht dran schuld

Oder sehe ich das falsch?

Sollte man nicht besser das Wetter selber messen? Z.B. wieviele Wetterzellen mit dem Status „Unwetter“ es im Jahr gibt und ob diese Zahl steigend ist. Man kann doch auch Regenmengen, Blitze, Hagekörnergrössen, Windgeschwindigkeiten messen, kann man da keine wasserdichte(re) Statistik draus ziehen?

In der Wissenschaft ist es doch erstmal so, dass man lieber seine Messungen/Instrumente/Argumente überdenken sollte statt gleich die ganze Theorie aufzugeben, oder?

Naja, da habe ich mich gerade ein wenig drüber geärgert, denn solche flawed arguments geben mir Gänsehaut. Und nun ging es ja trotzdem um’s Wetter, aber ja nur ein wenig.

Die Perlenmama

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